Ich lehnte am Türrahmen des Krankenzimmers und betrachtete lächelnd das Geschehen. Meine Schwestern die um Snows Bett standen und unseren Bruder in Herfjǫtur Armen bewunderten. Und gratulierten. Snow, die sichtlich erschöpft aber auch glücklich wirkte und unser kleiner Bruder. Liam Jordan Amon Blake-Bodvarsson. Der kleine Mann stahl jetzt schon allen die Show mit seinen braunen locken und den Augen die sich nicht zwischen braun und grün entscheiden konnten.
„Sofia, komm her." Herfjǫtur sah lächelnd auf.
Ich löste mich vom Türrahmen und trat ein. Die Augen meiner Mutter funkelten, als sie mir meinen Bruder in die Arme legte. Überrascht sah ich sie an, ehe ich auf den kleinen Mann sah, der sich mit seinen kleinen Fingern an mir festkrallte und zufrieden am Schnuller nuckelte. Als ich meine Hand an ihn legte, griff er mit einer Hand meinen Finger und hielt ihn feste. Oh man, er war wirklich süß.
„Er mag dich." kommentierte Snow.
„Bei uns anderen hat er gequengelt." sagte Riley amüsiert.
Ich grinste. „Ich bin Kinderärztin. Kinder lieben mich."
Meine Eltern warfen sich Blicke zu, die ich nicht verstand. Wie eine geheime Konversation, ehe sie sich wieder an mich und Liam wandten. Der meinen Finger nicht loslassen wollte.
So viel war in den letzten Stunden passiert, ich hatte gerade genug Zeit gehabt zu duschen, damit ich nicht nach Algen und allem stank, da waren wir sofort hier her gerufen worden um unseren Bruder zu begrüßen.
Und nun genoss ich meine Zeit mit der Familie in vollen Zügen. Dr. Blume meine Chefin hatte mich erfolgreich wieder eingestellt, da sie selbst Mythosnachkommin war und wusste wie das lief. Ich würde meinen Job also wieder weiter machen können. Zumindest so lange es noch ging. Ich wusste nicht wie es aussah, wenn ich Anführern wurde, aber ich war gewillt eine Einigung zu finden. Chirurgin und Heilerin war mein hauptsächlicher Beruf. Da half es auch nicht, wie meine Schwestern brühwarm von dem fantastischen Kampf sprachen, den ich abgeliefert hatte. Ich ließ sie erzählen und knuddelte viel lieber mit Liam. Der hatte jetzt schon mein Herz gestohlen, genauso wie Toby.
Als die Besucherzeit endete, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und ich machte mich auf den Weg eine Etage höher. Auf den Weg zu Harrissons Zimmer.
Vor dem Zimmer entdeckte ich ein paar der Anfänger.
„Unglaublich das Biest, sieht so friedlich aus, wie sie da liegt." erklärte einer der Anfänger und sah durchs Fenster am Zimmer.
„Man könnte sie schon fast mögen." witzelte ein anderer.
„Bitte nicht. Das Biest ist gruselig. Ich weiß nicht wie Dr. Blake sie aushält. Sie ist viel zu freundlich und nett."
„Wie die Schöne und das Biest."
„Oh ja." kicherte der dritte. „Wir sollten die Zeit genießen in der sie da so liegt und uns nicht herum kommandieren kann."
Ich zog die Augenbrauen hoch und machte mich mit einen räuspern bemerkbar.
Die drei fuhren herum. „Oh Dr. Blake."
„Ich würde es befürworten, wenn Sie Ihre Pause eher damit verbringen, sich auf ihre Zwischenprüfung vorzubereitet, anstatt vor dem Fenster von Dr. Harrisson zu lästern. Aus Ihnen sollen doch Ärzte werden, dann benehmen Sie sich auch wie welche und nicht wie ein kindlicher Lästerhaufen." ich trat auf sie zu. „Wenn ich Sie noch mal hier sehe, dann sorge ich dafür, dass Sie die nächsten drei Monate keinen OP mehr sehen."
Die drei murmelten eingeschüchtert eine Entschuldigung und flüchteten. Ich schüttelte seufzend den Kopf und trat ins Zimmer.
„Hast du die Geier verscheucht?" kam es rau vom Bett.
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Zuhause für zwei
RomanceTeil 2 von Herzklopfen für zwei. Sofia kann ihr Glück kaum fassen. Nicht nur hat sie endlich ihr Glück gefunden, nein, gleichzeitig hat sie auch scheinbar die Frau fürs Leben gefunden. Doch aller Anfang ist schwer, dass müssen die beiden schnell fes...
