Ich muss ihn mit Heim nehmen-EIN FEHLER

2.1K 97 3
                                        


Ich ging also nächsten Tag wieder zur Schule. Nach dem gestrigen Gespräch über mein ACH SO TOLLES LIEBESGLÜCK ging ich gleich ins Bett. Ich würde mich doch sowieso nicht gegen Jacob wehren können. Also wollte ich einfach seine Freundin spielen. Hoffentlich nicht mehr lange.

In der Schule angekommen küsste er mich wieder und dann sprach er mit mir über eine Tradition die mein Leben verändern würde. Ich sollte ihn heute einfach mit Heim nehmen. Ich lehnte ab, doch er bestand wiedermal darauf. 
Die Schule hatten wir ja noch gerade so und ohne Schmerzen hinter uns gebracht, als er sich einfach an mich klammerte. So schleppte ich ihn also mit Heim. Viele von euch werden sich jetzt denken "Hä ist die dumm?", aber ich konnte nicht anders. Hättet ihr gesehen wie glücklich Mom über meine Beziehung war, dann hättet ihr das gleiche getan. Ich wollte taff sein. Für Mom, Dad, mein Geschwisterchen, Melli und Carl. 
Daheim angekommen ging ich mit Jacob sofort ins Wohnzimmer. Dort sahen uns sofort alle an. Mom hatte sofort Tränen in den Augen. Melli ebenso. Ich verdrehte die Augen. 

"Liebe Familie. Ich wollte euch meinen... Fr..Freu-"
"Freund vorstellen. Ich bin Jacob und wir sind zusammen und glücklich."

Da kamen auch mir Tränen. Als ich sah wie Mom und Dad glücklich auf dem Sofa saßen und Melli und Carl neben uns standen. Jacob drückte meine Hand. Wieder fester als zuvor. Ich wollte lächeln, nicht weinen. Doch ich konnte nicht lächeln, dafür weinen. Meine Tränen flossen. Ich wäre so gerne nicht hier! Nicht hier in meinem Körper! Ich stand nur da, alles andere war wie in einem Schleier. Ich hörte nur die Lügen die Jacob erzählte. Ich sah nur wie Mom und Dad sich freuten. 
Nachdem Jacob mir einen Kuss auf die Wange drückte,  verschwand er. Ich setzte mich auf das Sofa. Mom und Dad umarmten mich und sagte mir unzählige Male, wie glücklich sie waren. Als sie mich losließen legte ich die Hände vors Gesicht und weinte. Ich schluchzte doch Mom und Dad meinten, dass ich weinte, weil ich so glücklich wäre. Ich heulte bestimmt eine halbe Stunde. Dann ging ich langsam in mein Zimmer. Da kam ich an dem Schlafzimmer meiner Eltern vorbei. Dort sah ich einen Glaskasten mit den Flaschen meines Vaters. Im Keller hatte er wahrscheinlich noch mehr davon gebunkert. Ich hatte schon einmal Alkohol getrunken. Es war gar nicht so schlecht gewesen. 

Nachdem ich fünf Minuten nur dastand und den Kasten ansah, lief ich runter in den Keller. Und tatsächlich standen da soooo viele Flaschen. Ich nahm mir zwei und steckte sie unter meine Weste. Dort fielen sie gar nicht auf. In meinem Zimmer sah ich mir die Flaschen an. Vodka. Ich öffnete die eine Flasche und setzte an. 

Das hier würde mein Leben verändern...

Die Tochter eines MafiabossesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt