Kapitel 2 - Vorbereitungen

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Am nächsten Tag stand Snape wie gewohnt um fünf Uhr morgens auf. Länger konnte er sowieso nicht schlafen. Er nahm sich ein Handtuch und neue Kleidung.  Dann sah er zu Sylivia.  Sie schlief noch immer und ein seliges Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Wie sie so da lag war sie ja schon ziemlich niedlich, wie Snape fand.  Als er sie eine Weile beobachtet hatte wandte er sich schließlich ab und begab sich in die Lehrerduschräume. 

Angenehm strömte das kühle Wasser an seinem Körper herunter. Er musste so früh morgens duschen.  Das hatte er Voldemort zu verdanken. Niemand dürfte das Todessermal sehen.  Ansonsten war er geliefert. Als er sich gewaschen hatte trocknete er sich ab und zog die frische Kleidung an. Dann packte er sein Waschzeug zusammen um machte sich auf den Rückweg. Mit besorgtem Blick kam ihm eine junge blonde Hexe ihm entgegen „Sylivia,  was-“, fing Snape an,  doch Sylivia stürzte sich nur in seine Arme.

Perplex blieb Snape stehen.  Hatte sie sich etwa um ihn gesorgt. Sanft schob Snape die junge Lehrerin an den Schultern von sich. „Jagen Sie mir nie wieder so einen Schrecken ein.“, sagte sie und blickte dabei ernst in seine schwarzen Augen. Snape nickte. Er würde ihr das nächste Mal einen Zettel schreiben. Natürlich kam in dem Moment Michael um die Ecke. Snape hielt Sylivia immer noch an den Schultern und hatte in der Überraschung auch ganz vergessen, loszulassen. Es dauerte ein wenig bis Michael schaltete. Es war für seine Verhältnisse eindeutig zu früh. Doch dann platzte der Knoten und ein Grinsen machte sich auf seinem markanten Gesicht breit. „Guten Morgen“, sagte Michael gut gelaunt. Sofort ließ Snape die Schultern der Lehrerin los. „Was habe ich verpasst?“, fragte Michael und sah vielsagend zwischen seinen beiden Kollegen hin und her. „Rein gar nichts.“, sagte Snape und setzte seinen Rückweg in sein Zimmer fort. Fragend sah Sylivia zu Michael doch dieser winkte nur lächelnd ab und riet ihr, duschen zu gehen da das Frühstück bald aufgetragen wurde.  Da sie nun so oder so nicht mehr schlafen konnte tat sie,  wie ihre geraten und duschte erst einmal ausgiebig.

Unterdessen fragte Snape sich,  was da gerade passiert war. Schließlich klopfte es an der Tür. „Herein?“, erklang Snapes leicht entnervte Stimme.  Er konnte sich schon denken,  wer auf der anderen Seite stand. Seine Vermutung bestätigte sich, als sich ein, von schwarzen Locken umrahmtes, Gesicht durch den Spalt in der Tür schob.  „Komm rein“, sagte Snape und machte dabei eine einladende Geste. Michael schloss die Tür hinter sich. „Seit wann lässt du eine Person so nah an dich ran?“, fragte Michael. Er versuchte zwar, desinteressiert zu wirken, doch Snape hörte den verwunderten Unterton ganz genau heraus. „Das war nicht geplant.“, sagte er bestimmt.  „Aber du findest sie süß.“, erwiderte Michael und grinste dabei breit. „Nein“, sagte Snape entschieden. Schulterzuckend stand Michael auf und verließ den Saal. Snape,  der auf seinem Bett sitzen geblieben war, seufzte. Natürlich war sie süß. Doch er hatte sich geschworen sich nie wieder auf eine solche Beziehung einzulassen.  Nie wieder.

Als Snape in die große Halle kam war es angenehm still die meisten Lehrer waren schon beim essen. Einige waren schon fertig und unterhielten sich leise und einige waren noch nicht eingetroffen. Snape bemerkte,  dass er direkt zwischen Michael und Sylivia saß und stöhnte innerlich auf. Hatte das wirklich notgetan? Er setze sich zwischen die beiden Professoren und begann zu essen. Zu seiner Erleichterung waren beide leise. „Bei dir schmeckt es immer noch besser Severus.“, sagte Michael schließlich. „Sie können kochen?“, fragte Sylivia überrascht. Er nickte nur knapp und konzentrierte sich dann wieder auf sein Käsebrötchen. Als der großgewachsene Zauberer mit dem Essen fertig war machte er sich ohne ein weiteres Wort auf den Weg in seinen Klassenraum. Er musste das Material noch einräumen.

