7. Jahr

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,,Ich freu mich ja so, dass du es endlich eingesehen hast!" meinte Ginny und lächelte breit nachdem ich ihr von meiner letzten Begegnung mit Draco erzählt hatte. ,,Witzig. Tom wird mich umbringen. Schlimmer noch! Er wird Draco umbringen." Verzweifelt fuhr ich mir durch das dunkelbraune Haar. ,,Ach komm, so schlimm wird es schon nicht sein." Kurz musste ich über diese Worte lachen. ,,Da liegst du richtig. Es ist viel schlimmer!" Gin legte ihre Hand auf meine Schulter. ,,Hope, du hast uns in den letzten Jahren so oft gezeigt, dass er nicht so ein Monster ist, wie wir alle dachten. Jetzt fang bitte nicht an daran zu zweifeln, ob er es nicht doch ist." Ich sah sie mit meinen grünen Augen an. ,,Ich weiß nicht. Vielleicht hast du Recht! Es ist nur..." Es folgte eine ganze Minute in der meine Freundin darauf wartete, dass ich was sagte und ich nicht wusste was ich sagen sollte. ,,Es ist nur, dass ich sowas noch nie gefühlt habe. Ich weiß, ich liebe meinen Bruder. Für Tom würde ich ohne zu zögern morden und jede erdenkliche Regel brechen. Aber bei Draco ist es ein anderes Gefühl. Bei ihm fühl ich mich einfach sicher und geliebt. Nicht das ich mich bei meinem Zwilling nicht so fühle, aber es ist dennoch anders. Bei Merlin! So ein Chaos an Gefühlen und Emotionen. Und dann ist da noch dieser doofe Fluch, von dem ich nach wie vor nicht weiß, was er zu bedeuten hat." Frustriert versteckte ich mein Gesicht in meinen Händen. Die Gryffindor lächelte leicht und umarmte mich fest. ,,Ich versteh schon was du meinst. Wie wäre es, wenn wir mal über was ganz anderes reden. Das ist dein letztes Schuljahr! Zum letzten Mal die ganzen Fächer belegen; in einem Klassenraum sitzen; und die Chance die Slytherin beim Quidditch verlieren zu sehen. Nimm mir das nicht übel, aber ohne Draco sind die hoffnungslos verloren. Also es hat durchaus Vorteile, dass dein Liebster beschlossen hat der Schule den Rücken zuzukehren." Freudestrahlend dachte der Rotschopf an die bevorstehenden Siege.
,,Sag sowas nicht! Ich bin schon zum zweiten Mal in dieser Situation. Nochmal mach ich den Schwachsinn nicht mit! Aber eines weiß ich, dieses Schloss scheint mich magisch anzuziehen." Gin schmunzelte. ,,Was?" Jetzt lachte sie auf einmal los.  ,,Ist dir bewusst, dass du 14 Jahre deines Lebens in Hogwarts verbracht hast, nur um dir 7 Jahre das Gleiche wie davor anzuhören." Jetzt konnte auch ich ein Schmunzeln nicht unterdrücken. ,,Bei Salazar, dieses Schloss liebt mich offensichtlich." Ginny stimmte nickend zu. ,,Hattest du eigentlich nochmal einen Rückfall? Wegen dieser mysteriösen Kraft in dir und dem Fluch." fragte sie dann leise und kaum hörbar. Fast so als würde alleine das Aussprechen dieser Worte die nächste große Katastrophe der Weltgeschichte auslösen. ,,Nein, nicht wirklich. Ich denke, ich habe es halbwegs unter Kontrolle. Der Gedanke daran, was mit Tom passiert ist nachdem er der Dunkelheit nachgegeben hat, macht mir Angst und er macht mich stark. Denn ich werde alles tun um ihn da raus zu holen um meinen Bruder zurück zu bekommen." Wieder lächelte der Rotschopf. ,,Ich wünsche dir von Herzen das du es schaffst." Dankbar nahm ich ihre Hände in meine und strahlte über das ganze Gesicht.
,,Das weiß ich sehr zu schätzen. Weißt du? Dieses Jahr wird gut enden, dass spühre ich einfach. Ich werde einfach den Unterricht genießen, nebenbei versuchen diesen Fluch zu verstehen und hoffen das Draco doch noch zu uns stößt und den Abschluss mit mir zusammen macht. Das wäre schön." 

Doch die nächsten Wochen hoffte ich vergebens. Mein Slytherin ließ die nächsten zwei Monate nichts von sich hören. Und eines hatte ich in meinem Leben gelernt: Wenn man jemanden vermisst vergeht die Zeit im Schneckentempo. Und genau das wurde mir so wieder einmal klar vor Augen geführt. Doch dann endlich kam ein Brief für mich von meinem Liebsten.

Liebe Hope,

es tut mir von Herzen leid, dass ich mich nicht gemeldet habe. Ich weiß, dass drei deiner engsten Freunde gerade ebenfalls nicht in Hogwarts sind und du dich deshalb sicher noch einsamer fühlst. Aber Ginny ist ja noch da. Die hält dich mit ihren Reden über Potter sicher in Trab.

Unsere letzte Unterhaltung verlief mehr oder weniger gut und ich würde einfach für mich gerne wissen, ob ich auch alles richtig interpretiert habe. Nimm es mir nicht übel, aber du bist wirklich gut darin jemandes Hoffnungen zu zerstören. Deshalb würde ich dich gerne treffen. Und Tom drängt mich auch dazu, da ich dir von ihm auch vieles auszurichten habe. Wir vermissen dich beide und ich hoffe auf eine baldige Antwort von dir.

Welcome back, SisterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt