Kapitel 18

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*Sonntagnacht*

Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere Seite und versuchte einzuschlafen. Doch es war viel zu warm. Seufzten schlug ich die Decke zurück und stand auf. Barfuß tapste ich in die Küche und mir ein Glas Wasser zu holen.

Beim hinsetzten klimperte das Medaillon gegen die Brust. Vorsichtig öffnete ich den Verschluss der Silberkette und legte sie vor mir auf den Tisch. Gedanken verloren strich ich ganz leicht über das ein gravierten Rankenmusster. In weiter Ferne hörte ich die Kirchturmuhr Mitternacht schlagen. "Happy Birthday, Lilly", flüsterte ich. Seit 16 Jahren trage ich dieses Medaillon an meinen Herzen, doch es machte mir immer noch Angst es auf zu machen.

Mit leicht zittrigen Fingern nahm ich es in die Hand. Ich hatte mir selbst geschworen es an meinen 16.Geburtstag zu öffnen. Aber es fühlte sich nicht richtig an es ohne Ronja, Louis und Joe zu machen. Bei den Gedanken an sie wurde das ziehen im Bauch, vor Sehnsucht und Heimweh, stärker. Ein kleiner Schluchzer kam aus mir raus. Ich versuchte mich zusammen zu reisen und ruhig zu atmen. Minuten lang starrte ich es an und  konnteendlich den Mut aufbringen es zu öffnen. Mit einen leisen ‚Klick' sprang esauf. Mein Herz klopfte wie verrückt. Ein kleiner Zettel segelte aus demSchmuckstück. Ich öffnete es ganz und sah es zum ersten Mal was drin ist. Linkszierte ein kleines ovales Foto von meiner Mutter, als sie ungefähr in meinemAlter war. Und rechts zeigte es ein Baby mit geschlossenen Augen. In einerwinzigen Schrift stand dies auf dem Foto ‚11.04.2000 16:24 Uhr'. Ich strich sanftüber beide Fotos und eine einzelne Träne fiel zu Boden. Behutsam legte ich dasMedaillon auf den Tisch und widmete mich den kleinen gefalteten Zettel.Vorsichtig faltete ich ihn auf und eine geschwungene mit Tinte geschriebeneHandschrift kam zum Vorschein. ‚Ich werde dich immer in meinen Herzen tragen,mein Engel'. Las ich durch einen Tränenschleier. Eine Welle von Trauer, Sehnsucht,Einsamkeit und Wut brach über mich hinein.

Nachdem ich mich langsam wieder beruhigthatte wischte ich mir mit den Handrücken über die Augen.Ein SchluckWasser trank ich und faltete den Zettel wieder zusammen und verstaute ihn indas Medaillon, was ich mit einen ‚Klick' wieder schloss. Das Glas Wasser trankich noch auf und ging wieder nach oben.Das Medaillon ruhte kalt auf meiner Brust. In meinem Zimmer legte ich michschnell ins Bett und fiel in einen traumlosen Schlaf.

„HappyBirthday to you, Happy Birthday to you..." dang am nächsten Morgen in mein Ohr.Langsam öffnete ich die Augen und sah wie die ganze Familie um mein Bett stand.Bei diesen Anblick schlich sich ein Gefühl der Geborgenheit in mein Herz. Miteinen Lächeln setzte ich mich auf und rückte mein hellgrünes Schlaftop zurecht.„Alles Gute", riefen die Zwillinge gleichzeitig nach dem sie zu Ende gesungenhaben und ließen sich auf mich fallen. Lachend sah ich sie an und verwuschelteihre Haare. „Hee...Das haben wir für dich gemacht", beschwerte sich erst Milan,reichte mir aber dann ein zusammen gerolltes Blattpapier. Ich nahm es undöffnete die rote Schleife. Ein selbst gemaltes Bild kam zum Vorschein. Einesiebenköpfige Familie mit einem Garten im Hintergrund, hatten sie gemalt. „Danke,ihr beiden", und zog sie in eine Umarmung. „So langsam musst du die Kerzen auspusten",meldete sich Dajana zu Wort, die einen großen Schokokuchen in den Händen hält.Ich stand auf und ging zu ihr. Ich holte tief Luft und pustete alle sechzehnKerzen auf einmal aus. Die Anderen fingen an zu klatschen, und Jillya kam aufmich zu und umarmte mich „Alles Gute zum Geburtstag", wünschte sie mir. „Danke",in der letzten Woche haben wir uns besser kennen gelernt und kommen ganz gutmit ein andere aus. Sie tritt zurück um Jacob Platz zu machen. „Alles Gute, Kleine",wünschte er mir und erdrückte mich fast. „Danke...das reicht", sagte ich so alsob ich keine Luft mehr bekommen würde. „Okay", sagte er gespielt beleidigt undließ mich los. Als letzter kam noch Eric und wünschte mir ebenfalls alles Gute.„Lass uns nach unten gehen und frühstücken", schlug Dajana vor und ging zurTür. „Ich zieh mir noch schnell was anderes an", sagte ich schnell.

