PoV: Michael Rankl
Ich stieß Maudado von mir und stellte mich instinktiv vor ihn. Der Schuss war ins Leere gegangen. Wie in Trance lud ich meine Waffe nach, während mein Blick über das Gelände schwiff. Ich entdeckte schnell die drei Silhouetten, die ein Stück entfernt durch den Waldanfang huschten. "Bleib hier.", befahl ich Maudado und schob ihn ein Stück nach hinten, ehe ich, gefolgt von Chessie und Mikey, auf den Wald zu rannte. Die ersten paar Schüsse setzte ich unüberlegt, einfach in die ungefähre Richtung der Angreifer. Es kochte förmlich in mir. Eine kleine Flamme, die schon fast erloschen ward, hatte nun ein ganzes Feuer entfacht. Wir erreichten schnell den Waldrand und suchten Deckung zwischen dem Gestrüpp, während der Schusswechsel immer gezielter voran ging. Mikey traf als erstes. Einer der drei ging zu Boden und die anderen zwei Feiglinge entfernten sich eilig von ihm. Ich rannte zu dem Verletzten und betrachtete ihn mit einem Hauch von Mitleid. Er war unfähig sich zu bewegen und in seinen braunen Augen spiegelte sich Panik wieder. Zögernd nahm ich ihm die Waffe ab und tastete ihn auf weitere Messer oder ähnliches ab. Er rang nach Luft und presste beide Hände auf die Schusswunde in seiner Seite. Bei dem Anblick des ganzen Bluts wurde mir leicht schwindelig. Ich musste daran denken, was wäre, wenn Maudado hier an seiner Stelle wäre. Mikeys schwere Hand legte sich auf meine Schulter. "Sieh nicht hin, wenn es dir schwer fällt.", raunte er und richtete seine Pistole auf den Kopf des Braunhaarigen, der am Boden liegend die Augen schloss. "Nein, nicht!", rief ich und riss seinen Arm in letzter Sekunde beiseite. Die Kugel bohrte sich in den Waldboden nur wenige Zentimeter neben dem ursprünglichen Ziel. "Was soll das werden Micha? Das ist Rotpilz alias Felix Hardy. Du hast über fünf Jahre deines Lebens aufgewandt um so nah an jemanden wie ihn heran zu kommen, willst du das jetzt einfach weg werfen?", schreit Mikey schon fast und seine Bedenken sind durchaus berechtigt. Mikey ist laut Chessie schon eingie Jahre länger als wir undercover und hat sein ganzes Leben seit er 23 war dem Geheimdienst geopfert. "Vertrau mir.", murmle ich nur, denn mein Kopf ist noch dabei, mich selbst überhaupt von meiner eigenen Idee zu überzeugen. Kopfschüttelnd wandte Mikey sich ab und rannte Chessie nach, die Bergmann, dem Anführer der drei hinterher lief. Ich atmete tief durch, dann rief ich nach Maudado.PoV: Maurice Dovayen
In völliger Schockstarre hatte ich verfolgt wie Chessie, Mikey und Zombey in den Wald gestürzt waren. In meinen Ohren tobte das Schussgewitter und mein Herz war erschüttert von der Ungewissheit, ob nicht eine dieser Kugeln Zombey getroffen hatte. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden die Schüsse weniger und durch die erstickte Luft hörte ich einen dumpfen Schrei. Ich brauchte ein paar Sekunden um zu realisieren, dass mein Name gerufen wurde, doch sobald ich es erkannte, bekam ich kaum mit wie meine Beine mich bereits immer weiter auf die Stimme zu trugen. Keuchend raste ich durch das Gestrüpp und um mich herum knackten die Äste und Blätter, als wäre der Wald selbst zum Leben erwacht. Atemlos kam ich an und erblickte Zombey, neben jemandem am Boden kauernd. "Maudado, du musst ihm helfen.", seine Worte hallten mehrfach in meinem Kopf wieder, bis ich sie richtig verstand. Ich kniete neben dem Braunhaarigen nieder und betrachtete seine Wunde, wobei mich die Erinnerung wie er mich fesselte durchzuckte. Doch ich schob all diese Gedanken weg und konzentrierte mich auf das hier und jetzt. Meine Hände arbeiteten wie von selbst als ich sein Shirt zerriss und einen provisorischen Druckverband anlegte. Der Schweiß rann mir das Gesicht runter, doch ich fühlte mich endlich zu etwas nütze in dem ganzen Wirrwarr.***
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🔵Until We Die [Zomdado FF]
FanficMaurice Dovayen führte ein normales Leben als Assistenzatrzt, bis zu dem Tag, an dem ein geheimnisvoller Patient sein Leben durcheinander wirft. Doch wie sich herausstellt, ist an dem Gedächtnislosen noch mehr gefährlich, außer seinen kristallblauen...