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Als es an der Tür klingelte, wagte ich mich an die Tür, war aber auch sehr unsicher. "Ob es das Mädchen vom Telefon ist?"

Ich öffnete die Tür und tatsächlich stand ein Mädchen in ungefähr meinem Alter vor der Tür. Ich erkannte sie wieder. Es war das Mädchen aus der Klinik, das mich zuerst verprügelt und dann davor gewarnt hatte, dass ich auf die Ärzte hören sollte.

"Was willst du?", wollte ich, unsicher darüber ob ich sie reinlassen soll, wissen.

"Dir helfen!".

"Womit?".

Das Mädchen betrat einfach das Haus.

Sie ging an mir vorbei und sagte währenddessen:

"Du hast eine große Frage, eine Frage die dich erdrückt, dir zu schaffen macht..!".

"Was meinst du?".

"Wolltest du nicht wissen, warum die Ärzte dir davon abraten dich von Mike fern zu halten ?!".

"Doch, schon. Aber als ob du das wüsstest..".

"Du wirst dich noch wundern, was ich weiß", fiel sie mir ins Wort.

"Mike ist doch mal zur Klinik gekommen, als du ihn heimlich angerufen hast. Er stand dir die ganze Zeit näher als du dachtest. Er hat Abstand von dir gehalten, weil er es dir erstens nicht noch schwerer machen wollte als es sowieso schon war und zweitens durfte er auch nicht zu dir. Aber auch er war in der Klinik!".

"Wie meinst du..?". Ich war geschockt und neugierig zugleich. Ich wollte unbedingt mehr erfahren.

"Auch Mike war krank.. Psychisch  krank!".

Ich konnte nicht verstehen, was sie damit meinte. Mike war doch ein viel fröhlicherer Mensch, als ich selbst und es ging ihm immer gut.

"Hör mir zu", das Mädchen wartete, bis ich ihr in die Augen sah. Dann setzte sie einen ernsten Blick auf und redete weiter, "Die Ärzte wollten dir das aus einem bestimmten Grund nicht sagen, weil es dich fertig machen würde das zu hören!".

Ich war weiterhin ganz aufmerksam.

"Frag bitte einfach nicht, wie ich das alles erfahren habe..", sie blieb ernst, "aber damals als du dich umbringen wolltest....

Ich erinnerte mich noch genau am den Tag.

Sirenen ertönten und ein Wagen parkte vor unserem Haus. Als Mike sah, dass der Polizeibeamte in unser Haus schritt, rannte er sofort auf unser Haus zu. Ein anderer Polizeibeamter hielt ihn allerdings auf.

Mit Werkzeugen schaffte ein Polizist es schließlich die Tür meines Zimmers aufzubrechen.

Das laute Krachen der Tür hatte Mikes Beschützerinstinkt erneut geweckt und er kämpfte sich zu mir durch.

Als Mike oben in meinem Zimmer ankam sah er mich da liegen.. Neben meinem Bett am Boden. Ich konnte kaum atmen, war fast bewusstlos und bekam kaum noch etwas mit, alles was ich hörte war zu dumpf um es zu verstehen und alles was ich sah war zu verschwommen um es zu erkennen. Außer Mike, Mike würde ich immer erkennen, er hatte sich über mich gebeugt. Doch was war danach passiert?

...damals, als du dich umbringen wolltest, hat er dir Schlaftabletten eingeflößt um dir zu helfen", so beendete sie ihren Satz und damit mein Leben, so könnte man sagen, denn mein Herz stand auf einmal still. Ich konnte das nicht glauben.

"Jeder normale Mensch hätte dir geholfen zu leben, aber Mike war bereit alles für dich zu tun. Da du unbedingt sterben wolltest, hat er dir geholfen. Als es niemand bemerkt hatte, hat er, als du am Boden lagst, dir die Tabletten eingeflößt..".

Für mich war es so, als ob meine Welt gerade zusammenbrechen würde. Vielleicht, weil sie es auch tat.

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Mike & Milian | (abg.)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt