E L E V E N
3. Dezember"I hope one day you stop setting yourself on fire for people who only want to watch you burn"
Es war der Tag an dem Harry wieder kommen sollte, als der Brief eintraf.
Ich hatte ihn noch an der Tür geöffnet und saß auch noch genau da. Wie in jedem Klischee Film lehnte ich an der Wand und meine Gedanken rasten.Nur war mein Leben kein Film.
Neben mir auf dem Boden lag eine -nachträgliche- Einladung zu Jack's Hochzeit und die Frage ob ich in Begleitung auftauchen würde oder ohne.
Es sollte mich nicht aus der Bahn werfen, aber wir hatten oft davon geredet wie wir heiraten würde. Auch wenn es nur ein Witz war. Es tat weh das jetzt zu lesen. Wie in Trance hatte ich zugesagt. Mit Begleitung und Cyd. Warum war mir nicht klar. Ich hatte keine Begleitung denn ich wusste nicht ob Harry Zeit haben würde - schließlich hatte er immer viel zu tun und es war so kurzfristig.
12.12.
In nur 9 Tagen würde er heiraten - er musste schon seit längerem mit ihr verlobt sein, und trotzdem hatte ich die Nachricht erst jetzt bekommen. Und das er glücklich ist hatte ich auch erst vor kurzem erfahren.
Die ganze Sache überforderte mich.
"Brooklyn bist du hier? Ich hab geklingelt und angerufen aber du bist nicht drangegangen", Harry's Stimme rief nach mir und augenblicklich ging es mir besser. Ich war nicht mehr alleine.
Ich reagierte trotzdem nicht.
"Brooklyn?"
Schritte näherten sich.
"Brookly du weinst ja", Harry hockte vor mir und hicksend stellte ich wirklich fest, dass meine Fingerkuppen feucht waren und glitzerten.Ich wollte schreien und um mich schlagen, weil Jack es immer noch schaffte meine Gedanken zu übernehmen und mich wieder und wieder zu brechen. Und das obwohl ich seit Jahren keine Bindung mehr zu ihm hatte.
Alles in mir raste.
"Lass los Brooklyn. Ich bin hier, lass los.", Harry griff unter meinen Körper und trug mich langsam zum Sofa und kegte mich ab.
Sofort krampften sich meine Finger in den Stoff des Sofas und mein Atem beschleunigte sich.Mein Herz schlug so schnell.
Das Harry da war half. Es war gut nicht alleine zu sein. Ich war es in letzter Zeit trotz Harry und Cyd viel zu oft.
"Lass dich fallen Brooklyn. Ich fang dich wenn du fällst."
Loslassen war schwer. Ich atmete zu schnell und hektisch und ich glaube ich hatte Schluckauf.
Ich war mir nicht sicher.
Und ich wusste nicht auf was ich das alles bezog.
"Brooklyn..."
Harry's Stimme war gebrochen und ich hoffte nur, dass es nicht meine Schuld war.
Menschen waren nicht schön oder fazinierend wenn sie fielen. Nicht so wie Schnee oder Herbstlaub. Es war hässlich. Und ich wünschte ich hätte Harry das ersparren können.
"Ich hab die Einladung gesehen", Harry sprach sanft und trotzdem schluchzte ich,"Warum bedrückt es dich so. L-liebst du ihn noch?"
In dem Moment wurde mir bewusst, dass ich grade dabei war auch Harry zu brechen.
"Nein Harry", ich umklammerte sein Gesicht schon fast krampfhaft und zwang ihn mich anzusehen, "Ich liebe ihn nicht. Lange nicht mehr. Meine Vergangenheit war nur...schwierig.""Erzähl es mir."
Ich rollte mich an seiner Brust zusammen und genoss dass er mich näher zog.
"Meine Kindheit war...schwierig", begann ich und zeichnete wahlos irgendwelche Muster auf seine Haut,"Versteh mich nicht falsch ich hatte viel Spaß und hab es geliebt wo ich aufgewachsen bin, aber...mein Vater war Alkoholiker. Meine Mutter haute mit 6 ab, und lies mich mit ihm zurück. Ein abgestürzte Vaterfigur und ein 6-jähriges Mädchen. Mein Vater war mein Held - ihn Fallen zu sehen war hart. Mit 8 kam ich in ein Heim, Ich hatte keine Familie gehabt. Jack wurde meine Familie. Jack und Cyd. Sie waren alles was ich hatte. Ich -Jack zu verlieren war wie meine Familie noch einmal zu verlieren verstehst du?"
Harry schwieg. Aber das war mir lieber, als würde er mir Mitleid kundtuen. Ich brauchte kein Mitleid.
"Ist okay Brooklyn", Harry strich durch mein Harr und begann mit den Spitzen zu spielen, "Ich bin jetzt da und ich hab nicht vor zu gehen."
Auch wenn dieser Satz trösten sollte, riss er ein kleines Loch in mich.
Er zerbrach mich. Nicht schnell wie wenn ein Glas von der Tischkante fiel und auf dem Boden in tausend Einzelteile zersprang. Es zerbrach mich langsam, und Stück für Stück. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Es zerbrach mich von ihm geliebt zu werden.
Und das tragische war, dass ich trotzdem schon nicht mehr wusste wo er aufhörte und ich anfing. Er nahm mich ein ohne es zu merken.
Und es erdrückte mich, dass Ich ihn nicht so lieben konnte wie er es verdiente.Jede seiner Berührungen war wie ein Feuer nach dem ich mich sehnte. Und trotzdem brannte er mich aus.
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Burned out ||h.s.
FanfictionEr entglitt mir wie Wasser, dass zwischen meinen Fingern durchsickerte. Langsam, aber unaufhörlich und ich wusste, dass ich etwas festhielt, was frei gelassen werden wollte. Aber ich war zu egoistisch um ihm das zu geben, was er brauchte. Ich war zu...