Wie Sirius im Bad während ihrer Umarmung schon befürchtet hatte, änderte Remus' Stimmung sich in den nächsten zwei Wochen nicht. Überraschend war das nicht, immerhin was das nicht Remus' erste Verwandlung; die zwei Wochen vor der nächsten Verwandlung und die erste Woche danach waren immer die schlimmsten. Deswegen versuchten Sirius, James und Peter ihren Freund so oft und gut wie möglich auf andere Gedanken zu bringen. Das funktionierte mal besser und mal schlechter. Mit jedem Tag wurde Remus unruhiger und angespannter und als es dann fast soweit war, war Remus nur noch ein einziges Nervenbündel.
Heute Abend ist es soweit. Immer wieder schwebte Remus dieser Satz im Kopf herum. Er konnte kaum noch an etwas anderes denken, sich zu konzentrieren fiel ihm schwer. Er saß neben James auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum und Peter und Sirius saßen gegenüber voneinander in den Sesseln neben dem Sofa. Sie waren alle, wie so oft, in ein Gespräch vertieft.
,,Samstag ist das nächste Quidditch Spiel, Freunde. Was sind eure Gedanken?"
Sirius sah zu den anderen dreien hinüber, woraufhin James enthusiastisch in die Hände klatschte.
,,Das ersehnte Spiel gegen Hufflepuff! Das wird ein Kinderspiel, nachdem es gegen Ravenclaw so einfach lief! Unsere Mannschaft hat dieses Jahr einfach richtig gute neue Spieler dazugewonnen!"
,,Da sei dir mal nicht so sicher, Potter. Vor zwei Wochen klangst du noch nicht so optimistisch. Bereit, Remus?"
,,Ja, wir können."
Lily lächelte Remus, wie immer, freundlich an. Die beiden hatten sich für heute zum Aufsatz schreiben in der Bibliothek verabredet. Remus stand auf und ging mit Lily auf das Portrait zu, wobei sie sich noch einmal umdrehte als James ihr hinterherrief.
,,Immer schön mit dir zu reden, Lily!"
Lily sah ihn zwar genervt an, aber Remus konnte ein leichtes Schmunzeln auf ihren Lippen erkennen. Als die beiden weg waren, war James der jenige der schmunzeln musste. Grund dafür war Sirius, der Remus mit einem sehnlichen Gesichtsausdruck hinterhergesehen hatte. Er sprach seinen besten Freund aber nicht darauf an, stattdessen kam er wieder zurück zum Quidditch.
,,Ich hoffe unser ach so toller Jäger ist am Wochenende wieder gesund. Sonst haben wir doch schlechte Chancen."
Seitdem James zum Kapitän der Mannschaft gewählt wurde, wollte er nichts vermasseln und machte sich fast jeden Monat an eine neue Taktik für die Spiele ran; selbst in den Sommerferien hatte er viele Stunden mit Taktiken verbracht. Sein ganzer Schreibtisch und sein Zimmer sahen aus als wäre eine Bombe eingeschlagen: überall aufgeschlagene und gestapelte Bücher, Pergamentrollen, Skizzen, Stichpunkte, manche waren zerknüllt, andere an eine Pinnwand gepinnt. Als James' Eltern sein Zimmer in diesen Zustand gesehen haben, hatten sie sich erst gefreut, denn für sie hat es so ausgesehen, als ob ihr Sohn für die Schule lernen würde. Sie erkannten aber schnell das eigentliche Thema des Ganzen. Enttäuscht waren sie jedoch nicht; ganz im Gegenteil, James' Vater hatte sich sogar einige Nachmittage zu ihm gesellt, um gemeinsam an Strategien und Verbesserungen zu arbeiten.
Auch wenn er sich nicht groß für viele Sachen interessierte, war James bei den Sachen, die ihn wirklich interessierten, mit Leidenschaft und Ehrgeiz dabei. Wie zum Beispiel bei Quidditch und bei Lily.
,,Das schaffen wir schon, Krone. Mach dir nicht immer so viel stress."
,,Du hast Recht. Das wird schon."
,,Außerdem sind wir beim Spiel ja auch dabei! Und feuern euch an!"
Peter nickte ihm motivierend zu.
Etwas später gingen die drei Gryffindors dann runter zum See, um baden zu gehen. Das Wetter war seit Wochen einfach nur unglaublich schön: es gab kaum einen Tag an dem die Sonne nicht schien. An manchen Tagen war es fast zu schön, zu warm. James und Peter hatten sich schon entkleidet und standen nur noch in Badehosen da. Peter ging vor ins Wasser zu zwei anderen Gryffindors, während James Sirius fragend anguckte.
,,Kommst du nicht mit?"
James war verwirrt, da Sirius im Gemeinschaftsraum noch so motiviert die Idee Baden zu gehen in den Raum geworfen hatte.
,,Ne, ich setz mich hier hin. Vielleicht komm ich später dazu."
James beließ es dabei, da er wusste, dass Sirius gerade nicht in Rede-Laune war. Er ging also alleine ins Wasser und wurde sofort von einer Gruppe mit allen vier Häusern zu sich gewunken; Wasser-Volleyball stand heute anscheinend auf dem Plan.
Sirius setzte sich dahingegen vor die große Weide und lehnte sich dagegen. Seine Gedanken schweiften immer wieder zu Remus ab. Klar war es normal, dass er so gereizt und nervös war; aber ihn ließ das Gefühl nicht los, dass etwas mehr dahintersteckte. Es war das Einzige, worüber Sirius sich im Moment Sorgen machte; Tag und Nacht.
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These Days {Remus x Sirius}
FanfictionIn Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, lernten sich am 1. September 1971 vier Jungen kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdessen teilten sie auch viele Gemeinsamkeiten... Sie nennen sich selbst 'Die Rumtreiber'. Ein eing...
