SAFIRA POV :
Heute war es soweit sein. Loki würde mir beibringen mich wie ein Ase zu benehmen und dann könnte ich endlich hier raus und zu meinem Ruder zurückkehren. Loki war gestern noch lange geblieben und wir haben uns unterhalten und überraschend viel gelacht. Es war irgendwie schön, sich einmal mit einem Menschen normal zu unterhalten, ohne abschätzende Kommentare oder endlose Predigten. Doch umso schwerer war der Abschied. Lächelnd hatte er mir vor seinem Verschwinden versichert, dass er schon bald wieder kommen würde. Und so war es auch, denn am frühen Nachmittag hörte ich bereits seine schnellen Schritte durch den Gang hallen. Allerdings schien er nicht allein zu sein, ich hörte drei weitere Personen näher kommen. Angespannt richtete ich mich auf und sah in den Gang hinaus. Als ich dann jedoch erkannte wer da mit ihm kam,wurde die Anspannung durch unbeschreibliche Wut ersetzt und ich konnte mich nur mit Müh und Not zurückhalten nicht wieder gegen die Zellenwand zu springen.
Loki lächelte mir stolz zu, da ich mich schon so gut im Griff hatte. Nach Lokis Beschreibung zufolge war der Blonde mit den blauen Augen sein Bruder Thor, aber wer die anderen beiden waren wusste ich nicht. Der eine hatte kurzes blondes Haar und einen kurzen Bart. Der andere hatte langes rotes Haar und einen langen roten Bart. Auch wenn ich allgemein etwas gegen Asen hatte, diesen Thor konnte ich am wenigsten leiden. Dieser öffnete gerade die Zelle und Loki trat zu mir. Er war etwas unsicher, ließ es sich aber nicht wirklich anmerken. Ich saß noch immer in der Ecke, wo ich mich gestern hin gesetzt hatte. Loki hielt mir mit Ruhe im Blick seine Hand hin und zögerlich nahm ich sie an. Er half mir hoch und stellte mir die Fremden vor "Safira, das sind Fandral und Volstagg. Thor kennst du ja schon." Lokis Begleiter beäugten mich misstrauisch, aber dennoch konnte ich spüren das in Fandrals Blick noch etwas anderes mitschwang. In all den Jahren bei meinem Rudel hatte ich Gefallen daran gefunden andere Leute zu erschrecken oder ihnen Angst zu machen und da es mir ganz und gar nicht gefiel wie Fandral mich ansah, hatte ich beschlossen, dass er mein nächstes Opfer sein würde. Ich starrte in seine Augen und er in meine, ruckartig riss ich sie auf und beobachtete zufrieden, wie Fandral verschreckt den Blick abwandt. Wiedernormal sah ich zu Loki auf und lächelte ihn an. Daraufhin lächelte er zurück und sagte dann "Erst einmal brauchst du richtige Kleidung. Ich werde dich jetzt in dein neues Gemach bringen und dort kannst du dich angemessen kleiden." "Du meinst wohl wir Bruder!" unterbrach Thor den Schwarzhaarigen unhöflich. Loki ignorierte ihn allerdings gekonnt und lief einfach los, die anderen folgten uns. Als wir am Ausgang ankamen, hatte ich mich schon einigermaßen beruhigt, doch als Thor mich dann ungefragt anfasste, konnte ich nicht anders. Ich war schon immer außerhalb meines Rudels höchst empfindlich gewesen. Instinktiv wirbelte ich herum, schlug seine Hand weg und stürzte mich auf ihn, er viel überrascht zu Boden und Fandral und Volstagg wollten ihm helfen, aber ich schleuderte sie mit meiner Magie von mir weg. Dann kam Loki, ich wollte auch ihn in meinem Rausch weg stoßen, doch er blockierte den Angriff mit seiner eigenen Magien und berührte mich sanft am Arm. Ich sah kurz zu ihm auf, dann wandt ich mich wieder Thor zu, fauchte ihn an, stand auf und ging mit Loki weiter, der seinem Bruder noch einen undefinierbaren Blick über die Schulter zuwarf. Die drei Krieger rappelten sich auf und sahen uns verdutzt nach. Ein Lächeln huschte über meine Lippen. Ein Lächeln des Triumphes. Als wir vor einer dunklen Eichentür stehen blieben, sah Loki zu mir hinunter und lächelte freundlich "Der Allvater hat leider nur unter der Bedingung zu gestimmte dir ein Gemach zu zuteilen, dir nur in Begleitung von mir oder Thor Ausgang zugewähren. Ich bitte dich also in deinem Gemach zu bleiben. Aber keine Sorge, ich werde gleich morgen früh zu dir stoßen und dann werden wir mit deiner Ausbildung beginnen." Fassungslos sah ich den Prinzen an, so viel zu Vertrauen. Ich hatte zwar schon erwartet, dass es einen Haken gab, doch das Loki ihn mir bis jetzt vorenthalten hatte, verletzte mih zutiefst. "Ihr sperrt mich also schon wieder ein?! Und ich dachte, ich könnte dir vertrauen."
Ich stürmte etntäuscht in mein neues Gemach und schmiss die Tür hinter mir zu. Meine Umgebung völlig ignorierend, ließ ich mich auf den Boden sinken und kauerte mich zusammen. Gestern hatte ich es zum ersten Mal geschafft mich zu überwinden und einem Asen zu vertrauen und jetzt fiel er mir so in den Rücken? Oder hatte ich vielleicht doch etwas überreagiert? Er meinte es doch nur gut, oder? Und immerhin war das besser als die Zelle. So viel Veränderung, so viel Neues, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ich schloss die Augen und lauschte meinem eigenen Herzschlag, bis ich mich beruhigt hatte und auch wenn es noch lange hell sein würde, schlief ich bereits nach wenigen Minuten ein.
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Unique! (Loki FF)
FanficGut und Böse, Schwarz und Weiß, Stark und Schwach. Gibt es so etwas wirklich? Liegt es nicht viel mehr im Auge des Betrachters? Nicht ist wie es scheint, hinter dem gläzenden Saphir kann sich eine tosende See, hinter dem teuflischen Grinsen eine ein...
