28 In deinen Armen

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Marceline p.o.v

Noch immer lief ich durch den Wald, immer tiefer hinein. Wo ich war wusste ich nicht, ich wollte es nicht wissen. Das, das was gerade eben passiert war.... nein! Nein, ich will das nicht! Ich will nicht mehr daran denken!! Nie wieder, ich bin so ein Monster. Wie, wie konnte ich nur? Wie? Hinter mir hörte ich Geräusche, bedrohliches Grölen. Erschrocken wirbelte ich herum und rutschte dabei unaufhaltsam ab. Taumelnd stürzte ich hinterrücks nach hinten in die Tiefe und purzelte die Schlucht hinter mir schreiend hinunter. Ich versuchte mich während dem Fall noch an der Felswand abzufangen, doch dadurch zog ich mir nur Schürfwunden und Prellungen zu. Nach einer halben Ewigkeit, so kam es mir zumindest vor, schlug ich dann endlich am Boden auf, wo ich auch sofort verstummte.

Noch immer schockiert von den eben geschehenen Ereignissen, zog ich mich über den Boden, versuchte aufzustehen. Ich musste hier weg, sofort! Hier war es nicht sicher, überall waren diese Beißer. Meine Sicht war unklar und verschwommen gewesen, Sterne tanzten vor meinen Augen. Nein, Marceline! Du darfst jetzt nicht ohnmächtig werden, reiß dich gefälligst zusammen! Wo ist dein Kämpferwille nur geblieben?! Mit zusammengebissenen Zähnen versuchte ich mich auf die Beine zu ziehen, doch ich brach direkt wieder in mich zusammen. Ein Schmerzlaut entwich dabei meiner Kehle. Verdammt, dass konnte doch nicht sein. Immer und immer weiter versuchte ich es, bis ich nach einer Ewigkeit endlich auf meinen zitternden Beinen stand. Mir tat alles furchtbar weh, kläglich begann ich weiter zu laufen. Langsam, schwächlich. Ich hatte die Arme um meinen Bauch geschlungen um mir so etwas Wärme zu spenden. Wo war ich hier nur gewesen? Ich wusste es nicht. Hilflos war ich gewesen, ich würde hier sterben. Immer mehr Flüssigkeit verfärbte meine Kleidung, es war Blut gewesen. MEIN BLUT! Ich spürte, wie mir augenblicklich schlecht wurde, ich zu würgen begann. Doch bevor ich mich übergeben konnte oder es hätte verhindern können, klappte ich vornüber zu Boden und verfiel dort gnadenlos meiner Ohnmacht. Ungewiss, ob ich überhaupt in dieser Hölle aus Beißern überleben würde.

POV DARYL

C:"Na los, geh schon! Ich passe hier auf Jesus auf."
scheuchte Carol mich sanft, da ich noch immer keine Anstalten machte zu gehen. Auch Jesus stimmte ihr abermals zu.
J:"Los Daryl, du solltest wirklich gehen."

*************

VERDAMMT! Sie ist wirklich weggelaufen.
Ich weiß ich hab gesagt sie soll sich verziehen aber das war im Eifer des Gefächst.
Jetzt ist Paul sauer auf mich und meine Tochter die villeicht gar nicht meine Tochter ist läuft da draußen im Wald herum.
Langsam mache ich mir Sorgen. Ich suche sie jetzt schon fast den ganzen Tag nach ihr. Ich kann aber auch nicht ohne sie zurück kommen. Paul und Carol würden mir das nie verzeihen.
Gerade als ich begann die Hoffnung aufzugeben sah ich in der Verne einen kleinen Laden.
Als ich an dem kleinen Gebäude ankam versuchte ich durch die Glastür etwas zu sehen, doch die Scheiben waren schon  verdreckt.
Ich klopfte ein paar mal gegen die Tür und versuchte irgend etwas zu hören. Nichts. Nicht ein Mal ein Rascheln.
D:" Marceline?"
Ich flüsterte so leise das es keine unterstehenden Beißer anlocken dürfte, aber noch so laut das man mich im inneren des Lädchens hören müsste.
Als wieder keine Reaktion kam öffnete ich leise die Tür.
Vorsichtig trat ich mit meiner aufgerichten Armbrust ein. Ich sah mich um doch nichts war zu sehen.
Da es schon dunkel war konnte ich nicht viel erkennen und da ich keine Toten Winkel riskieren wollte schaltete ich die kleine Taschenlampe an meiner Armbrust ein.
Ich leuchtete im Raum umher doch es gab kein Lebenszeichen.
Als ich hinter ein Regal leuchtete sah ich eine am Boden liegende blutende Beißer Leiche.
Das war bestimmt Marceline.
Es gab keine Beweise dafür dass sie es war. Aber ich wusste es einfach. Ich konnte es fühlen. Sie war hier.
Doch das Blut war nicht mehr so frisch, das bedeutet das sie spätestens vor einem Tag hier gewesen war.
Ich seufzte. Dan hatte sie einen Tag Vorsprung. Na toll. Dan musste ich mich beeilen. Doch für diese Nacht blieb ich in dem kleinen Supermarkt.
Es würde nichts bringen blind in der Dunkelheit umher zu latschen und Dan selbst gefressen zu werden. Das würde Marceline nicht helfen.

Jesus p.o.v

<<Du bist eine Schande für unsere Familie, Paul! Wegen deiner Sünden musste deine Schwester sterben! Gott sieht es nicht an, dass sich gleichgeschlechtliche Lieben und hat seine Strafe auf deine Schwester übertragen!>> mit einem lauten Schrei und schweißgebadet wachte ich aus meinem Albtraum auf. Verdammt, dass konnte doch alles nicht wahr sein... nicht schon wieder. Ich dachte wirklich, dass diese Albträume nicht mehr vorkommen würden, da hatte ich mich wohl geirrt... Ich spürte wie mir die ersten Tränen in die Augen stiegen.
Ich legte meinen Kopf auf meine Knie und vergrub miene Hände in meinen Haaren.
Wieso musste das alles ausgerechnet jetzt wieder hoch kommen?
Jetzt wo ich mit Daryl so Glücklich war......
Ich wünschte er wäre bei mir, würde mich umarmen und mir sagen das alles gut wird.
Doch ich saß alleine in meinem Bett und weite leise in mich hinnein

Epic in the ApocalypticWo Geschichten leben. Entdecke jetzt