Katelyn POV:
Seit ich um 13Uhr aufgewacht war, lag ich im Bett und schrieb nebenher mit Ryan. Er, die Jungs und ein paar andere Freunde von ihnen, würden sich heute scheinbar treffen um sich einen chilligen Abend bei ihm Zuhause zu machen und er hatte mich gefragt ob ich vielleicht auch kommen möchte. Da ich nicht unbedingt alleine dorthin wollte, fragte ich Megan ob sie mitkommt, worauf sie natürlich auf der Stelle zustimmte.
Sobald alles ausgemacht war, stand ich auf und lief ins Badezimmer, wo ich mich auszog und unter die Dusche stieg.
Nachdem ich fertig war band ich mir ein Handtuch um meinen Körper und rubbelte meine Haare etwas trocken. Ich putzte meine Zähne und cremte mein Gesicht ein, ehe ich mich auf den Weg zurück in mein Zimmer machte. Da ich noch viel Zeit hatte schnappte ich mir nur eine Legging und ein lässiges Shirt.
Gerade als ich dabei war mich fertig anzuziehen klingelte es an der Türe. Voller hektick, zog ich mir mein Shirt über während ich gleichzeitig die Treppen runter rannte.
Ich riss die Tür auf und bekam kein Wort raus als ich Justin vor mir stehen gesehen hatte. "Hast du auch mal vor mich reinzubitten oder willst du mich weiter so anstarren?" fing er an zu lachen.
Meine Wangen erhitzten sich und ich wäre in dem Moment am liebsten im Erdboden versunken. Ich trat bei Seite und ließ ihn reinkommen. "Was tust du eigentlich hier?" sah ich ihn fragend an. Justin leckte sich über die Lippen. "Ich hatte Lust dazu".
---Später
Nachdem Justin und ich was gegessen hatten, setzten wir uns ins Wohnzimmer und sahen Fernseher. Gelangweilt schaltete ich von einem Kanal auf den anderen. "Du hast sogar beim Sitzen einen unglaublichen Arsch shawty" kam es plötzlich von Justin. Geschockt drehte ich mich um und schlug ihm gegen die Brust. "Halt den Mund Justin". "Au wieso schlägst du mich, das war doch ein Kompliment" fing er an zu lachen. Ich verstand wirklich nicht, was daran so witzig war. "Weil du..das war kein.. ach du bist so ein idiot".
"Ach bin ich das?". Plötzlich zog mich Justin zu sich und von einer Sekunde auf die andere waren unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt.
Justin legte seine Hände sanft an meine Wangen und sein Blick wanderte zwischen meinen Lippen und meinen Augen hin und her, bevor er seine Lippen auf meine legte.
Ich zögerte erst einen Moment, bevor ich mich auf den Kuss einließ und unsere Lippen sich synchron zueinander bewegten. Justins Lippen waren so weich und ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass er kein unglaublich guter Küsser ist.
Der Kuss war unbeschreiblich, aber er wurde leider vom Klingeln seines Handys unterbrochen.
Justin ließ von mir ab und ging an sein Iphone während er mir zuzwinkerte und schelmisch grinste "Was ist los bro?". - "Ja ich bin unterwegs bis gleich". Justin stand auf und zog sich seine Jacke über. Irgendwie regte es mich unglaublich auf, dass er so tat als hätten wir uns gerade nicht und den ganzen Mittag miteinander verbracht. Er gab mir noch einen Kuss auf die Wange, ehe er mit einem kurzen "Ich melde mich bei dir" das Haus verließ.
Ich schloß die Tür hinter mir und wusste nicht genau was ich von dem ganzen halten sollte. Ich war kein Mädchen, dass sich schnell auf Jungs einließ. Das war wohl auch der Grund, weshalb ich nur zwei feste Freunde hatte, wenn man Aiden überhaupt als festen Freund dazu zählen kann.
Mein Blick fiel auf die Uhr, die an der Flurwand hing und ich rannte hastig die Treppen hoch.
Es war bereits 20Uhr und Megan würde viertel vor Neun bei mir sein.
Ich schlüpfte in eine schwarze skinny Jeans mit rissen und zog mir ein weißes, trägerloses Top und weiße Chucks über. Mein Gesicht schminkte ich ganz dezent und meine Haare glättete ich.
Unterwegs nach unten steckte ich mir noch schnell meine Creolen an. Ich packte mir meine Lederjacke, steckte mein Handy und meine Schlüßel in meine Jackentasche und machte mich auf den Weg nach draußen, wo bereits das Auto meiner besten Freundin stand.
"Hey sweety geht´s dir besser?" sah sie mich besorgt an. "Ja und jetzt fahr los, ich zeig dir den Weg".
---Später
Ich öffnete die Autotüre um auszusteigen, wurde jedoch wieder auf den Sitz gezogen. "Sag mir erst ob ich gut aussehe" fragte mich Megan aufgeregt. "Meg du brauchst nicht aufgeregt zu sein und ja du siehst gut aus". Sie atmete kurz tief ein, ehe sie mir aus dem Auto, richtung Haustüre folgte.
Die Türe war nicht richtig zugeschlossen also liefen wir einfach rein und begaben uns ins Wohnzimmer. Das Haus war voller Leute, sie hatten alle Gläser in der Hand und angenehm laute Musik lief ihm Hintergrund.
Ryan und die Jungs saßen auf der Couch, nur Justin fehlte. Sie begrüßten mich alle während Marcus dabei war Megan von oben bis unten zu betrachten. "Und wer ist das süße Mädchen neben dir?". Megan lief komplett rot an und ich konnte nicht anders als zu lachen. "Das ist meine beste Freundin Megan" stellte ich sie vor und gab ihr ein Zeichen, dass sie sich neben ihn setzen solle. ich machte es mir neben Ryan gemütlich. Wir unterhielten uns über alles mögliche und lachten die meiste Zeit.
Die Zeit verging und ich hatte bis jetzt eine Mischung getrunken. Ich sah wie die Blicke von den Jungs sich auf etwas hinter mir richtete, also drehte ich mich um, um nachzusehen.
Es war Justin. Mit Bella. Es verletzte mich zu sehen wie bedeutungslos das alles für ihn war.
"Was geht brooo" schrie Mickey wie ein verrückter durch die Gegend. Er hätte wohl lieber bisschen weniger trinken sollen. Alle begrüßten ihn, außer mir. Ich schenkte ihm kein stückchen Beachtung, obwohl ich seine Blicke bemerkt hatte. Sie durchborten mich praktisch schon. Es war nur ein kurzer Moment an dem ich rüber sah. Er machte mit ihr rum. Direkt vor mir.
Ryan hatte die Anspannung zwischen uns bemerkt. "Ist alles in Ordnung?". Ich nickte und schenkte ihm ein kurzes, falsches Lächeln. "Ich muss kurz auf Toilette, ich komm gleich wieder".
Genervt stand ich auf und lief die Treppen hoch, weg von Justin und diesem Miststück.
Ich spürte wie jemand nach meinem Arm griff und umittelbar drehte ich mich um. "Lass mich los" sah ich ihm mit finsterer Miene direkt in die Augen. "Was ist dein Problem" spuckte Justin.
"Was mein Problem ist? Du bist ein dummes Arschloch, das ist mein Problem." Ich musste mich beherschen nicht loszuschreien.
"Benimm dich nicht wie eine Bitch und rede klartext"
"Ach ich bin die Bitch von uns beiden? sagt der, der erst den ganze Mittag mit mir verbringt, mich küsst und dann Abends mit einer Hure hier auftaucht. Fahr zur Hölle Justin" schrie ich ihn an und alle Blicke um uns herum richteten sich auf uns. Justin war, zu meiner Bewunderung mucksmäuschen still und sah mich nur an.
Mit einem rießen Klos im Hals rannte ich an ihm vorbei nach draußen.
--Justin POV:
"Ach ich bin die Bitch von uns beiden? sagt der, der erst den ganze Mittag mit mir verbringt, mich küsst und dann Abends mit einer Hure hier auftaucht. Fahr zur Hölle Justin" schrie sie mich an und alle Leute richteten ihre Blicke auf uns. Ich bekam kein Wort raus. Einerseits machte es mich wütend wie sie mit mir gesprochen hatte und andererseits wollte ich es wieder gut machen. Sie war verletzt, das sah man ihr an.
Katelyn rannte an mir vorbei nach draußen und gerade als ich ihr folgen wollte, wurde ich zur Seite geschuckt. "Du bist so ein Idiot" zischte die Blondine und rannte ihrer Freundin hinterher.
Ryan stand mittlerweile auch schon an der Tür und blickte zu mir. "Ich hab dir gesagt verletz sie nicht, damit meinte ich nicht nur Körperlich sondern auch psychsich. Sie ist nicht eine von deinen Bitches Bieber".
Ich lief ihr hinterher und sah sie an einem Auto lehnend stehen. "Lass uns kurz alleine" forderte ich Megan auf reinzugehen. Sie warf mir nur einen schiefen Blick zu, ehe sie Katelyn irgendwas ins Ohr flüßterte. Kate nickte nur und Megan begab sich wieder ins Haus.
"Katy hör zu -" ich unterbrach mich selber als ich bemerkt hatte wie ihre Augen voller Tränen funkelten. Ich hastete zu ihr und nahm sie in den Arm. Sie versuchte mich wegzudrücken, obwohl sie genau wusste, dass ich stärker war. "Fass mich nicht an Justin"
"Woher hätte ich wissen sollen, dass du die Sache gleich so ernst nimmst" ich bereute diesen Satz jetzt schon.
"Du hast Recht, ich hätte es nicht ernst nehmen sollen schließlich bist du nur ein dreckiger, kleiner Mörder ohne Gewissen und.."