Nach dem alle mein Zimmer verlassen hatten, ließ ich mich auf mein Bett fallen und stützte mein Kopf in meinen Händen, überfordert von dieser ganzen Familien und Geburtstags Sache. Ich bin das nicht gewohnt. Seufzten stand ich auf und ging zum Kleiderschrank. Da muss ich jetzt durch. Ich wechselte die Unterwäsche und zog mir ein weißes Sommerkleid mit bunten Blumen an. Dazu nahm ich noch eine dünne Strickjacke aus dem Schrank.

Mit gekämmten Haaren lief ich die Treppe runter. IN der Küche erwarteten sie mich schon. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen, als ich die Geschenke auf meinen Platz sah. Ich lief zu den Stuhl zwischen Milan und Morgan. „Pack schon aus", drängte mich Eric lächelnd. „Ja, ja", uns setzte mich erst mal hin und dann nahm ich das erste Geschenk in die Hand und packte es aus. Nach dem ich alle aus gepackt hatte, lagen zwei neue paar Schuhe, ein neues Handy von Samsung, etwas Schmuck und Süßigkeiten vor mir. „Vielen Dank, Dankeschön", sagte ich gerührt und musste noch mal alles umarmen. Ich hatte noch nie so viel bekommen. Zwar immer so Kleinlichkeiten von meinen Freunden aber nie was von einer richtigen Familie. Und gemeinsam fingen wir an zu essen.

„Wir treffen uns heute direkt nach der Schule mit Ming", sagte Jillya. zwischen zwei Bissen. Wie treffen?? Ewas verwirrt sah ich sie an. „Na wir wollten doch ein Mädels Tag machen, wenn du schon nicht feierst", erklärte sie mir. Stimmt ja, denn sie machen möchte. „Ähh, das geht nicht, muss Amira noch Nachhilfe geben", „Dann treffen wir uns halt um drei vor der Schule", sagte Jillya schließlich und aß weiter.

Bei der Schule angekommen wartete ich auf den Schulhof noch auf Amira. Kurz bevor es zum Unterricht klingelt kam sie an gelaufen. „Hey", begrüßte sie mich außer Atem. Sie hatte ein kleines Lächeln auf den Lippen und ihre Augen hatten nicht mehr diesen ängstlichen Ausdruck. „Alles Gute zum Geburtstag", wünschte sie mir und umarmte mich. „Danke", und drückte sie fest. Nachdem wir uns gelöst hatten reichte sie mir ein kleines Geschenk „Ist nur eine Kleinlichkeit." Ich nahm es und packte es aus. Zum Vorscheinen kam eine Tafel Schokolade, wo auf der Verpackung ‚Glückskind, du hast heute Geburtstag' stand. Ich musste schmunzeln als ich das las und bedankte mich bei ihr. Mittlerweile hatte es schon zum zweiten Mal geklingelt. Schnell rannten wir zu unseren Klassenraum, wo wir Mathe hatten. „Du bist heute gut gelaunt", bemerkte ich. „Jip", und grinste noch ein bisschen mehr. „Und wieso, wenn ich fragen darf?" hackt ich weiter nach. Es freut mich sie so fröhlich zusehen. „weil Night drei Tage nicht da ist", sagte sie und machte schon fast Luftsprünge. Im Klassenraum setzten wir uns neben einander auf unsere Plätze und redeten weiter. Ich lachte, ihre gute Laune war ansteckend. Aber Halt! Wieso weiß sie das?? Fiel mir gerade auf. „Und wieso weißt du das?" fragte ich nach. Eine Sekunde huschte ein Schatten über ihr Gesicht und ihre gute Laune war wie weg gewischt. „Eh...mh...ja...", stotterte sie und schaute weg. „Ist doch egal", sagte ich schnell. Irgendwas verheimlicht sie mir. Die Tür ging auf und Mr Smith kam rein. Augenblicklich wurde die Klasse still und jeder setzte sich richtig auf ihren Plätzen. „Guten Morgen, Klasse", begrüßte er uns. „Guten Morgen", kam es von der Klasse zurück und der Unterriecht begann.

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Hey,

nach langer Zeit habe ich auch mal wieder upgedatet. Ich hoffe euch hatte es gefallen.

Was denkt ihr hat Amira mit Night zu tun?

Und ich habe mir mal gedacht, ich könnte auch mal versuchen ein Kapitel aus einer anderen Sicht zu schreiben.

Nur aus welcher Sicht soll ich schreiben? Welche hättet ihr gerne?

Lasst es mich wissen....

Liebe Grüße

Tintentraum16

My New Life *Pausiert* Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt