Ich hoffte stark, dass mich jemand finden würde. Hoffentlich bald...
2 Tage hatte der Junge sich nicht blicken lassen. Mir war langeweilig und ich wollte endlich nach Hause. Was war daran so schwer zu verstehen?! Meine Furcht hielt mich auf nicht wieder aus dem Fenster zu springen. Durch ein leises Knacken fuhr ich auf und blickte beängstigt zur Tür. Er war zurück. Langsam ging er auf mich zu und setzte sich neben mich auf das Bett. Sein Blick ruhte auf mir und durchbohrte mich.
"Wo hast du früher gewohnt ?", fragte er mich.
"Warum sollte ich dir das sagen?".
"Sag es oder muss ich dich dazu zwingen!!".
Er funkelte mich böse an.
"Ich komme aus London, wohne seit einiger Zeit bei meiner Tante in Venedig und jetzt bin ich hier", stotterte ich.
"Hattest du einen Unfall mit 6 Jahren?".
"Ja woher weißt du das?".
"Wusste ich es doch, du kannst jetzt gehen.."
"Warum jetzt auf einmal??".
"Ich würde an deiner Stelle gehen, ansonsten überlege ich es mir anders, wir werden uns so oder so noch öfters sehen, Babe".
Natürlich ließ ich mir das nicht zweimal sagen und rannte nach draußen. Auch wenn ich mich nicht auskannte, fand ich eine Straße, die mir in Erinnerung geblieben war. Manche Leute schauten mich perplex und fragend an. Naja man sah nicht alle Tage eine Verrückte herumlaufen, die dreckige Kleidung an hatte und ausschaute wie eine auferstandene Tote. Ich versuchte mich zu konzentrieren und den Weg zum Haus finden. Schließlich fand ich auch die Einbiegung zur Straße, in der das Haus stand. So schnell bin ich noch nie in meinem Leben gelaufen. Meine Lunge brannte und mein Bein ließ beinahe keinen Schritt mehr zu. Was sollte ich Tante Milly und Onkel George sagen, wenn sie mich fragten wo ich war? In der ferne erkannte ich schon das Haus. Die letzten Meter kroch ich beinahe und hielt mich an der Eingangstüre fest. Ich klingelte und klopfte. Mein Herz pochte schnell und es schien so als würde es meine Brust durchbrechen. Tränen kullerten an meiner Wange hinab.
"Omg Mia", schrie Laura, umarmte mich und zog mich hinein.
Tante Milly und Onkel George waren sichtlich froh, mich wieder zu sehen, denn sie hatten sich schreckliche Sorgen gemacht. Luca verschlang mich fast in seinen Armen. Maggy weinte bitterlich und ließ mich ebenso nicht mehr los. Gianni weinte auch in mich hinein und umarmte mich fest.
Ich entschuldigte mich bei allen und ging ins Badezimmer um mich frisch zu machen. Die Badewanne füllte ich mit einem entspannenden Zitronensalz. Es wusch meine Erinnerungen von den letzten Tagen etwas weg und ich beruhigte mich. Ich schlüpfte danach in meine Jogginghose und in einen kuscheligen Pullover.
Auf dem Weg in mein Zimmer lief ich in Finn hinein. Sein Gesicht war blass und seine Augen schienen veraltet. Sein Blick war emotionslos. Ich roch Alkohol. Als er mich erkannte, rieß er mich mit sich in sein Zimmer und drückte mich dort auf die Wand.
"Wo warst du!", schrie er und schaute mich mit einem bedrohlichen Ausdruck an.
"Ich.. hab.. mich ..verlaufen".
"Lüg mich nicht an!".
Sein Blick wurde immer Angst einflössender und seine Fingernägel durchbohrten meine Haut. Ich ließ einen spitzen Schrei los.
"Lass mich, du bist betrunken du weißt nicht was du da tust!".
Als sich mehrere Tränen in meinen Augen bildeten, wurde sein Blick weicher. Er ließ mich los und ich riess mich von ihm weg. Als ich aus seinem Zimmer lief, hörte ich, wie Finn gegen etwas schlug und leise fluchte.
In meinem Zimmer legte ich mich aufs Bett und fing an zu weinen. Mir fiel mein Handy wieder ein. Es lag auf den Nachttischkästchen.
115 entgangene Anrufe, 180 Nachrichte und 150 Nachrichten auf Whats App.
Fast alle Nachrichten und Anrufe galten Finn, Laura und Maggy. Einige Nachrichten waren sogar von Jonas dabei. Doch ich hatte keine Lust im zu antworten. Zwar war ich selbst schuld, denn ich hätte erst gar nicht mitkommen sollen auf dieses Date.
Meine Augen fiele schon fast zu, denn ich hatte in den letzten Tagen wenig oder gar nicht geschlafen. Warum hatte sich Finn solche Sorgen gemacht und war vorhin so aufbrausend? Meine Gedanken kreisten und kreisten und ich fiel endlich in meinen lang ersehnten Schlaf.
"Gourius, bist du das?".
"Mia schön das du mich nicht vergessen hast".
"Also jetzt verstehe ich gar nichts mehr ich dachte du erscheinst nur, wenn ich dem sterben nahe bin?".
"Nein mein Liebes du hast die Aufgabe von uns nicht verstanden, ich kann immer erscheinen in deinen Gedanken, wann und wie ich will".
"Oke, wo sind wir hier?".
"In deiner Traumwelt".
"Also so stelle ich mir sie nicht vor, hier ist es ja nur weiß".
"So sieht es bei jedem aus".
"Eh Gourius kann ich dich mal was fragen?".
"Ja bitte nur zu".
"Ist das Leben vorbestimmt?".
"Es gibt mehrere Ansichten, doch ich glaube das wichtigste ist, selbst daran zu glauben oder nicht, das Leben ist wie gesagt änderbar, man muss nur sich selbst ändern".
"Meinst du das Finn, Luca und Gianni die Wahrheit verdient haben?".
"Jeder hat die Wahrheit verdient Mia, selbst dein größter Feind".
"Das Leben ist so kompliziert Gourius".
"Jedes im Leben hat seinen Sinn ob gut oder schlecht...".
"Hm ja du hast ja recht".
"So meine Liebe ich werde jetzt wieder verschwinden, auf ein baldiges wieder sehen".
"Tschüss Gourius und danke".
Ich erwachte aus meinen Traum. Es war bereits hell. So lange war ich doch gar nicht bei Gourius. Er hatte mir wirklich weiter geholfen und ich hatte einen Entschluss gefasst. Sie würden es erfahren.
Schon sehr bald....
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Never ending
RomanceMein Leben geht den Bach runter! Ihr wollt wissen warum? Tja, meine Eltern lassen sich scheiden, mein Freund hat mich betrogen, mit meiner besten Freundin streite ich nur mehr und meine Note sind im Eimer. Glaubt ihr, dass mir das gefällt mir? Siche...
