Kapitel 13

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Evelyns Sicht:

Ich klopfte an Leos Zimmertür.

Leo: „Ja?"

Ich öffnete seine Zimmertür und rollte rein.

Leo: „Was gibt's?"

Evelyn: „Hi, ich habe dich vorhin gesehen. Du sahst so happy aus und deshalb wollte ich fragen warum"

Leo: „Ich habe gerade erfahren, dass ich entlassen werde"

Evelyn: „Oha das ist aber schön. Das freut mich"

Leo strahlte mich an. Ich umarmte ihn.

Leo: „Und was gibt es bei dir neues?"

Evelyn: „Nicht viel, ich hatte heute eine Untersuchung und morgen werde ich erfahren ob die Chemo angeschlagen ist oder ob alles umsonst war"

Leo: „Na dann mal viel Glück"

Evelyn: „Danke. Tut mir leid ich muss wieder. Tschüss"

Leo: „Tschüss"

Wir umarmten uns kurz und ich fuhr davon. Keine Ahnung warum, aber ich war traurig. Traurig über meine Vergangenheit und das hier und jetzt. Ich war schon lange unzufrieden mit mir selbst. Ich weiß nicht ob das in dem Alter normal ist aber naja... Ich setzte mich in mein Bett und hörte traurige Musik wie eigentlich immer.

Leos Sicht:

Ich griff zu meinem Handy um Tabea und Emma die schöne Nachricht mitzuteilen. Tabea versprach gleich ins Krankenhaus zu kommen und Emma rastete vollkommen aus. Genau wie ich ich konnte das irgendwie immer noch nicht glauben. Es war der Wahnsinn. Es verging vielleicht eine halb Stunde als es an meiner Zimmertür klopfte. Es war Tabea. Sie rannte zu mir und umarmte mich.

Tabea: „Oh min Gott ist das schön. Ich freue mich so für dich"

Leo: „Und ich mich erst"

Ich hob sie vor Freude hoch.

Tabea: „Und ich habe auch eine gute Nachricht für dich"

Leo: „Noch eine?"

Tabea: „Ja"

Sie deutete auf ihren Bauch. Ich schaute sie nur fragend an. Sie nahm meine Hand und legte sie auf ihren Bauch. Jetzt verstand ich. War sie etwa schwanger? Oh mein Gott das wäre echt wundervoll. Ich umarmte sie ganz fest.

Leo: „Aber das ist ja..."

Mir schossen kleine Freudentränen in die Augen. Aber ich versuchte sie zu verstecken. Tabea wurde Mutter und ich Onkel. Ich konnte das nicht fassen. Wir setzten uns auf mein Bett und besprachen kurz meine Entlassung die, wie ich von Frau Doktor Reusch erfuhr morgen stattfinden sollte.

Kaum war Tabea weg, packte ich all meine Sachen zusammen. Mittlerweile war es schon Nachmittag. Ich beschloss mich jetzt schon von den Anderen zu verabschieden. Ich ging erst zu Toni. Er war gerade auf der Kinderstation und verteilte Kaffee und Kuchen zur Nachmittagszeit. Ich ging auf ihn zu und erklärte ihm alles. Er machte einen Traurigen und überrumpelten Eindruck. Zum Abschied umarmte wir uns lange. Er schlug vor, dass sich der Club heute Abend noch mal auf der Dachterrasse versammelte um mir Tschüss zu sagen. Ich musste sagen, Toni war zurecht der Schlaue. Ich machte mich auf den Weg zu Alex und Hugo. Ich brachte sie auf den neusten Stand. Man merkte richtig wie traurig sie waren.

Zu letzt ging ich zu Evelyn und Kim, die mittlerweile zwei richtig gute Freunde von mir waren. Ich lud sie ein nachher mit auf die Dachterrasse zu kommen. Sie stimmten zu.

Als ich zurück in mein Zimmer kam, lag Jonas wieder in seinem Bett. Ich erzählte ihm von meiner Entlassung und dem Clubtreffen heute Abend. Er klang genau so traurig wie Hugo und Alex. Aber für Toni war das wahrscheinlich am schwierigsten.

Ich packte weiter meine Sachen zusammen und legte mich in mein Bett. Dort holte ich mein Handy rau und schrieb mit Emma. Sie kam nachher auch vorbei.


Thats Life (eine Club der roten Bänder FanFiction)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt