Kapitel 2 {reflection}

177 103 28
                                    

Es war Montagmorgen als in endlich an meinem Loft angekommen war. Ich liebte es aus meinem Fenster rauszuschauen, um New-York zu bewundern. Leider hatte ich heute wenig Zeit. Schon mittags sollte ich in der Firma sein. 'Wie viel Schlaf hatte ich nochmal? Das klingt doch nach einem Zuschlag?' Mürrisch bewegte ich mich zur Küche, um mir einen Smoothie zu machen. '…und dann gibt es Leute, die jeden Morgen Kaffee trinken.' Ich hörte wie meine Katze aus dem Wohnzimmer kam. "Schatz wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?", sagte ich glücklich und nahm sie auf meinem Arm. Meine Katze war wie ein Seelenverwandter für mich. Ich habe sie seitdem ich aus Ohio weg bin. "Es tut mir leid die letzte Mission dauerte länger als geplant und meine Ausrüstung muss dringend gesäubert werden. Der Typ war so anstrengend.", seufzte ich. Sie schaute mich nur mit ihren strahlenden grünen Augen an. "Aber am Ende konnte ich endlich abdrücken. Jedes Mal ist es so befreiend."
Ich drehte mich im Kreis und legte sie zurück auf den Boden. Während ich anfing meinen Smoothie zu trinken, hörte ich sie schnurren. 'Sollte jemand meiner Katze etwas antun...' Meine Putzfrau Martinez tauchte plötzlich in der Küche auf. "Ihre Tante hat angerufen!", sagte sie mit ihrem typischen Akzent. 'Vielleicht sollte ich keine Mexikaner einstellen, nur weil ihr Essen super ist.' Genervt schaute ich die alte Dame an. 'Ah komm sie kann nichts dafür!'
"Ok danke für die Info. Ich werde erst heute Abend zurückkommen. Bis dahin sollte jemand meine Arbeitsuntensilien säubern.“; gähnte ich und lief in mein Schlafzimmer. In meinem Flur hangen viele Bilder von mir und meinen Freunden. Sehr viele aus Afghanistan und Syrien. Habe ich schon erwähnt das mein Training dort war? Angekommen in meinem Zimmer schmiss ich mich erstmal auf mein Bett. Mein Zimmer war wie mein Loft sehr modern eingerichtet. 'Dich werde ich niemals verlassen!' Am liebsten würde ich einfach meine Playstation anmachen und zocken. Über meinem Bett hing meine Lieblings Waffe und eine Weltkarte. Orte, an denen ich schon war, pinnte ich an.
Plötzlich klingelte mein weißer Wecker auf meinem Nachtisch. Aber mein Blick fiel auf das Notizbuch neben dem Wecker. 'Du musst jetzt einen Strich hinzufügen!' Wie viele waren es wohl schon? Ich entschied mich dieser Situation auszuweichen und mich endlich für die Firma fertig zu machen. Seufzend lief ich zu meinem Ankleidezimmer. Ich zog mir eine hellblaue Bluse, eine schwarze schlichte Jeans und weiße Pöms von Gucci an. Obwohl ich viel Geld hatte kaufte ich meine Kleidung nicht nach Marken. Allgemein war Shopping für mich schon immer anstrengend. Lieber steckte ich mein Geld in mein Labor oder in ein neues Auto. 'Wieso kann ich im Büro keine Sneakers tragen?' Meine hellbraunen Haare, die mir bis unter die Brust gingen, band ich einfach zu einem Zopf zusammen. 'Business woman ist wieder da. 'Ich schaltete mein Smartphone ein und sah das ich unzählige ungelesene Nachrichten hatte. Scheinbar werde ich vermisst. 'Ein produktiver neuer Tag kann starten.'
Gelangweilt saß ich in meinem riesigen eigenen Büro und wartete auf meine Tante. Der Ausblick hier war noch besser als bei mir zu Hause. Endlich hörte ich wie sich die Tür öffnete. Wie immer trug sie ein knie langes Kleid mit passendem Gürtel. Ihre grauen Haare hatte sie nur geglättet. Man kann sagen was man will über Charlotte, aber sie sah für ihr Alter wirklich noch gut aus.
"Also wieso hat das so lange gedauert?", fragte sie direkt und setzte sich gegenüber von mir. Meine Direktheit habe ich von ihr. Sie schaute mich skeptisch an. In ihrer rechten Hand hatte sie schon einen Brandy. "Dieser Typ hat doch mehr ausgehalten als angenommen. Am Ende blieb mir nur noch die Ehefrau Karte. Du weißt, dass ich die Aufnahmen für die Auswertung schon zu geschickt habe. Ich war froh, dass das nicht mein Keller war.", sagte ich gelassen und kippelte leicht mit meinem Stuhl. Auf einmal fing sie an zu grinsen. "Wie immer eine großartige Leistung. Willst du auch einen Drink?", fragte sie mich und lief zum Getränketisch. Ich konnte mein Lachen nicht mehr unterdrücken: ,,Es ist erst 10 Uhr morgens!“ Trotzdem kam sie mit einem Glas für mich wieder. "Irgendwo aber ist es schon Nachmittag.", zwinkerte sie mir zu. Wegen ihr werde ich noch zur Alkoholikerin. 'Du hast einen guten Job gemacht also gönn dir mal was!'
"Das ist aber eine Ausnahme", stellte ich klar und nahm das Glas an. 'Sie hat extra so viel eingegossen. 'Aufmerksam schaute sie mich an, als ich anfing zu trinken. "Der Grund wieso du schon so pünktlich hier seien solltest ist das ich dich mal wieder brauche...Die Aufnahmen gaben uns den letzten Hinweis auf eine sehr extravagante Party mit Leuten, die ausgeschaltet werden müssen.", lächelte sie mir zu, um die Situation zu verbessern. Ich stellte mein Glas auf meinen Schreibtisch ab. „Also soll ich das ganz allein durchziehen unter reichen Psychos, Vergewaltigern und Junkies?", fragte ich und setzte mich gerade hin. 'So eine Mission erfordert längere geplante Strategie!'
Jetzt fing sie an zu lachen: ,, Ah komm als würdest du besser sein? Du tötest und verkaufst Waffen über die ganze Welt. Du stellst sogar selbst welche her! Wir beide wissen, dass du kein Gewissen hast! Du weißt wie zielstrebig unsere Konkurrenz ist. Dieser Auftrag ist sehr wichtig und du bist die einzige, der ich vertrauen kann. Außerdem ist es in deiner schönen Heimat. Wird doch Zeit alle mal wieder zu sehen, oder?", grinste sie mich an. Damit hatte sie meine innere Neugier geweckt, aber das durfte ich nicht zeigen. "Natürlich schätze ich dein Vertrauen in mich. Aber für so etwas brauche ich auch ein paar Leute vor Ort. Leute, denen ich vertraue", sagte ich und schaute ihr direkt in ihre Augen. ,,Verhandelst du gerade mit mir?", grinste sie und nahm wieder einen Schluck von ihrem Alkohol. Ich schaute sie weiter herausfordernd an. 'Sie braucht mich'
"Du hast wirklich von der besten gelernt. Schau dich doch mal an. Na gut, nimm diese hyperaktive Jessica und den zu viel denkenden Jack mit. Ich schicke dir alle Daten zu, denn Morgen findet die Feier schon statt." Ich war kurz geschockt. 'Schon Morgen und dann noch mit Jack?'" Ich glaube es wäre besser für und wenn ich Svetlana mitnehme als Jack. Er ist eine Belastung und nicht geeignet für diesen Job." Dann stand ich auf und wollte ihr hinterherlaufen. Plötzlich blieb sie stehen und fragte skeptisch: ,, Warum ich dachte ich würdet gut zusammen arbeiten? Die Missionen in Syrien sind doch gut gelaufen."
"Schon, aber ich denke er ist nicht der richtige für diese Mission!" 'Ok du bist Tod.' Ich setzte mein Pokerface auf. "Soso alles klar. Meine Entscheidung steht trotzdem Luna. Arbeite doch bitte professionell!" Sie zwinkerte mir offensichtlich zu und verschwand. Verwirrt blieb ich in der Tür stehen. 'Das Biest denkt es weiß jetzt über mein Leben Bescheid.' Genervt seufzte ich und schloss die Tür: ,, Fuck." Jetzt musste ich wohl paar unangenehme Anrufe tätigen. Bis morgen Abend musste noch alles geplant werden. Heute Abend müssten wir schon fliegen. 'Scheiße! Ob die Mexikaner wohl schon meine Ausrüstung gesäubert haben?' Schnell zückte ich mein Handy und wählte Jessicas Nummer. 'Wieso ist ihr Profilbild ein Stripper? Ich sollte besser nicht fragen…' "Hallo hier ist Jessica Cooper. Wem kann ich helfen?", sagte sie zuckersüß. Ich setzte mich auf meinen Schreibtisch. "So formal kennt man dich doch nicht.", entgegnete ich und schaute mein Glas an. "Tja ich muss doch ein Vorbild werden? Wieso rufst du an ich dachte wir treffen uns heute Abend, um in einen extra Club zu gehen und..." "Keine Stripclubs für dich heute! Es ist sehr wichtig Jessica. Wir haben was Großes vor und ich brauche dich und Jack dafür. Schon Morgen findet eine Feier statt bei der das Ziel auftaucht! Du weißt was das heißt. Wir treffen uns gleich zu dritt im Planungsraum. Ruf Jack an und sag ihm Bescheid.", forderte ich sie auf. 'Sollte ich mir einen zweiten Drink holen?'
"Ich habe verstanden! Du willst wirklich Jack dabeihaben?" Natürlich musste diese Frage vorkommen und ich entschied mich eine direkte, kurze Antwort zu geben: ,,Ich nicht aber Charlotte also mach es bitte einfach.“ versicherte ich gereizt und lief mit meinem Glas zum Getränkte Tisch.
'Morgen bin ich wieder in meiner beschissenen Heimat' "Da ist jemand aber nicht gut gelaunt!" Ich konnte ihr Lachen am Ende der Telefonleitung hören. "Wir sehen uns gleich.", sagte ich, um endlich auflegen zu können. Der Besuch in der Heimat wird mir sicher nicht gut tun...
Jessica und Ich saßen schon zusammen im Planungsraum und gingen unsere Optionen durch." Also wenn wir hier reingehen können wir den Weg nicht mehr als Ausgang benutzen.", meinte Jessi und tippte auf dem Raumplan der Villa rum. Konzentriert lauschte ich ihren Ideen. "Ja das Gebäude besitzt zum Glück drei verschiedene große Garagen!", schlug ich vor und schrieb es auf unser Whiteboard. Nervös hörte ich sie sagen: ,, Jack sollte in 20 Minuten hier sein. Also das hat er mir geschrieben." Ehrlich gesagt wollte ich ihn nach wie vor nicht dabeihaben, allerdings durften meine privaten Probleme nicht in unsere Mission hineingezogen werden. In solchen Situationen war Teamwork entscheidend. "Wir müssen alle professionell sein Jessi. Hast du schon unsere Waffenliste gecheckt?"
"Luna denkst du es ist gut für dich dort wieder hin zu gehen. Naja, nach allem was dort passiert ist, würde ich es dir als Freundin nicht…" Sie konnte den Satz nicht beenden, da sich die Tür öffnete. 'Wie lange habe ich ihn schon nicht mehr gesehen?' Genervt schaute er sich um und setzte sich zu Jessi. "Also was haben wir schon?", fragte er desinteressiert, wobei er den Blickkontakt mit mir vermied. "Den Aufbau und den ungefähren Zeitplan.", versuchte Jessi die Situation zu entschärfen. Ich war so sauer, denn ich habe es mir nicht ausgesucht wieder mit ihm zu arbeiten. "Es geht heute Abend schon los?", hackte er nach und schaute mich dabei so komisch an. 'Was für ein Kindergarten´ ,, Ja also reis dich gefälligst zusammen Jack!", sagte ich selbstbewusst und setzte mich zu ihnen.

Mein Verderben Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt