Am nächsten Tag überkam mich bereits um fünf Uhr der Hunger. Ich lief hinunter in die Küche obwohl mir mein Körper noch immer höllisch weh tat. Unten angekommen schnappte ich mir die Reste vom Abendessen zu dem ich gestern nicht erschienen war. Melli wollte mich zwar holen doch ich tat als würde ich noch schlafen. Mein Blick war höchst wahrscheinlich leer. Ich starrte an die Wand und aß. Als ich fertig war ging ich leise zurück in mein Zimmer und zog mich um. Dann ging ich raus und warf die leeren Flaschen weg. Ich ging zurück und wollte neue holen gehen.
Als ich im Keller ankam, sah ich, dass das Licht brannte. Es gab im Keller nicht viel Licht, daher reagierte ich nicht sofort und trat durch die Tür. Da hörte ich mehrere Leute aufatmen. Ich drehte das Licht ganz auf und sah aber niemanden. Ich trat zu den Kästen mit dem Alkohol. Whiskey oder Jägermeister? Ich noch immer mehrere Menschen atmen. Vielleicht war mein Kopf wegen gestern einfach nur gestört geworden? Also widmete ich mich wieder dem Kasten. Ich holte eine Flasche Jägermeister und eine Flasche Whiskey. Konnte ja nicht schaden. Als ich gerade wieder gehen wollte, hörte ich wie etwas umfiel. Ich stellte die Flaschen wieder zurück und drehte mich um. Da sah ich ein kleines Kind, welches gerade eine der großen Vasen versuchte aufzustellen. Ich erschrak. Ich stolperte zurück und fing fast an zu schreien. Doch irgendwie beruhigte ich mich schnell wieder und half dem kleinen Mädchen die Vase aufzustellen. Die Kleine fing laut an zu weinen. Ich lief zur Tür und schloss sie ab. Jetzt sollte man im gesamten Haus nichts mehr hören. Ich ging wieder zu dem Mädchen und versuchte sie zu beruhigen. Doch sie hörte nicht auf zu schreien und zu weinen. Sie war vielleicht 4 oder fünf Jahre alt und hatte ein altes und schmutziges weißes Kleid an. Ihre Schuhe waren voller Löcher und eigentlich keine richtigen Schuhe mehr. Sie rief nach ihrer Mutter.
"Ist hier noch jemand?"
Hinter einem Berg Kartons, die noch nicht ausgepackt wurden, kamen eine Frau Mitte 20, ein Mann Mitte 30 und ein Junge, den ich so alt wie mich schätzte. Sie sahen alle gleich aus. Ihre Haut war dunkel, sie hatten verstrubbeltes Haar und ihre Augen waren schwarz. Ihre Klamotten waren auch ziemlich kaputt und schmutzig. Die Frau lief zu dem Mädchen und hob sie hoch. Sie beruhigte sich langsam wieder
"Wer seid ihr?"
Sie sahen sich an und der Mann meldete sich zu Wort.
"Wir sind Flüchtlinge."
"Woher kommt ihr denn?"
"Wir- wir kommen aus Gambia."
"Wo ist das denn?"
"In Westafrika."
"Und.. wie heißt ihr?"
"Ich bin Amaniel. Das ist meine Frau Neyla, meine Tochter Zola und mein Sohn Taio. W-wie heißt du?"
"Keine Angst, ich tue euch nichts und ich sage auch niemandem das ihr hier seid. Mein Name ist Jenny. Warum versteckt ihr euch hier?"
"Weil sie uns wieder nach Gambia schicken wollen. Das möchten wir aber nicht. Ich weiß, dass wir hier nicht einbrechen sollten. Aber wir hatten solche Angst."
"Warum könnt ihr überhaupt Englisch?"
"In Gambia sprechen wir auch Englisch. Das ist die Amtssprache. Und du sagst wirklich nichts?"
"Nein, natürlich nicht."
"Dankeschön. Wohnst du hier alleine?"
"Nein, mit meinen Eltern, der Haushälterin und einer Leibwache."
"Warum brauchst du das denn?"
"Mein Vater ist sehr wichtig, somit haben wir auch eine Leibwache."
Auf einmal grummelte der Bauch von Zola. Sie begann wieder zu weinen.
"Ihr habt bestimmt Hunger. Wartet hier, ich hole euch was."
"Wirklich? Danke!"
"Keine Ursache."
Ich hatte ein gutes Gefühl, immerhin kam kaum jemand außer Melli in den Keller hinunter. Was mir noch komischer erschien war, dass ich nicht mehr das Bedürfnis hatte, zu trinken. Ich machte allen die Reste vom Abendessen warm und brachte ihnen Wasserkrüge. Die stellte ich auf ein Tablett und ging hinunter in den Keller. Dort freuten sich alle über das Essen. Was mir noch klar wurde, war, dass sie neue Sachen brauchten. Und einen Platz zum Schlafen. Ich musste den Keller sehr schön einrichten und erzählte ihnen von meinen Plänen. Für Zola hatte ich noch sehr viele Sachen von meiner Kindheit. Das würde kein Problem werden. Für Taio, Neyla und Amaniel mussten wir was kaufen. Ich würde mit jedem von ihnen eine schöne Shoppingtour machen, wenn keiner daheim war. Und den Keller würden wir mit komplett neuen Möbeln ausstatten. Zola konnte ich alte Bücher von der Schule geben und mit Taio könnte ich zusammen lernen. Er war eigentlich ziemlich nett auch wenn wir noch gar kein Wort gewechselt hatten. Irgendwie mochte ich ihn jetzt schon. Und das Schönste war, dass ich das Gestrige total vergaß...
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Die Tochter eines Mafiabosses
ActionSeit sie sieben Jahre alt ist hat sie eine Waffe in ihrem Schrank. Sie hatte nie Freunde. Nichts. Die einzigen Freunde die sie jemals hatte waren ihre Puppen und ihre bewaffneten Beschützer. Carl und Peete. Sie sind die einzigen denen sie jemals ver...
