7 Bekenntnisse

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Es war spät in der Nacht, Stiles war satt, Scott würde wieder gesund werden und Derek und er waren ENDLICH im Bett gelandet.

Halleluja!

Und die verfluchte Warterei hatte sich so was von gelohnt!

Keine Spur von Funktionsstörungen!

Stattdessen Ausdauer, Erfahrung und Einfallsreichtum!

Und obendrein dieser unglaubliche Körper!

Dennoch blieb das vollkommene Glücksgefühl, dass Stiles erwartet hatte aus. Stattdessen beschlich ihn plötzlich ein eigenartiges Unbehagen.

Denn eigentlich wusste er gar nicht, wer der Kerl war, der in diesem Moment neben ihm lag.

Und obwohl Stiles dies bei seinen früheren Liebhabern nie gestört hatte, war es diesmal irgendwie anders.

Derek war lieb zu ihm, verständnisvoll, beinahe zu gut, um wahr zu sein und gerade dieser Umstand war etwas, das Stiles misstrauisch werden ließ.

Herumgestoßen zu werden war ein altbekanntes Gefühl und damit hatte er gelernt umzugehen, aber das was Derek mit ihm machte war neu und er fragte sich nun, wo der Haken war, denn es gab sicherlich einen.

Es gab immer einen!

„Sag' mir, warum du im Gefängnis warst!" wollte Stiles unvermittelt wissen.

Derek sah schlagartig sehr unbehaglich aus.

Aha!

„Muss das sein?" fragte Derek missmutig zurück.

Stiles hob den Kopf und blickte prüfend auf den Älteren hinab:

„Nein, muss es nicht, doch wenn du nichts dazu sagst, bin ich auf meine Fantasie angewiesen. Hast du getötet, Derek?"

Das Gesicht des Angesprochenen verschloss sich nun endgültig, der Mund verzog sich zu einem Strich, die großen Augen wurden zu Schlitzen, deren Blick an Stiles vorbei, in die Ferne gerichtet war:

„Also ja!" stellte der Jüngere sachlich fest und rückte ein von Derek wenig ab:

Dieser schluckte und streckte hilflos eine Hand nach ihm aus:

„Bitte Stiles! Das ist sehr schmerzhaft für mich. Und es ist nichts, was ich dir einfach so erzählen kann. Dazu muss ich sehr weit ausholen. Es geht um meine Vergangenheit, um Verrat, Liebe und Verlust."

Er richtete die Augen wieder auf Stiles und sein Blick hatte einen flehenden Ausdruck angenommen.

Stiles erwiderte den Augenkontakt nachdenklich und sagte dann:

„Also gut, du musst es mir nicht alles erzählen, aber verrätst du mir wenigstens, wen du getötet hast?"

Derek begann, sich mit den Fingerspitzen die Schläfe zu massieren:

„Versprichst du mir, nicht gleich die Flucht zu ergreifen, wenn ich es dir sage?"

Stiles nickte ernst und Derek fuhr fort:

„Es war mein Liebhaber!"

Stiles Augen weiteten sich erschrocken, doch er wich nicht zurück. Im Gegenteil; er legte seinen Kopf auf Dereks Brust, fuhr mit den Fingerspitzen über dessen Oberkörper und wollte lediglich wissen:

„Warum?"

Ein weiteres Seufzen von Derek

„Weil ER sonst MICH getötet hätte. Er war nicht bei Verstand, als er mich angriff und er hat einfach nicht von mir abgelassen, ganz gleich, was ich versucht habe. Ich...ich...ich hatte einfach keine Wahl!"

Beacon Hills 1920Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt