2-Die Kammer

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,,Wo warst du den ganzen Tag?"fragte ich verwundert als mein Bruder den Gemeinschaftsraum betrat.
,,Ich musste noch was erledigen alles gut."murmelte er; mit seinen Gedanken völlig wo anders.
,,In letzter Zeit bist du oft verschwunden, Tom."bemerkte ich und sah von meinem Buch auf.
,,Möglich, aber es ist wichtig."meinte er und wollte in seinem Zimmer verschwinden. ,,Du triffst dich doch nicht mit einem Mädchen, oder?" spekulierte ich und lächelte dabei leicht. ,,Hope, dass ist der größte Mist den du jemals von dir gegeben hast." stellte mein Zwilling fest und kam jetzt doch zu mir.
,,Ich verfolge einen wichtigen Plan. So wichtig, dass ich niemanden einweihen kann." verkündigte er und hockte sich dabei vor mich hin. ,,Ist alles ok mit dir, Schwesterchen?" fragte mein Bruder dann besorgt und schaute mich abwartend an.
,,Es gab immer nur uns und in letzter Zeit gehst du mehr und mehr deine eigenen Wege. Ohne mich."murmelte ich und sah auf die Seiten des Lehrbuches. ,,Du kennst mich, Hope. Und du solltest wissen das ich immer für dich da sein werde."sprach er mir zu und schenkte mir ein Lächeln. Mit der Zeit wurde dies immer seltener.
Tom verbrachte viele Stunden mit seinen Freunden und damit sich mit jeglicher Art von Magie auseinander zu setzten. Er hatte einen ungesunden Drang dazu entwickelt, besser als alle anderen zu sein. Manchmal tat es mir weh das mit anzusehen aber an anderen Tagen konnte ich nicht stolzer darauf sein, dass er mein Bruder war. ,,Stimmt, tut mir leid das ich daran gezweifelt habe. Gute Nacht."verabschiedete ich mich und schenkte auch ihm mein Lächeln.
Tom nickte zum Abschied und lief dann in sein Zimmer. Auch ich beschloss mich Schlafen zu legen.

Mitten in der Nacht wurde ich jedoch aus dem Schlaf gerissen. Irgendwas stimmte hier doch vorne und hinten nicht. Wenn Tom mich aus seinen Plänen raushalten will, dann weil jemand dadurch verletzt werden könnte. Mit einem unwohlen Gefühl zog ich mir etwas bequemes an und lief in den Gemeinschafsraum. Gerade rechtzeitig um zu sehen wie ein dunkler Schatten die Slytherinräume verließ. Schnell schlich ich der Gestalt bis in eines der oberen Stockwerke nach und konnte dann im schwachen Licht einiger Fackeln sein Gesicht erkennen. ,,Tom! Was machst du da?"kam es nun von mir entsetzt und ich trat aus meiner geschützen Ecke hinter einer alten Rüstung hervor.
,,Bei Salazar, wieso treibst du dich so spät in diesen Gängen rum?" schreckte mein Zwilling auf und drehte sich zu mir um. ,,Ich hab jemanden weggehen sehen und bin ihm aus Neugier gefolgt. Dieser Jemand warst du. Also erklär mir lieber was du hier gerade treibst."sagte ich vorwurfsvoll und verschränkte meine Arme vor der Brust. ,,Du weißt du bedeutest mir alles, richtig? Dann wirst du das hoffentlich auch verstehen."murmelte er und zog seinen Zauberstab blitzschnell hervor. Ehe ich reagieren konnte versetzte er mir einen Schlafzauber und ich fiel geradewegs in seine Arme.

Als ich wieder zu mir kam war ich an einem kalten und dunklen Ort. Die Wände waren aus grauem Stein und von grünem moosartigen Pflanzen bedeckt. Der Geruch von Wasser stieg in meine Nase und auf einmal hatte ich einen stechenden Schmerz am Kopf.
,,Hast du mich fallen lassen!" giftete ich ihn an und rieb meinen Kopf.
,,Nein du hast dir weh getan als ich dich den Tunnel runtergewurfen hab um zu wissen wie tief er ist."gab Tom schmunzelnd zu. Ich schenkte ihm ein paar finstere Blicke und stand dann auf um mich besser umsehen zu können.
,,Das war ein Scherz. Wahrscheinlich ist das eine Nebenwirkung von dem Zauber."meinte mein Bruder derweil. ,, Wie lustig. Haha."antwortete ich trocken und verdrehte die Augen.
,,Irgendwie schön aber auch gespenstisch."murmelte ich und schaute mich genau um. Mein Zwilling stand in einer Ecke und lächelte bei meinen Worten. ,,Ich weiß, aber du darfst keinem davon erzählen." belehrte er mich und sah besorgt zu einer Art Tor. ,,Hier ist es sehr gefährlich für Leute die nicht wie wir sind." erklärte er weiter.
,,Was hast du vor? Wenn du mich da raushalten wolltest sicher nichts gutes." kam es nun von mir und ich sah ihn ernst an. ,,Ich lasse es nicht zu, dass diese dreckigen Muggelgeborenen unsere Schule weiter mit ihrer Anwesenheit beschmutzen. Du kennst die Legende von der Kammer des Schreckens?"
erklärte mein Zwilling und sah mich abwartend an. Ich nickte nur.
,,Ich, oder eher wir, sind die Erben Slytherins. In den letzten Wochen war ich nicht für dich da, weil ich diese Kammer hier gesucht und schlussendlich gefunden habe.  Und dann hab ich ihn entdeckt. Aber pass auf du darfst ihm nicht in die Augen sehen sonst stirbst du." meinte Tom und ließ mit einer Handbewegung ein Tor,  am Ende des langen Weges, aufgehen. Mit großen Augen und bedacht darauf nicht in seine Augen zu sehen betrachtete ich das schlangenartige Wesen. ,,Das ist ein Basilisk, oder?" fragte ich und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Das Tier war so groß und es wirkte bösartig. Irgendwie erinnerte es mich an Tom. ,,Ja ist er. Und dank ihm wird unsere Schule bald von muggelstämmigen Zauberern befreit sein." antwortete mein Bruder und trat an das Wesen um es zu streicheln. ,,Komm ruhig her er wird dir nichts tun." sprach er weiter und das musste er mir nicht zweimal sagen. Sofort trat ich an seine Seite und streckte meine Hand aus um über die dunklen Schuppen zu streichen. Einfach der Wahnsinn! ,,Auch wenn ich weiß, dass dir ein Drache vermutlich lieber wäre, musst du zugeben, er ist schon echt cool, oder?" murmelte mein Zwilling lächelnd. ,,Da hast du Recht ein Drache wäre mir um einiges lieber. Schließlich ist dieses Tier auch gefährlicher. Bist du dir wirklich sicher, dass er auf deinen Befehl hört?" wollte ich sicher gehen musste aber dennoch lächeln. Seit dem 3. Schuljahr war meine Faszination für diese majestätischen Tiere von Tag zu Tag gestiegen. Im Unterricht hatten wir sie einmal behandelt und seither hatte ich fast alle existierenden Aufzeichnungen studiert und gelesen. Tom hatte mir versprochen irgendwann mal nach Rumänien zu fahren, da es dort noch die Meisten ihrer Art gab. Darauf freute ich mich schon sehr. ,,Tja um einen Drachen zu sehen musst du bis zu unserem Schulabschluss in knapp 2 Jahren warten. Und keine Sorge er tut was ich will." kurz legte der Slytherin eine Pause ein und schien zu überlegen was er sagen sollte. Das bedeutete wohl, dass er jetzt zu dem brutalen Teil seines Planes kam, von welchem er bereits wusste, ich würde ihn nicht gut heißen. ,,Wir sollten jetzt nach oben, ehe sich niemand mehr auffinden lässt an dem ich seine Macht testen kann. Nicht das ich erwischt werde. Und du, Hope, gehst zurück in die Slytherinräume wo du sicher bist. Du musst nicht mit ansehen, wie jemand stirbt." meinte mein Bruder und sah mich bestimmend an. ,,Ich lass dich das nicht alleine machen, dass solltest du langsam wissen. Außerdem wäre es nicht das erste Mal, dass ich jemanden sterben sehe."protestierte ich sofort. ,,Keine Widerrede! Du tust jetzt einmal was ich sage!" befahl er und schob mich zu einem kleinen Tunnel. Scheinbar ging es von hieraus nach oben. ,,Ok." murmelte ich und kletterte hinauf.

Welcome back, SisterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt