Schluchzend saß mein 9-Jähriges Ich hinten im Krankenwagen und schrie sich die Seele aus den Leib „NEIINN.... NEIINN....." Bleibt bei uns. Nicht wegbringen. Neiinn. Sie dürfen nicht Tod sein. Das ist alles meine Schuld.
„Wach auf, du schreist noch das ganze Haus zusammen", drang eine unbekannte Stimme zu mir durch. „Hey, nicht schlagen", kam wieder diese Stimme. Plötzlich spürte ich zwei kräftige Hände die meine Handgelenke umfassten und sie auf die Matratze drückten. Schlagartig war ich wach. Mit hektischen Atemzüge versuchte ich Luft in meine Lunge zu bekommen.
„Endlich, nächstes Mal bitte nicht das Haus zusammen schreien", ertönte wieder diese Stimme, verwirrt schaute ich mich um und blickte in zwei dunkel grüne Augen.
Wer ist das? Was macht er in meinem Zimmer? Wieso hält er mich fest?
Mittlerweile hatte er auch gemerkt, dass er mich immer noch fest hielt. Er rappelte sich wieder auf und ging zur Zimmertür. „ Ach, hier", und warf mir eine Packung Taschentücher zu, die ich verdattert auf fing.
Als ich meine Stimme wieder gefunden habe und fragen wollte, was das alles soll, fiel auch schon die Zimmertür ins Schloss. Der war vielleicht Nett! Immer noch die Taschentuch Packung in der Hand saß ich senkrecht im Bett. Wieso Taschentücher fragte ich mich und bemerkte erst dass ich weine, als eine Träne auf der Packung fiel. Weinte ich? Verwirrt faste ich mich an die Wange und merkte, dass sie Tränennass war. Verdammt ich habe jetzt wirklich nicht vor diesen Idioten geweint?! Bitte nicht....
Beschämt ließ ich mich wieder ins Bett sinken. Nach ein paar Minuten fiel mein Blick auf den Wecker, der auf den Nachtschränkchen neben meinen Bett steht. 2:53 zeigten die Neonziffern. Seufzten drehte ich mich wieder um und versuchte weiter zu schlafen. Nach gefühlten Stunden fiel ich in einen Traumlosen Schlaf.
Am nächsten Morgen stand ich immer noch ein bisschen gerädert von der Zeitumstellung und den Flug auf. Mein erster Blick gilt mein Handy, zwei Nachrichten von Ronja und eine von Joe, schnell schrieb ich den zurück und dabei fiel mein Blick auf die Uhrzeit die oben rechts in der Ecke steht. What the fuck!!! 6.30 Uhr... Was ist falsch mit mir, früher wäre ich nie im Leben um diese Zeit aufgestanden und auf keinen Fall freiwillig. Ach was soll's schlafen kann ich sowieso nicht mehr, also ging ich ins Bad und machte mich fertig.
Wieder im Zimmer zog ich mir die gleichen Klamotten an wie gestern und ging runter. Unten herrschte schon der Alltag, Dajana wuselte in der Küche rum, die Zwillinge saßen am Küchentisch und aßen ihr Frühstück und gegenüber von ihnen saß Eric, der in der Zeitung vertieft war. Nur einer fehlte noch, nämlich der Herr der mich heute Nacht so freundlich geweckt hat. Ich ging auf den Tisch zu und setzte mich neben Eric und murmelte ein guten Morgen. „Ach Ronja, sag doch was. Warte ich mach dir was zu essen. Was willst du denn? Ich kann dir Speck mit Rühe Ei oder Spiegelei oder Tost, äh ich kann dir auch noch Cornflakes anbieten, weiß aber nicht ob die beiden dir was abgeben", redete Dajana ohne Punkt und Komma. „ Mir reicht ein Toast mir Käse", lachte ich leicht. Wie kann man nur so viel reden am frühen Morgen? Als Dajana mir ein Teller mit Toastbrot vor der Nase stellte, kam noch jemand in die Küche.
