,,Komm her."
Harry streckt seine Arme nach mir und winkt mich mit seinen Fingern zu sich. Das Lächeln das er mir schenkt, erwidere ich nur zu gerne. Ich stelle mich vor meinen, auf dem Bett sitzenden, Freund der nun seine Arme um meine Hüfte schwingt und mich kurz darauf auf seinen Schoß zieht. Ein ganz leiser erschreckender Schrei, begleitet von einem kurzen Lacher entweicht meinen Lippen. Ich lege meine Arme auf seine Schultern und verschränke sie hinter seinem Kopf ineinander. Langsam nähern sich unsere Lippen, die sich schließlich sanft aufeinander pressen und perfekt ineinander verschmelzen. Seine weichen Lippen küssen langsam die meine und bewegen sich komplett synchron, als wären sie füreinander geschaffen.
Von draußen hören wir plötzlich einen kurzen Schrei, darauf folgen mehrere schnelle Schritte, vom Zellenblock, die dann verstummen. Durch den plötzlichen Schreck ziehe ich ganz schnell meinen Kopf nach hinten und sehe zu meiner rechten, Harry und ich schauen uns anschließend fragend an. Ich klettere von seinem Schoß herunter und warte bis er sich eine Remington VLS, die er heimlich zur Sicherheit unter seinem Bett lagert, hervor geholt hat und in den Händen hält. Währenddessen nehme ich mir meinen dunkelbraunen Gürtelholster vom Tisch, dieser steht an der gegenüberliegenden Wand der Betten. Darin steckt zwar nur ein Busse Gemini Messer aber um noch eine Waffe zu besorgen bleibt keine Zeit, außerdem hat Harry ein Gewehr bei sich. Zusammen laufen wir nach draußen. Die gesamte Gruppe steht um den blauen Ford Victoria, unterhält sich lautstark. Das keine Beißer hier rumirren oder irgendwer verletzt ist, beruhigt mich. Der Schrei eben geschah wahrscheinlich nur, weil jemand nach Hilfe geschrien hatte um das Tor zu öffnen. Ein Glück!
Harry und ich zwängen uns zwischen Michonne und Glenn und haben somit Sicht auf meinen Vater und Daryl. Beide sind blutverschmiert an der Kleidung sowie im Gesicht. Die Motorhaube ist ebenfalls mit Blut verseht. Auf den Hintersitzen des Wagens erkennt man die leichten Umrisse zweier Personen. Wer sind die?! Da alle aus unserer Gruppe anwesend sind, müssen das irgendwelche fremden sein. Während die anderen sich unterhalten laufe ich völlig unbemerkt auf den Wagen zu. Ich nähere mich der Scheibe ein wenig um die Personen im Auto richtig zu erkennen. Drei Frauen sitzen auf den Sitzen, ich sollte eher sagen eine Frau, ein mir gleichaltriges Mädchen und ein kleines Mädchen, etwa 8 Jahre alt. Wahrscheinlich habe ich nur zwei Umrisse erkannt, weil das Mädchen sich zwischen den älteren klein macht. Sie sehen garnicht gut aus, die beiden Mädchen haben zerzauste Haare und teils zerrissene Stellen an der Kleidung. Die Frau und die jüngste haben einzelne Blutstropfen und Dreck im Gesicht, während das Gesicht des dritten Mädchens nur etwas von Dreck geziert wird. Sie sehen mit etwas ängstlich an, als ich mich der Scheibe nähere, auch wenn ich keineswegs böse oder angsteinflösend schaue.
Ich gehe ein paar Schritte zurück und laufe wieder zur Gruppe. Wende mich mit meiner Frage an Daryl und Dad und zeige auf den Ford.
,,Wieso sitzen da drei Leute im Auto?"
Sofort schauen alle zu mir, während ich nur einen fragenden Blick aufsetze. Haben die anderen etwa nicht gesehen, dass da jemand im Auto sitzt?
,,Wir retteten sie vor einer Herde und beschlossen sie erstmal mitzunehmen."
Maggie läuft, nachdem sie einen Blick darauf warf, auf den blauen Wagen zu und sieht wie ich vorher in durch die Scheibe. Sie hält ihre Hand über ihre Augen um besser hinein sehen zu können. Sofort öffnet sie die Tür, legt ihre Hand auf diese und stellt sich etwas zur Seite. Die drei schauen mit zusammengekniffenen Augen auf Maggie, die gelassen zu ihn rüber nickt.
,,Steigt aus. Zuerst das Mädchen."
Sofort schauen die Blondine und die Frau mit grauen Kurzhaarschnitt zwischen sich. Die älteste von ihnen hebt zögernd und vorsichtig das kleine Mädchen über sich und stellt sie vor dem Wagen ab. Ängstlich legt das Mädchen ihren Kopf in den Nacken um Maggie ansehen zu können. Danach dreht sie sich langsam um und schaut verängstigt zu den beiden noch im Auto sitzenden.
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Keep me alive
Fanfiction"Und wenn du so feinfühlig bist, dann bist du ein Hindernis. Du zeigst Gnade, und genau das ist es, was uns früher oder später den Tod bedeuten könnte." __ Was...