„Hab ich etwas falsch gemacht?“, Frage Sylivia sich gedankenverloren. Nach kurzem Grübeln sagte Michael schließlich: „Snape braucht sehr lange, um zu einer Person ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Außerdem ist er es nicht gewohnt, dass jemand so offen auf ihn zugeht. Geben Sie ihm etwas Zeit." Sylivia nickte. Im Nachhinein kam sie sich für ihre Aktion heute Morgen ziemlich blöd vor. Sie war doch kein kleines Kind mehr. Wie hatte sie nur glauben können, dass er, ein Wildfremder, sie tröstete, sobald sie ihm um den Hals fiel. Auf der anderen Seite hatte sie wirklich Angst gehabt. Aber warum eigentlich? An irgendwen erinnerte er sie. Zwar hatte sie von ihrer Kindheit keine richtigen Erinnerungen mehr, doch bei ihm meldete sich irgendwas. Sie konnte es nur noch nicht zuordnen.

Um 17 Uhr trafen sich die Lehrer wieder in der großen Halle.
Inzwischen hatten alle ihre Klassenräume eingerichtet. Jetzt wurde der Saal geschmückt. Der angenehmste Teil des Festes,  wie Snape fand. Es war zwar etwas chaotisch, doch die Anzahl der Personen beschränkte sich erfreulicherweise auf die Lehrer. Doch das würde nicht mehr lange so bleiben. Da war Snape sich sehr sicher. Hogwarts war nach dem großen Kampf gegen Voldemort komplett zerstört gewesen. Doch mit Unterstützung des Zaubereiministeriums konnte Hogwarts wieder aufgebaut werden. Allerdings mit einigen Änderungen. Zum Beispiel befand sich der Raum für Wahrsagen nach seiner kompletten Zerstörung nun im Keller, wo auch der Klassenraum für Zaubertränke war. Jedoch konnte aus Platzmangel kein weiterer Schlafsaal gebaut werden.

Die Zeit in der die große Halle dekoriert wurde, verging wie im Flug. Eine halbe Stunde vor Beginn wurden die Lehrer freigestellt,  um sich noch einmal frisch zu machen. Snape machte such schnell auf den Rückweg und zog sich innerhalb von nicht einmal drei Minuten eine der neuen Roben an, welche Micheal ordentlich zusammengelegt auf seinem Bett platziert hatte. Snape war gerade mit dem einräumen der restlichen Kleidung beschäftigt, als Sylivia rein kam. Ohne ein weiteres Wort ging sie zu ihrem Schrank, tauschte ihr weißes Top gegen ein Dunkelblaues Top ein, zog einen schwarzen Blazer, einen Schwarzen Rock und ein Paar schwarze Stiefel mit Blauen Verzierungen an. Dann suchte sie sich noch den passenden Umhang raus und setzte den schwarzen Hut auf, welchen sie von ihrer Mutter bekommen hatte.

Schnell machten Snape und Sylivia sich auf den Weg in die große Halle. Michael war schon da und winkte die beiden hastig zu sich rüber. Jeden Moment würden die Schüler kommen. Es würden viele neue Schüler dazukommen. Aber wenn Snape sich recht entsann dürften auch durchaus einige Schüler dabei, sein,  die er kannte.
Bevor er weiter darüber nachdenken konnte wurden die älteren Schüler eingelassen und nahmen Platz. Dann wurden die neuen Schüler kurz von Professor Mcgonagall eingewiesen. Es dauerte nicht lange und die Forten der großen Halle schwangen abermals auf. Dieses Mal rauschte die mütterlich wirkende Hexe würdevoll durch die Halle, gefolgt von einer Schar von Erstklässlern.

Ein Rotschopf fiel Snape besonders auf. Als sie zum Lehrertisch sah, stockte Snape der Atem. Sie hatte eisblaue Augen die nach außen hin ins schwarze verliefen. Könnte das wirklich möglich sein? Das Alter passte.

Tut mir leid, dass das Kapitel erst heute kommt, gestern habe ich es nicht mehr geschafft ^^* ich hoffe es gefällt euch dennoch.

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