Elena wurde in den Wagen geschubst. Der eine Urv band sie am Sitz an Armen und Beinen fest. So konnte sie sie nicht einmal mehr durch ihr Element retten. Warum war ihr das nicht schon früher eingefallen?
Dann fiel ihr ein, dass sie ihr Element nicht benutzen hätte dürfen, da Urven in ihrer Nähe wären, alles gesehen hätten und dann auch über dieses Geheimnis der Erfnurbs Bescheid wüssten.Die Tür wurde zugeschlagen und die Urven stiegen vorne in den Wagen ein.
Elena hätte am liebsten geweint. Die Wunden, die sie durch den Kampf bekommen hatte bluteten und brannten schrecklich.
Das Blut tropfte auf die weißen Ledersitze und hinterließ hässliche braune Muster.Nach etwas zwanzig Minuten Fahrt drehte sich der Urv auf dem Beifahrersitz um.
"Wenn du uns noch etwas über deine Leute erzählen willst, dann tu es, bevor wir dich woanders aussetzen",meinte er.
Elena schüttelte nur den Kopf.
"Wir haben auch noch andere Methoden", meinte er und kam so direkt auf den Punkt. Wie zum Beweis griff er in seine Hosentasche und hielt kurz darauf Elena einen Dolch unter die Nase. Die Klinge war scharf. Das sah Elena.
"Ich habe keine Informationen", sagte sie.
Der Urv setzte die Klinge an ihren Arm. Er drückte am Griff und fuhr langsam Elenas Arm hinunter.Hinter der Klinge quoll Blut hervor und Elena konnte nur schwer einen Schmerzensschrei unterdrücken.
Der Urv schaute sie mit einem triumphierenden lächeln an.
Elena schüttelte den Kopf.
Sie hatte keine Informationen. Was sollten das auch für welche sein?Als sie nach vierzig weiteren Minuten Fahrt und einigen weiteren Wunden an Armen, Beinen, sogar Gesicht und Hals stoppten konnte Elena durch die Scheibe des Wagens große Lagerhallen sehen. Sie waren allesamt alt, verrostet und fielen fast schon in sich zusammen.
Der eine Urv vergewisserte sich, dass niemand in der Nähe war. Der andere öffnete die Autotür, er zerrte Elena aus dem Wagen und schob sie in eine der Lagerhallen.
Innen sahen sie noch schlimmer aus als außen. Ein Teil der Decke war bereits heruntergefallen und die Plexiglasscheiben lagen auf dem Boden verstreut in Scherben herum.
Die großen Wände aus ebenfalls Plexiglas waren mit Graffiti angesprüht worden und das hereinfallende Licht verstreute sich bunt und gedämpft auf dem Boden.Von dem großen Raum, in dem sie standen gingen mehrere Türen ab.
Die rote und grüne Farbe blätterte schon von ihnen ab.
Die Urven brachten Elena in einen Raum mit ehemals roter Türe.
Hinten, an der Wand war ein dickes Rohr, das wahrscheinlich durch jeden der kleinen Räume führte.
Die Urven banden Elena auf dem Rohr fest.
"Du wirst spätestens in zwei Tagen von jemandem abgeholt", meinte der eine Urv,"wenn nicht, dann hast du eben Pech".
Grinsend drehten sich die beiden um, gingen aus dem Raum und durch die große Halle nach draußen.
Elena wartete, bis ihre Schritte verklungen waren, sie die Autotür en zuschlagen hörte und die Reifen auf dem Kies knirschten.
Dann fing sie an zu weinen.
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Die Dunkle Seite
Historia CortaEin Kampf zwischen hell und dunkel. Ein Kampf, unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Das ist der Kampf, in den Elena hineingezogen wird. Als Jägerin auf der dunklen Seite versucht sie ihre Seite vor dem Verderben zu bewahren. Doch der Kampf ist sc...