„Ahh, da bist du ja endlich, Jacob das ist Lilly, sie wird ab jetzt hier wohnen", stellte mich Dajana vor. Ich drehte mich auf meinen Stuhl um, da ich mit den Rücken zur Tür saß. Ach du heilige scheiße, dass sind die grünen Augen die mich heute Nacht so liebevoll geweckt haben. Ein bisschen geschockt drehte ich mich wieder um und versuchte mein Toast weiter zu essen. Mit einen leichten Lächeln stand er am Kühlschrank und wollte gerade aus der Milchtüte trinken, als seine Mutter ihn unterbrach „Also wirklich Jacob wie oft habe ich dir gesagt du sollst nicht so aus der Tüte trinken. Nehm dir ein Glass", mittlerweile war Eric aufgestanden und verabschiedet sich von jeden „Bin bei der Arbeit", rief er noch mal zurück als er schon fast aus er Haus war. „Ach du heilige Makrele, ich bin viel zu spät dran, Jacob du bringst die Kinder zur Schule", wies sie ihn an. „Nein!" rief er entsetzt und verschluckte sich fast an seiner Milch. „Ich kann nicht", „Ohh doch du kannst mein Sohn, wir haben ab gemacht, dass du auch mal die Kinder fährst, also", fing sie an zu reden. „Ja genau, dass ich sie mal fahre und nicht die ganze Woche", kam es von ihn zurück. „Ist das immer so mit den beiden?" fragte ich die Zwillinge. „Ja sie streiten immer", antwortete mit Milan und sah ein bisschen traurig aus, als er darüber sprach. „Wie lange dauert es wen wir zu eurer Schule laufen?" fragte ich sie, da ich ein Plan hatte. „Ungefähr eine halbe stunde vielleicht auch nur zwanzig Minuten", „Okay, das ist gut", fraget sahen sie mich an „Werdet ihr gleich sehen", sagte ich nur zu ihn und drehte mich wieder um.
Mittlerweile stritten sie richtig. „Die da kann die doch bringen, wozu ist sie sonst hier?" sagte r und zeigte auf mich. Und da rastet Dajana richtig aus „ Erstens hat die da auch einen Namen, nämlich Lilly und zweitens hat sie keine Führerschein und drittens lebt sie hier da Eric ihr Vater ist. Und wie oft habe ich dir gesagt das du ein bisschen netter zu deinen Mitmenschen sein solltet", schrie sie ihn an und fuchtelt wild mit ihren Händen rum. „Okay Okay, bevor ihr euch umbringt, kommt wir gehen zu Fuß", ging ich dazwischen. Milan und Morgan sprangen von ihren Stühlen und rannten zu ihren Jacken und Schuhen. Verdattert sahen die beiden uns hinter her. Mit einen kleinen Grinsen auf den Lippen zog ich meine Tretter an, schnappte mit meinen Rucksack mit dem Skateboard. „Seit ihr soweit?" fragte ich die beiden. Mit den Ranzen auf den Rücken gingen wir gemeinsam los. Mittlerweile war's kurz vor halb acht. „So aber ihr müsst mir den Weg zeigen", lachte ich leicht zu den Beiden. „Aber Natürlich immer uns hinter her", sagte Morgan glücklich und hüpfte ein bisschen vor raus wobei ihr Ranzen auf und ab wippte. Als wir bei der Grundschule ankamen drückten sie mich ganz fest und rannten auf den Schulhof. So und nun stehe ich hier und weiß nicht wo ich bin. Aber egal. Ich schnallte mein Skateboard ab und fuhr drauf los, mal gucken wo ich überall lang komme.
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Hey
ich hoffe euch gefählts.
Ein Dank an Knusperwaffel für das tolle Cover . ♡♡♡♡♡
Und schaut doch mal bei der Geschichte von Emelie2902 vor bei.
Liebe Grüße
Tintentraum16
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My New Life *Pausiert*
أدب المراهقينEinsam, im Stich gelassen ?!? Wie fühlt man sich wenn man von der eigenen Mutter weg gegeben wurde? Die 15-jährige Lilly lebt seit ihrer Geburt im Kinderheim. Was ist wenn man plötzlich aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird und in einer Familie...