12 In der Falle

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Vorwort:

Triggerwarnung! Gewalt und zwar nicht zu knapp! Sorry!

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Derek hatte schon so eine Ahnung gehabt, dass Stiles nicht kommen würde. Dessen Bekenntnis von heute Nachmittag hatte der arme kleine Kerl mit dem ramponierten Herzen sicherlich schon tausend mal bereut, verkroch sich nun ängstlich in irgendeiner Ecke und geißelte sich selbst.

Wenn Stiles sich bis morgen Mittag nicht bei ihm gemeldet haben sollte, würde er sich auf die Suche nach ihm machen, nahm Derek sich vor.

Er merkte, dass es ihm mehr ausmachte, als ihm lieb war, dass er heute wohl doch keinen Besuch mehr bekommen würde.

Er lächelte traurig, weil ihm klar wurde, dass er wieder einmal bis zu Hals drinsteckte.

Und diesmal vielleicht mehr als je zuvor!

Dieses menschliche Bündel aus Nervosität, Stolz, Todesverachtung, getrieben sein, Leidenschaft, Intelligenz und gut getarnter Verletzlichkeit hatte ihn vollkommen in seiner Hand, zum Teufel!

Hätte Stiles heute nicht vor seiner Tür gestanden, hätte es sicher nicht mehr lange gedauert, ehe Derek sich seinerseits auf den Weg zu ihm gemacht hätte.

Die Zeit ohne diesen Jungen war für ihn beinahe unerträglich gewesen. Stiles damals fortgeschickt zu haben mochte das Richtige gewesen sein, doch Derek war eben keiner von denen, die das Vernünftige taten und damit zufrieden sein konnten.

Sein Herz regierte sein Leben und nicht sein Verstand!

Malia war nicht entgangen, dass Boyd vorhin verschwunden war. Sie wusste, dass er die beiden Jungs warnen würde und war froh, darüber, denn wenn ER nicht gegangen wäre, hätte sie selbst sich etwas einfallen müssen, um Scott und Stiles zu informieren.

Bis zum heutigen Tag hatte sie keine Ahnung gehabt, dass Scott und Stiles Peter hintergingen und Geschäfte mit Deaton machten.

Wie blöd musste man eigentlich sein, um so etwas zu versuchen?

Malia hoffte jedenfalls, dass die Zwei mittlerweile längst über alle Berge wären und Peter sie niemals in die Finger bekäme.

Als Kira hinter sie trat, ihr die Arme um die Hüften schlang, ihren Nacken küsste und sagte: „Es wird ihnen gut gehen, Liebling!" spürte Malia, dass die kleine Mauer, die sie blitzschnell um ihr Herz errichtet hatte, Risse bekam. Sie wischte sich mit dem Handrücken ein paar Tränen fort.

Sie wollte nicht, dass Scott und insbesondere Stiles zu Schaden kämen, doch gab es scheinbar rein gar nichts, was sie dagegen tun konnte.

Außer beten; etwas dass sie nicht mehr getan hatte, nachdem sie die katholische Mädchenschule verlassen hatte, wo sie von ach-so-gottesfürchtigen Nonnen großgezogen worden war, die auch schwere Formen der körperlichen Züchtigung ihrer Schutzbefohlenen für deren Erziehung zu guten Christenmenschen für angemessen und notwendig hielten.


Malia hatte nie wieder eine Kirche betreten, seit sie als Volljährige diesen furchtbaren Ort endlich verlassen durfte, wechselte sogar die Straßenseite, wenn ein Geistlicher oder eine Nonne ihren Weg kreuzten, doch heute betete sie!

Scott schaffte es tatsächlich, ungesehen bei Boyds Hütte anzukommen. In seinem Magen hatte sich eine nervöse Übelkeit ausgebreitet.

Irgendetwas Übles war im Gange und Scott hoffte inständig, dass Stiles wusste, was er tat!

Nun pochte Scott ungeduldig an Boyds Tür, ehe er schließlich eingelassen wurde:

„Hey, Kleiner!" sagte Boyd traurig und da wusste Scott definitiv, dass etwas nicht stimmte:

Beacon Hills 1920Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt