Mal wieder trat ich durch die große, schwere Krankenhaustür. Mein Vater lag unverändert auf dem Bett und starrte in der Gegend herum. Ich zog mir den unbequemen Stuhl aus der Ecke und stellte ihn neben das Bett.
„Hallo Dad," flüsterte ich leise und musste schlucken.
„Da bin ich wieder, du bist schon seit einigen Wochen in diesem Zustand und ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Es ist noch schwerer für mich, als ich gedacht hatte. Ich vermisse deine Anwesenheit... Ich vermisse dich..." Ich wollte soeben nach seiner Hand greifen doch ich wurde von der auffliegenden Tür unterbrochen.
„Ach Mister Jeon!" rief ein hereinkommender Mann in einem weißen Kittel. „Ich bin Doktor Cheng, der zuständige Arzt für ihren Vater."
Ich stand auf und gab dem herantretenden Mann meine Hand. „Gibt es etwas Neues?" fragte ich neugierig.
„Ja darüber wollte ich mit ihnen reden... Ihr Vater liegt jetzt schon mehrere Wochen hier und das nicht einmal das erste Mal. Die Wahrscheinlichkeit ist gering das er wieder aufwacht..." sagte er ernst. Ich musste schlucken. „Jetzt liegt es an ihnen, weil es sich die Frage stellt ob sie vielleicht... die Geräte abstellen wollen..." fügte er hinzu.
Plötzlich wurde mir übel, in meinem Kopf drehte sich alles und mir wurde schwindelig. Rückwärts ließ ich mich auf den Stuhl fallen. Ich bekam Schnapp-atmungen und mein Körper wollte den Sauerstoff nicht aufnehmen. Meine Lunge verlangte nach Luft, aber ließ keine rein. Mein Puls raste und ich fühlte mich als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen.
„Wie bitte?" fragte ich, weil ich das Gefühl hatte seine Aussage nicht verstanden zu haben obwohl ich eigentlich jedes einzige Wort klar und deutlich verstand.
„Es tut mir echt leid Mr. Jeon aber wie gesagt es ist ihre Entscheidung." Sagte er verständlich und legte das Klembrett, welches er die ganze Zeit angespannt an seinem Körper hielt, auf einen Nachttisch.
„Ok b-bitte l-lassen sie mich n-noch einmal darüber n-nachdenken..." brachte ich stotternd hervor. Ich war einfach nicht in der Lage anständig zu reden. Ich zitterte am ganzen Körper.
Als die Tür hinter dem Arzt Zuviel, sackte ich über dem regungslosen Körper meines Appas zusammen. Die Tränen flossen nur so über meine Wange. Ewigkeiten lag ich da. Irgendwann weinte ich nicht mehr nur über meinen Vater, sondern über alles und jeden. Ich vergoss alle meine Gefühle in den Tränen, in der Hoffnung, sie würden sie hinfort spülen. Ich bekam nur schwer Luft und dennoch hörte ich nicht auf zu zittern.
Als eine Schwester reinkam und mir Bescheid sagte, dass in wenigen Minuten die Besuchszeit zu Ende sei, versuchte ich meinen Herzschlag im gleichen Einklang wie den Monitor der den Puls meines Vaters anzeigte, zu bringen. Nach mehreren tiefen Atemzügen gelang es mir. Mit meinen Handrücken wischte ich mir die salzigen Tränen von der rosigen Wange. Ich stand auf und ließ langsam, schmerzvoll und zögernd die Hand meines Vaters los. Ich verließ das Zimmer, das Haus, und meinen Vater...
***
Hoffe ihr mögt es^^
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Hidden Love || Jikook
Fiksi PenggemarDieses tiefe Loch, in dem ich mich Tag ein, Tag aus befand. Dieses stechen und diese leere die ich in meiner Brust verspürte. All das konnte ich für kurze Zeit vergessen, als ich dich traf. Leider lief es nicht so wie ich erwartet hatte... Ich und m...
