Kapitel 7

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Heftiger Wind und Regen peitschten gegen die Windschutzscheibe und machten es mir schwer in der Spur zu bleiben. Mit zusammen gekniffenen Augen und festen griff ums Lenkrad versuchte ich langsam durch den Sturm zu kommen.

„Vielleicht ist es doch besser, dass wir nicht im Apartment sind." überlegte Ava auf dem Beifahrersitz. Sie sah von ihrem Handy auf. „Die Hochhäuser wurden evakuiert bis zum zehnten Stock."

Angesichts der Tatsache, dass ihr Apartment im vierzigsten Stock war, war das eine beeinträchtigte Leistung. Der Sturm war schon seit einer Woche angekündigt und sollte sehr heftig werden. Deshalb war es für mich keine Frage gewesen, die Nacht lieber in meinem Hause zu verbringen. Es war Sturmsicher gebaut und bot mir mehr Sicherheit als ein riesiger schwankender Wolkenkratzer, der einstürzten könnte. Die Lage war ziemlich ernst.

„Ich habs dir gleich gesagt. Der Sturm wird heftig." murmelte ich, ohne aufzusehen.

Sir Karl jaulte zwischen Avas Beinen zustimmend.

Ava tätschelte seinen Kopf. „Und wie praktisch das dein Haus keine zehn Minuten vom Krankenhaus entfernt ist, falls wir gerufen werden."

Ich lächelte matt. „Du wärst am liebsten dortgeblieben, habe ich recht?"

„Hallo, den ganzen Tag im OP stehen und aufregende Notfälle, die durch den Sturm entstehen? Welcher Chirurg liebt das nicht?"

„Suchti." ich verdrehte die Augen und bog an der nächsten Kreuzung ab, nur um eine Vollbremsung zu machen, weil ein herrenloses Fahrrad über die Straße rutschte.

„Wir sollten definitiv von der Straße runter." Ava runzelte die Stirn.

Ich nickte und steuerte zügig die Einfahrt meines Hauses an. Nick war im Dienst und somit im Krankenhaus, weshalb ich den Platz in der Garage ergatterte. Während Ava sich interessiert umsah.

Es war seltsam sie hier zu haben. Wir waren seit einen Monat zusammen und seit sieben Monaten kannten wir uns und trotzdem, war sie noch nie wirklich hier gewesen.

Das Garagentor schloss sich ächzend durch den Wind und die Regenmassen, während ich meine Tür öffnete und Sir Karl über Ava sprang um auf meiner Seite heraus zu springen. Erfreut rannte er schwanzwedelnd einmal um das ganze Auto und bellte. Er erinnerte sich eindeutig an sein früheres Zuhause. Lächelnd sah ich ihn an.

Ava fuhr sich durchs Haar, und war ausgestiegen. Ich klimperte mit dem Schlüssel. „Dann lass uns mal ins warme Stübchen gehen."

Ich schloss die Tür auf und ließ die beiden zuerst eintreten, ehe ich ihnen folgte. Ich schloss die Tür und zeigte Ava wo sie ihre Jacke und Schuhe hinstellen konnte um ihr eine kleine Hausführung zu geben. Sir Karl hatte sich direkt auf seinen Lieblingsplatz der Couch gekuschelt und gähnte herzhaft.

„Du hast es hier sehr gemütlich." gab Ava schließlich zu. Sie hatte anscheinend bemerkt, dass ich hier alles mit Liebe zum Detail errichtet hatte. Das hier sollte mein persönliches Zuhause werden. Nick hatte zum Glück einen ähnlichen Geschmack und immer, wenn ich hier eintrat fühlte ich mich Pudelwohl.

Und vor allem, war meine gemütliche warme Einrichtung ein sehr starker Kontrast zu Avas eher schlicht sterilen, farblosen Apartment.

Sie strich über die Bilderrahmen im Flur, die zu den Schlafzimmern führten. „Man merkt, dass du es eingerichtet hast."

„Es sollte ja auch mein Zuhause werden. Mein Zufluchtsort zum Wohlfühlen." ich strich über ihre Hüfte, ehe ich in die Küche trat. Sie folgte mir.

„Soll ich uns etwas zu essen machen, so lange der Strom noch funktioniert?" ich sah kurz aus dem Fenster. Der Sturm peitschte übers Haus hinweg.

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