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Hii hier ist Türchen 13 tut mir Leid ich habe es total vergessen, hatte zu viel Stress gehabt. Dafür gibt es jetzt eine etwas längerere Geschichte. Viel spaß beim lesen :**

22.12 steht auf meinem Abreiskalender, der an einer fast leeren Wand meines kleinen dunklen Zimmers hängt. Meinen dicken Pullover zog ich enger an meinen kleinen Körper. Ein Blick aus dem Fenster veriet mir, dass es mal wieder geschneit hatte. Mein kleines Fenster ist ganz vereist. Jedes Kind hier im Heim hat ein einzelnes kleines Zimmer. Es ist nicht sehr groß. Es hat einen Schrank, Tisch, ein Bett,  Fenster und ein Regal. Aus dem Flur hört an gerade wie die Nonnen uns zum Essen in das riesige Esszimmer rufen. Seit Tagen herrscht im Heim nur Chaos. In vier Tagen ist Weinachten und alles muss bis da hin  sauber sein. Meine Aufgaben sind mein Zimmer aufräumen und den Boden meiner Etage mit einer Bürste putzen. Geschenke bekommen wir an Weinachten nie, da das größte Geschenk für uns ist, dass wir alle gesund sind, Frieden auf der Welt und kein Hungern. Seit mehreren  Tagen stehen wir Nachmittags in der Stadt auf den Straßen rum und sammeln Geld für Spenden für Kinder denen es schlechter geht als uns. Ich öffnete die knarschende Holztür meines Zimmers und begab mich runter in das Esszimmer. Die ganz kleinen Kinder des Heims rannten wie verrückte durch die Flure, um was Essen zu können. Ich habe keine richtigen Freunde hier, nur mir Kendra verstehe ich mich ganz gut. Ihr Zimmer ist neben meinem und wir sind im selben Alter. Im Esszimmer angekommen setzte ich mich an einen der langen Tische. Wir wurden immer eingeteil, wann wer den Tisch decken muss und wann wer wo helfen muss. Im Sommer helfen wir oft im großen Garten. Die Nonnen tun alles, damit wir glücklich sind. Auch wenn wir immer in die Kirche gehen müssen, obwohl ich das nicht mag. Deshalb schwänzen Kendra und ich immer und laufen die restliche Zeit durch die Stadt. Da wir so viele Kinder sind, ist es noch nie jemandem aufgefallen. Wie jeden Morgen warteten wir bis alle da sind und fingen mit dem Essen an, nachdem wir gebetet haben und uns bei Gott für das tägliche Brot bedankt haben. 

"bist du fertig Jenna? Es geht in die Kirche" Megan, meine Etagenleiterin kam in mein Zimmer rein. Schnell zog ich mir meinen Parker, einen dicken Schal und meine weiße Mütze mit dem Bommel an. Unten versammelten wir uns in der Eingangshalle. Wie immer bin ich die Letzte. Wie sonst auch immer stehen jetzt zwei Stunden Kiche bevor. Mitten auf dem Weg bog ich wo anders ab und ging in ein Café. Um durch die Stadt zu laufen ist es zu kalt. Ich setzte mich an den noch einzig leeren Tisch. "Was kann ich ihnen bringen?" eine Frau mit blonden langen Haare, die sie sich zu einem Zopf zusammengebunden hatte stand vor meinem Tisch. "Ich nehme eine heiße Schokolade" sie nickte und schrieb es sich auf ihren kleinen weißen Block auf. "Entschuldigung darf ich mich zu ihnen setzen? Es ist sonst nirgendwo frei" Ich hob meinem Kopf. Vor mir steht ein Junge mit blonden Haaren, wo man aber einen braunen Ansatz sieht. Er trägt eine blaue Jacke, einen schwarzen Schal und eine schwarze Hose. Das Erste was mir an ihm auffielen waren seine blauen Augen. "Klar" Er gab mir ein Lächeln und setzte sich gegenüber von mir hin. "Ich hoffe das ist in Ordnung für dich, es gab sonst nirgendwo einen freien Platz" Nervös biss er sich auf seine Lippe. Er zog sich seine Jacke aus und legte sie neben sich auf die gepolsterte Bank. "Ist okay. Ich war eh alleine" Die blonde Kellnerin kam wieder und brachte mir meine heiße Schokolade. "Ich nehme auch eine" sagte der Junge. Die Kellnerin nickte und verschwandt. "Ich bin Niall" "Jenna" "Schöner Name. Was machst du hier alleine?" "Ich drücke mich vor der Kirche" "Warum?" "ich wohne in einem Heim von Nonnen. Bei meiner Geburt hat meine Mutter mich sofort dort abgegeben. Und dort muss man voll oft in die Kirche. Ich finde das langweilig, also schleiche ich mich weg" Niall fing an laut zu Lachen, hörte dann aber wieder auf, weil die Kellnerin kam. "Das tut mir wirklich Leid für dich" "Ach muss es nicht. Ich habe mich daran gewöhnt" "Wie lange habt ihr immer Kirche?" "Zwei Stunden" wieder lachte er. Niall hat ein lautes Lachen, bei dem man immer mitlachen muss. "Ich mag dich Jenna du bist lustig" Ich spürte wie meine Wangen sich rot färbten. "Sollen wir vielleicht noch in die Stadt gehen? nur wenn du möchtest natürlich" "Gerne" Niall legte einen Schein auf den Tisch und zog seine Jacke an. "Du kannst dein Geld wieder einstecken. Ich bezahle für uns" sagte er und schob meine Hand weg. "Nein du musst nicht für mich mit bezahlen, das hier war kein Date oder so" "Na und, ich möchte dir deine heiße Schokolade gerne ausgeben" ich verdrehte die Augen und stecke mein geld wieder zurück in mein Portemonnaie. 

Adventskalender '13Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt