O N E
31. Oktober"It's hard to see the enemy when you're looking at yourself
Maybe your reflection shows, you're screaming out for help"
('Tomorrow never dies' - 5SOS)~
Unbekannte Nummer: Ich bin glücklich Brooklyn.
Ich hatte nicht gewusst, dass ich es einmal bereuen würde ihn je getroffen zu haben und in dem Moment in dem die Nachricht auf meinem Bildschirm aufleuchtete wurde mir augenblicklich schlecht.
"Versprich mir, dass du mir schreibst wenn du glücklich bist. Versprich es mir."
Schon in dem Moment in dem ich die Wörter gesprochen hatte, hatte ich bereut. Und nun hatte es mich eingeholt.
Um mich herum bewegten sich die Leiber der Menschen und das Licht wechselte von rot zu gelb und zu blau wieder zu rot und das alles so schnell das ich kaum hinterherkam. Der einzige stille Punkt im Raum war ich weil ich auf den Bildschirm staarte.
Unfähig zu reagieren.Ein Mädchen schleuderte mir ihren Zopf ins Gesicht.
Jemand anderes rammte mir den Ellenbogen in die Rippen.
Erst jetzt konnte ich mich losreißen.Zügig drängelte ich mich durch die Menschen, achtete dabei nicht wirklich ob ich jemanden anrempelte.
Was soll's es kannte mich ohnehin fast keiner hier.
Es war plötzlich unglaublich stickig und eng in dem versifften Wohnzimmer geworden und so schnell ich konnte riss ich das Fenster auf und befand mich auf der Feuerleiter, ohne dass es jemand bemerkte. Cyd würde mich umbringen wenn sie erfuhr, dass ich mich einfach aus dem Staub gemacht hatte aber mein Kopf begann sich zu drehen und vom kalten Wind fröstelnd stieg ich die Stufen zum Dach hinauf.
Zweimal rutschte ich auf den vereisten und schneebedeckten Metallstufen fast aus bevor ich das Dach des Hochhauses erreicht hatte und langsam rutschte ich an der etwas über hüfthohen Begrenzung hinab und winkelte die Kniee an.
Mein Kopf traf mit einen leisen Geräusch die Mauer und ich schloss die Augen.
Der Schnee auf dem ich saß durchweichte die schwarze Hotpants die ich trug und der Wind pfiff durch meine dünne schwarze Leinenbluse. Es war viel zu kalt für dieses Outfit bei -5Grad Celsius in New York, aber Cyd hatte mich so lange genervt bis ich einfach aufgegeben hatte. Nur von meinen alten schwarzen Convers hatte sie mich nicht abbringen können. Zu meinem Glück, denn auf High Heels hätte ich die Treppe nicht überlebt. Überhaupt trennten mich im Moment nur eine 5 Zentimeter dicke Mauer von 18-stöckigen Bodenlosem Nichts.
Nicht besonders beruhigend.'Ich bin glücklich.', hämmerte es in meinem Kopf und die ersten Tränen flossen aus meinen geschlossenen Augen und fühlten sich kalt und leer an.
Ich war kalt und leer.
Mit jeder Träne die ich vergoss ein bisschen mehr.Es hätte mich nicht so sehr treffen dürfen, dass er glücklich war. Es befanden sich Jahre zwischen unserer Trennung und dieser SMS. Und trotzdem fand ich es schrecklich, dass er schon wieder glücklich war, während ich mich der Illusion hingab, dass mein Leben okay war.
Ich saß lange draußen. So lange, dass meine Zähne irgendwann unkontrolliert aufeinander schlugen und es angefangen hatte zu schneien währen sich der Himmel über der Stadt die nie schlief wieder lila färbte. Und es war so kalt. Irgendwann hatte Ich aufgehört zu weinen und angefangen in den Himmel zu starren, als es anfing zu anstrengend zu werden zu atmen.
Das heben meiner Brust wurde zum Kraftakt. Einfach so.
"Scheiße bist du tot?"
Langsam rollte mein Kopf nach links zur Treppe auf der eine hochgewachsene Person stand die jetzt mit langen und schnellen Schritten auf mich zu kam.
Es war so kalt.
"Fuck man deine Lippen sind ganz blau und zitterst."
Ein junger Mann hockte vor mir, dass konnte ich an der tiefen melodischen Stimme erkennen.
Aber es war so kalt und ich so müde, dass mir einfach die Augen zu klappten."Shit schlaf jetzt ja nicht ein", eine Hand tätschelte meine Wange aber es war zu anstrengend die Augen zu öffnen, sodass ich nur fühlte wie sich ein Arm unter meine angewinkelten Knie schob und eine andere an meinem Rücken platziert wurde, als ich mit einem Ruck hochgezogen wurde und halb in einen langen - warmen - Mantel gedrückt wurde.
Meine Zähne schlugen hart auf einander und hallten in meinem Kopf nach und meine klammen Finger gruben sich in ein warmes Hemd.
Es roch nach Vanille und Zimt.
Wippende Schritte trugen mich hinab.
Etwas öffnete sich knartschend und dann wurde ich abgelegt, meine Finger immernoch in dem Hemd vergraben.Und dann war ich eingeschlafen. Einfach so.
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Burned out ||h.s.
أدب الهواةEr entglitt mir wie Wasser, dass zwischen meinen Fingern durchsickerte. Langsam, aber unaufhörlich und ich wusste, dass ich etwas festhielt, was frei gelassen werden wollte. Aber ich war zu egoistisch um ihm das zu geben, was er brauchte. Ich war zu...