29 Verloren

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POV DARYL

Als ich aufwachte hörte ich ein klopfen an der Scheibe.
Shit Beißer.
Ich nahm meine Armbrust und ging zur Tür.
Drei Stück. Die hatte ich gestern bestimmt übersehen.
Ich öffnete die Tür und schoss dem ersten einen Pfeil in den Kopf.
Dem zweiten erschlug ich mit der Armbrust und den letzten trat ich gegen den Bauch sodass er nach hinten viel. Als er auf dem Boden lag trat ich auf seinen Kopf und dieser zerplatze.
Das wars. Alle tot.
Ich wollte gerade weiter gehen als ich etwas bemerkte.
Einem der Beißer steckte ein Messer in der Schulter. Ich zog es aus der verwesten Leiche und begutachtete es.
Auf dem Griff war ein großes M eingraviert. Oh shit. Marceline was machst du nur?
Hoffentlich ist ihr nichts passiert.

Jesus p.o.v

Am nächsten Morgen wachte ich ebenfalls schweißgebadet auf. Verdammt, das konnte doch nicht sein. Seit meinem schweren Unfall hatte ich nun schon diese Albträume gehabt oder waren es eher Halluzinationen? Ich wurde noch Paranoid! Das musste ein Ende nehmen. Seufzend stand ich aus dem Bett auf, wobei mir mein ganzer Körper schmerzte. Sofort kamen mir dabei Daryl's Worte in den Sinn. ''Ruh dich aus, Jesus!'' Ach, wenn er doch bloß hier gewesen währe, ich vermisse ihn so schrecklich. Es war kaum erträglich gewesen, ohne ihn war es hier in Hiltop so still geworden. In meinen Gedanken schwelgend stand ich auf und verließ das Zimmer. Vielleicht traf ich ja um die frühe Stunde schon jemanden an. Wenigstens Maggie oder Sascha... ich brauchte einfach jemanden mit dem ich sprechen konnte.

Marceline's p.o.v

Am nächsten Tag, mir war unklar gewesen wie lange ich ohnmächtig gewesen war, wachte ich durch das schmerzen meines Körpers auf. Angestrengt öffnete ich meine Augen und blickte mit dem Gesicht zu Boden geneigt den Terrain an. Rot. Was war auch anderes zu erwarten? Angestrengt zog ich mich nun auf die Knie, was mir wesentlich besser als gestern gelang. Dennoch war es schmerzhaft und anstrengend für mich gewesen. Ich blickte mich suchend um. Bäume, Wald, Moos und Laub... es hatte sich also nichts geändert. Meine von Blut überzogenen Hände griffen nach meiner Schrotflinte, welche glücklicherweise noch da gewesen war. Mein Messer, ließ ich bei einem Kampf zwischen einem Menschen zurück. Bei diesem Gedanken kamen mir wieder die Tränen. Ich hatte einen Menschen umgebracht. Einen Menschen, der von einem Beißer gebissen wurde und lediglich meine Hilfe benötigte. Ich war so paranoid gewesen, voller Panik, dass ich einfach auf ihn ein stach. Ich war ein Mörder gewesen... Daryl hatte recht gehabt. Wenn meine Eltern kriminelle waren, war ich es dann wohl auch. Ich hörte schon wieder dieses bedrohliche knurren, die Angst stieg wieder in mir auf. Ich musste hier weg, sofort. Mit all meiner Kraft zog ich mich auf die Beine, wodurch mir direkt wieder schwindelig wurde. Doch ich kämpfte dagegen an und rannte nun mit zitternden Knien weiter. Rannte förmlich um mein Leben. Jetzt war alleine ich für mein überleben verantwortlich. Meine Kehle brannte bereits nach wenigen Metern, ich brauchte Wasser. Wenigstens einen Schluck. Gelegen kam es mir da, dass ich an ein kleines Bächlein ankam, dessen Wasser klar zu sein schien. Ich prüfte es kurz und tatsächlich war es glasklar gewesen. Ich beugte mich über den Fluss und was ich zu sehen bekam, jagte mir dermaßen einen Schrecken ein, dass ich fast über mich selbst geschrien hätte. Meine Haut gleichte mittlerweile der eines Beißers. Kalkweiß... fast so wie immer. Mein Gesicht war ebenfalls übersäht von Kratzern, Wunden, Blut und Dreck. Meine braune Jeansjacke war von Rissen übersäht und in meiner rechten Schulter steckte etwas spitzes. Ein Stein? Ein Stock? Ich wusste es nicht. Und natürlich mein weißes T-Shirt, welches nun nicht mehr weiß sondern rot war. Ich sparte mir den Blick auf meinen Bauch, wusste ich doch, dass die größte Wunde dort lag. Meine zitternden Hände glitten nun ins kalte Wasser und jagten mir einen scheußlichen Schmerz durch den Körper. Da meine Hände ebenfalls verwundet waren, war das kein Wunder. Ich schöpfte etwas Wasser und trank es schnell, danach füllte ich mir etwas in eine leere Plastikflasche ab.

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