Kapitel 22
Verantwortung
„Du?!", keuchte Sirius perplex auf.
Nervöses Schulterzucken war die einzige Antwort, die er bekam.
„Wieso erzählst du den anderen nicht, was du mir gesagt hast?", forderte Remus und nickte aufmunternd.
„Ich will aussteigen.", sagte Draco Malfoy laut und blickte unsicher in die Runde.
„Du. Draco Malfoy. Willst dich von Voldemort lossagen?", fragte Alice skeptisch.
„Ja. Ich gebe euch alles an Informationen, was ich irgendwie auftreiben kann. Ich werde für euch spionieren, wenn ihr mir im Gegenzug Unterstützung zusagt.", antwortete Draco und schien mit jedem Wort selbstsicherer zu werde.
„Bist du dir da sicher?", fragte Lily vorsichtig, „Hast du überhaupt eine Vorstellung davon, was dir blüht, falls jemand davon erfährt?"
„Ich habe hautnah gesehen, was mit Andersen geschehen ist.", versicherte Draco und schluckte bei der Erinnerung an dessen Tod schwer.
„Wieso willst du es dann trotzdem tun?", fragte Sirius harsch, „Dein Vater ist Todesser, genau wie deine Tante und dein Onkel. Deine Chancen auf Karriere als Todesser sind groß."
„Nein, das sind sie nicht. Und außerdem war das bei dir ja wohl ähnlich. Warum bist du denn kein Todesser geworden?", gab Draco angriffslustig zurück und reckte sein Kinn.
„1 zu 0.", murmelte Tonks Lily zu.
„Wenn du es selbst gesehen hast, warum willst du denn dein Leben riskieren?", fragte Alice laut über das Gemurmel der anderen Ordensmitglieder hinweg.
„Die Antwort darauf ist auch schon die erst wichtige Information.", setzte Draco an und blickte aufmerksam in die Runde, „Es ist nicht mehr der Dunkle Lord, der alle wichtigen Entscheidungen fällt. Wer lebt, stirbt oder einen Auftrag erhält, das alles wird mittlerweile nur noch von Salazar entschieden. Und der kann mich wiederum nicht ausstehen, also bin ich zu euch gekommen."
„Salazar trifft die wichtigen Entscheidungen?", fragte Lily atemlos in die klirrende Stille hinein.
„Ja.", bestätigte Draco und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen ohne dabei einen der Potters direkt anzusehen.
„Wenn Salazar all diese Entscheidungen trifft, was macht dann Voldemort?", fragte Dorcas nachdenklich.
„Gerüchten zufolge schließt er sich meistens in seinem Arbeitszimmer ein und arbeitet an irgendwas großem, aber was genau das ist, weiß niemand.", erwiderte Draco prompt.
„Es ist mutig von Voldemort Harry so bedingungslos zu vertrauen, nachdem er einige Monate bei uns gelebt hat.", wandte Sirius vorsichtig ein und blickte dann auffordernd in Dracos Richtung.
„Weder der Dunkle Lord, noch sein Sohn teilen irgendjemandem mit, warum genau sie tun, was sie tun, allerdings konnte ich über meine Tante in Erfahrung bringen, dass Salazar wohl mehr als nur eine gewisse Abneigung gegen den Orden gefasst hat.", entgegnete Draco vorsichtig.
„Mehr als nur eine gewisse Abneigung?!", wiederholte Sturgis ungläubig, „Was soll das denn nun wieder bedeuten?"
„Es bedeutet, dass Salazar nur von einem Motiv getrieben wird: Rache."
„Rache wofür?", fragte James mit unheilvoller Stimme.
„Kirkshire.", war alles was Draco antwortete.
„Kirkshire. Das ist über ein Jahr her!", rief Lily entgeistert.
„Wieso sollte Salazar Rache für den Tod eines einzelnen Todessers nehmen?", stimmte Alice ihrer Freundin mit gerunzelter Stirn zu.
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Der letzte Potter
FanfictionWas wäre passiert, wenn die Potters Sirius zu ihrem Geheimniswahrer gemacht hätten und Harry deshalb von Wurmschwanz entführt wurde? Und wie wird sich das Leben aller verändern, wenn das Geheimnis um Harrys Verschwinden 16 Jahre später endlich gelös...
