Stiles kniete an der Seite von Scott auf dem Straßenpflaster und strich ihm sachte die blutigen Haare aus der Stirn:
„Ich mache alles wieder gut, Bruder!" versprach er verzweifelt: „Du musst einfach nur wieder aufwachen, bitte, bitte! Und dann mache ich alles wieder gut, in Ordnung?"
Er unternahm den, zum Scheitern verurteilten Versuch, seinen besten Freund aufzuheben.
Derek legte ihm schließlich sanft die Hand auf die Schulter sagte beinahe flüsternd:
„Hey, Süßer! Lass mich dir helfen, ja?"
Stiles schüttelte heftig den Kopf und stammelte:
„Nein...nein...er ist mein Bruder. Ich sorge für ihn...Ich...ich kann das!"
Tränen liefen ihm die Wangen hinab, ohne das er selbst es wirklich realisierte und er versuchte immer noch verzweifelt, Scott hochzuwuchten.
„STILES!" sagte Derek nun lauter, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen: „Das schaffst du nicht! Er ist doch ebenso schwer, wie du selbst!"
Er schob den Jüngeren sacht beiseite, um daraufhin Scotts leblosen Körper so mühelos aufzuheben, als würde er überhaupt nichts wiegen:
„Geh voraus!" wies er Stiles an: „ Ich weiß nicht, wo ihr euer Zimmer habt!"
Wie in Trance lief Stiles voran.
Seine Augen waren glasig, als er sich einmal zu Derek umwandte und murmelte:
„Was soll ich denn nur machen, wenn er tot ist?"
„Er ist nicht tot!" versicherte Derek:
„DAS KANNST DU NICHT WISSEN!" rief Stiles und seine Stimme klang nun schrill:
„Doch, das tue ich! Sein Herz schlägt und er atmet!" gab Derek beruhigend zurück:
„Wirklich?" fragte Stiles hoffnungsvoll: „Woher weißt du das?"
„Ich kann es spüren!" behauptete Derek.
Ein rationaler Teil in Stiles wusste, dass so etwas gar nicht möglich war, doch da gab es einen anderen kindlichen, unschuldigen Teil in ihm, der einfach nur glauben wollte, dass Scott wieder in Ordnung käme und der saß im Augenblick am Steuer.
Oben im Zimmer legte Derek Scotts Körper sanft auf das Bett.
Stiles blickte den Älteren mit schreckgeweiteten Augen erwartungsvoll an.
Derek schloß die Arme um den jungen Mann und küsste seine Augenlider:
„Es wird alles gut werden!" versprach er.
Dann nahm er Stiles Hand und legte sie auf Scotts Herz:
„Fühlst du seinen Herzschlag?"
Erst war Stiles sich nicht sicher, doch dann atmete er tief durch, sein Zittern ließ ein wenig nach und da fühlte er es: Scotts Herz; schwach, aber ganz regelmäßig:
„Wir brauchen Wasser und einen Lappen, um das Blut abzuwaschen!" forderte Derek: „Wir müssen uns einen Überblick verschaffen, wie schwer und wie tief die Verletzungen sind."
Stiles war blass, zittrig und angespannt und sah aus, als würde auch er im nächsten Moment das Bewusstsein verlieren; dennoch nickte er und machte sich auf den Weg.
Inzwischen hatte Derek Scott ausgezogen und hatte damit begonnen, seinen Körper durch befühlen zu untersuchen:
„Bist du Arzt?" fragte Stiles verstört, als er zurückkehrte und es sah:
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Beacon Hills 1920
Fan-FictionDas Jahr 1920. Die Prohibition wurde kürzlich eingeführt. Stiles und Scott sind bereits ihr Leben lang wie Brüder. Kein Wunder: Sie leben in rauen Zeiten, betreiben ein gefährliches Geschäft, befinden sich in ständiger Angst vor ihrem sadistischen B...
