Kapitel 6 Weitere Tage in der Toskana
„Erzählst du weiter Papi", nuschelt Ludwig und kann kaum noch die Augen offen halten. Ich lächle ihn an und stimme zu.
Wir bleiben an einem Garten stehen, er ist voller Blumen, die wie wild ihre letzten Blüten blühen lassen. Über der Kasse hängt ein Schild: Giardino dei Tarocchi. Ivonne kommt zu unserer Gruppe und erklärt: „Das ist der Gewisse Tarotgarten, er wurde vor einiger Zeit von Niki de Saint Phalle gestaltet. Inspiriert hatte sie der Park Güell, der damals von Antoni Gaudi in Barcelona gestaltet wurde. Wenn ihr mehr wissen wollt könnt ihr gerne fragen. „Woher weißt du das alles", fragt Emanuel sichtlich erstaunt und auch ich sehe sie beeindruckt an. Frau Zunterer legt ihre Hand auf Ivys Schulter und sagt: „ Das hat sie alles in meinem Unterricht in der achten Klasse gelernt. Niki de Saint Phalle ist eine französische Bildhauerin mit amerikanischen Wurzeln. Ihre Meisterwerke waren die Nanas!" Damit beendet sie ebenfalls ihren kleinen Vortrag und zählt alle nochmal durch. „Was sind bitte Nanas", fragt Eloi und sieht uns mit einem blassen Gesicht an. Er kann einem schon Leid tun, aber selbst Schuld wenn man den Alkohol nur so runter kippt.
„Das sind Nanas", ruft Ivonne und blickt die Skulptur vor uns an. Es ist eine riesige Frau mit sehr weiblichen Kurven, großen Brüsten und riesigem Hinterteil. Es sieht so aus als wäre sie eine Art Mosaik, denn kleine ich schätze mal Spiegelchen sind an ihrem Körper fest gemacht und zwischen drin sind hin und wieder kleine und große Sterne zu sehen. Sie ist tatsächlich beeindruckend.
Am Mittwoch haben wir einen Chilltag. Wir dürfen tun und machen was wir wollen, somit fahren wir mit dem Bus nach Volterra. Die Filmstadt von Twilight, wenn es um die Obersten Vampire geht. Volterra sieht genauso aus wie in den Filmen. Okay es klingt komisch, wenn ich als Junge davon rede, denn schlecht waren die Filme in keinster Weise. Wir gehen durch die kleinen Gassen, die mit vielen Blumen geschmückt wurden. Die Mädels hielten bei gefühlt jedem Geschäft und sahen sich die verschiedenen Kleider, Taschen, Schuhe und auch Spielsachen an. Gerade stehen wir vor einem Schmuckladen.
„Hey können wir da rein gehen", fragt Jona und sieht mit strahlenden Augen ins Schaufenster. Ich gehe mit rein, da ich vielleicht eine Kleinigkeit für meine Mama zum Geburtstag finde. „Nico sieh mal die Kette an, ist die nicht schön", ruft Jona und sieht sich eine einfache silberne Kette mit einem Anker an. Sie sieht sich weiter um und meint nachdem sie sich mit dem Verkäufer unterhalten hat: „Meine Mum wird mich umbringen!" Ich sehe sie verwirrt an, als Verena sagt: „Sie lässt sich ein Piercing stechen!" „Oh ja, du wirst Ärger bekommen", rufe ich ihr hinterher, während sie dem Verkäufer folgt. Eine Verkäuferin kommt nach vorn und ich unterhalte mich kurz mit ihr. Die Kette kaufe ich für Jona, sie wird sich bestimmt riesig darüber freuen. Und für meine Mama nehme ich ein kleines Armband mit. Es hat keinen großen Schnickschnack aber ich denke es könnte ihr gefallen. „Nico du Charmeur", lacht Tom, als er die Kette für Jona sieht. Ich lächle und sage: „Ich muss meiner Freundin ja auch mal kleine Geschenke machen!" Wir warten auf die Mädchen. Jona kommt mit einem frischen Ohrring raus und strahlt mich an. Sie bezahlt noch schnell, bevor wir weiter gehen.
Am Nachmittag sind wir schon wieder am Campingplatz. Wir haben eine Pizza mitgenommen und sitzen jetzt am Strand und futtern die Pizza. Die ist aber auch verdammt gut. Nach einem kleinen Päuschen, fragt Jona: „Nico willst du mit ins Wasser?" „Aber natürlich gerne", antworte ich und ziehe meinen neu gekauften Strohhut auf, denn mit der Cap in der Sonne ist es zu warm und ich bekomme immer so schnell einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut. Sie ist schon ein Stückchen vorgegangen, ich renne auf sie zu und hebe sie hoch. Sie schreit kurz erschrocken auf und hält sich an meinen Nacken fest. Während ich ins Wasser gehe, halte ich sie weiterhin in meinen Armen. Ich drücke meine Lippen auf ihre, und danach werfe ich sie ins Wasser. Als sie auftaucht, sieht sie mich rachsüchtig an. Ich drücke wieder meine Lippen auf ihre. Ich merke wie ihre Gefühle augenblicklich umschlagen. Ich lächle, als ich merke wie sie den Kuss erwidert. Sie legt ihre Arme auf meine Schultern um besser hinzukommen. Ich lasse meine Hände an ihrem Rücken hinunter gleiten und ziehe sie so näher an mich. Ihre Lippen trennen sich von meinen, sie sieht mich genervt an und brummt: „Das war so gemein!" „Ich weiß aber du hast mich lieb", schnurre ich und sehe sie grinsend an. „Bald nicht mehr, wenn du so weiter machst", sagt sie, verschränkt ihre Arme und lacht leise vor sich hin. Ich greife mit meinen Händen ihre und hauche ihr einen Kuss auf diese, dann sag ich leise: „Entschuldige meine Liebste, für die Dinge, die ich angestellt habe!" Sie fängt an zu kichern und zieht mich wieder näher an sich. „Komm lass uns eine Runde schwimmen", sage ich und fange an zu schwimmen und Jona schwimmt neben mir her.

DU LIEST GERADE
Love Jona
Teen Fiction"Nein sie ist meine beste Freundin, meine feste Freundin, meine erste große Liebe. Sie wird meine Verlobte, meine Frau und die Mutter meiner Kinder sein. Denn ich liebe sie, so wie sie ist, das wirst du nicht vernichten können!" Nico geht in die zeh...