Das ist die letzte "Phase" meines Lebens von der ich euch erzählen werde...
Langsam öffne ich meine Augen.
"Mein Kopf...", ich fasse mir an den Kopf, mein Kopf tut mir weh, als ob ich ihn mir irgendwo angeschlagen hätte. Als ich wieder vollständig zu mir komme merke ich wo ich mich befinde.
"Ach ja, ich bin im Krankenhaus", murrte ich sauer. Natürlich wollte ich nicht hier sein.
Als ich meine Hand von meinem Kopf nahm und mich selbst musterte, indem ich an mir hinab sah, merkte ich zuerst, dass ich im Schlafanzug war.. "Wer hat mir das angezogen?" ..und dann, dass ich Blut an meiner Hand hatte. "Nanu..", diesmal klang meine Stimme eintönig und ich gar nicht über das Blut an meiner Hand überrascht. Dabei war ich sehr überrascht.
Nun entsinne ich mich wieder.
"Du musst therapiert werden"
"Ich will das nicht"
"Das ist leider längst nicht mehr deine Entscheidung"
Kurz darauf bin ich durch den Flur des Krankenhauses gerannt und wollte einfach abhauen, doch Assistenten, die sofort alarmiert wurden versuchten mich aufzuhalten und versperrten mir den Weg.
"Halt sofort an, es hat keinen Sinn wegzurennen, wir wollen dir nur helfen"
"Ich brauche eure Hilfe nicht"
Ich hätte selbst nicht gedacht einmal so zornig und laut schreien zu können.
Dann war ich aus dem Fenster gesprungen, ich wusste, dass ich sowieso nur noch im zweiten Stockwerk war.
Ich sprang.
Leider stieß ich bei meinem Sprung aus dem Fenster gegen einen Laternenpfahl, den ich übersehen hatte und verletzte mich durch den Zusammenstoß so sehr am Kopf, dass ich Ohnmächtig wurde.
Ich unterbrach meine Rückblende, die sich eben in meinem Kopf spielte kurz und fasste mir erneut an den Kopf. Ich konnte Nähte spüren. Ich war genäht worden, dann versuchte ich mich weiter zu erinnern was noch geschehen ist.
Ich stieß bei meinem Sprung aus dem Fenster also gegen den Laternenpfahl und wurde durch den Zusammenstoß Ohnmächtig. Ich fiel also Ohnmächtig zwei Stockwerke tief und verletzte mich dabei erneut schwer.
Das wars. An das hatte ich mich erinnern können. Ich zog mir die Decke vom Körper und wollte aus dem Krankenbett aufstehen, da bemerkte ich die schlimmen Verletzungen, die ich mir durch den Aufprall am Boden noch zugefügt hatte: Ich hatte mir ein Bein gebrochen.
Schon im nächsten Moment kam eine Krankenschwester in mein Zimmer.
"Du bist also endlich wach".
Das war alles was sie sagte als sie das Zweibettzimmer betrat.
Das zweite Bett stand leer und das fand ich eigentlich auch gut so. Ich war gerne alleine.
Die Krankenschwester näherte sich mir nun und tastete mein Bein ab.
"Das wird ein wenig dauern, bis es verheilt", gab sie von sich.
Ich schaute nur. Sonst war ich still.
Das bemerkte die Frau und sprach wieder zu mir, "Deine Eltern haben wir vorgestern gleich Heim geschickt, sie wollten zuerst nicht, weil sie sich Sorgen gemacht haben, da du ja aus dem zweiten Stock gesprungen bist, aber wir konnten sie beruhigen und gestern haben wir sie nach deiner Operation am Bein angerufen und ihnen gesagt, dass es dir gut geht...". Sie lies mich die Wörter kurz verdauen, dann sprach sie wieder, "Komm es gibt Frühstück im Frühstücksraum.
Ich wollte nicht, ich hatte keine Lust auf andere Leute, vor allem waren sie hier alle in meinem Alter.
"Na komm..".
Ich war nämlich nicht in einem normalen Krankenhaus, sondern in einem speziellen, extra für Jugendliche, die sich selbst verletzen und damit zu weit gegangen waren, sodass sie hier her kommen mussten oder Jugendlichen mit Selbstmordgedanken oder für die, genau wie ich, die einen oder mehrere Selbstmordversuche hinter sich hatten.
Die meisten von ihnen sind nicht freiwillig hier. Normalerweise landet man hier erst, wenn man zwangseingewiesen wurde, und das wird man nach einem Selbstmordversuch nun mal.
Ich regte mich immer noch nicht und sagte auch nichts.
"Okay, ich werde den Ärzten sagen, dass du hier isst weil du mit deinem Bein nicht zu gut ins Esszimmer kommen kannst".
Sie scheint also auch was nettes an sich zu haben.
Ich griff nach dem Messer, strich mir ein Brot, die Schwester hatte mir inzwischen das Frühstück ans Bett gebracht und ich fing an zu essen.
Bald müsste ich aber die anderen Jugendlichen kennenlernen und in Therapien gehen, darauf hatte ich keine Lust.
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Mike & Milian | (abg.)
Romance• Abgeschlossen! Milian erzählt von seiner Vergangenheit, tastet sich langsam an die Gegenwart ran. Doch was passiert dann? Milian erzählt von seiner Vergangenheit. Wie er mit Mike zusammen kam und sie sich bei ihren Eltern outeten. Doch seine Verg...