Ihre Worte verstummten als sie ihren Kopf anhob und mir in die Augen blickte. Ich kochte vor Wut.
"Ich schick deine Freundin raus, ihr verpisst euch".
"Und seit wann hast du mir was zusagen?"
---Justin POV:
"Woher hätte ich wissen sollen , dass du die Sache gleich so ernst nimmst?" kam es von Justin. Das war mir zuviel. Ich spürte wie sich mein Herz verkrampfte. "Du hast Recht, ich hätte es nicht ernst sollen. Schließlich bist du nur ein dreckiger, kleiner Mörder ohne Gewissen und.." Meine Worte verstummten als ich meinen Kopf anhob und ihm in die Augen blickte. seine Augen waren fast Schwarz vor Wut und man sah wie er seine Zähne gegeneinander presste.
"Ich schick deine Freundin raus, ihr verpisst euch"
"Und seit wann hast du mir was zusagen?" zischte ich. Brutal packte er mein Gesicht. "Ich weiß ja nicht was du bitch denkst wer du bist. Aber du hast gesehen zu was ich fähig bin, also machst du jetzt was ich dir sage und gehst mir nicht auf die Eier". Ich schnappte tief nach Luft.
"Justin du tust mir weh". Er ignorierte meine Worte und man sah wie die Wut durch seine Augen blitzte. Der Junge der gerade noch liebevoll war verwandelte sich plötzlich zu einer Bestie.
Er ließ von mir ab und machte sich auf den Weg nach drinnen. Kurz darauf sah ich meine Freundin rauskommen. "Kate ist alles-" ich unterbrach sie. "Fahr mich einfach nach Hause Megan.".
---Später:
Katelyn POV:
Megan parkte direkt vor meiner Einfahrt. "Soll ich noch mit rein?". Ich schüttelte meinen Kopf und versuchte keine Gefühle zu zeigen. Klar konnte ich Megan vertrauen, schließlich war sie meine beste Freundin, aber im Moment wollte ich einfach nicht reden.
Megan fuhr los und ich lief seufzend ins Haus. Ich schloß die Türe hinter mir ab. Irgendwas stimmte nicht, aber ich wusste nicht was es war. Ich sah mich leise im Haus um.
"Seht mal wer da ist" sprach eine heisere Stimme plötzlich hinter mir. Ruckartig drehte ich mich um.
Der schwarzhaarige Junge der jetzt direkt gegenüber von mir stand, lächelte schief. "Du bist hübscher als Jake dich beschrieben hatte".
Bei diesem Namen erschauderte ich. Langsam lief ich rückwärts Richtung Küche und hoffte dass ich irgendwie durch die Hintertüre rauskommen könnte. Doch plötzlich wurde mir der Mund zugehalten, die Müdigkeit überkam mich, bevor alles schwarz wurde und ich einschlief.
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Meine Augen gingen nur schwer auf. Ich versuchte meine Arme zu bewegen, aber ich lag gefesselt auf irgendeinem Bett. Ich wollte ruhe bewahren damit ich mich auf diese Umgebung konzentrieren konnte. Es brachte nichts. Der Raum war völlig Dunkel, außer ein wenig Licht dass aus einem kleinen Fenster rein schien. Die Seile bohrten sich in meine Haut und ich schrie immer wieder nach Hilfe. Natürlich wusste ich, es würde nichts bringen, jedoch wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben.
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlagen und irgendein Typ betrat das Zimmer. "Na baby schon wach" grinste er schleimig. Ich zeigte gab keine Reaktion von mir. Der Junge setzte sich neben mich aufs Bett und biss sich auf die Unterlippe während er mich von oben bis unten betrachtete. Er fing an mich anzufassen und kam mir immer näher. Ich fing künstlich an zu lächeln, ehe ich ihm ins Gesicht spuckte. "Fass mich nicht an du wichser".
Er spannte seinen Kiefer an und von einer Sekunde auf die andere spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Gesicht. Mein Brustkorb bewegte sich schnell auf und ab und ich drückte meine Augen fest zusammen um die Tränen zurückzuhalten. Ein schnelles Klicken ließ mich, die Augen öffnen und ich konnte nicht glauben was ich da sah. Mein Körper begann zu zittern.
"Das soll dir eine lehre sein du schlampe". Er drückte das Messer in meine Haut und schnitt mir ins Gesicht und mehrere Male meinen Körper entlang.
Ich fing an lauthals zu schreien und schmiss meinen Kopf nach hinten. Eine Träne nach der anderen floß mir die Wange runter und die Wunden wollten nicht aufhören zu brennen.
Das Blut tropfte mir das Gesicht und meinen Körper runter. Man sah ihm an wieviel Spaß er daran hatte. Er stand auf. "Ich hoffe das ist dir eine leere". Meine Wunden brannten, der Schmerz war unerträglich und ich hatte mir noch nie so sehr gewünscht einfach zu sterben.
