„Sie können nicht einfach in den Raum, er ist besetzt."
„Doch kann ich, da drin ist meine Frau." brummte ich und drückte die Tür schwungvoll auf.
Im selben Moment fuhren Ava und Dr. Graham hoch. Ava saß wie schon beim letzten Mal auf dem Tisch, während Dr. Graham ihren Stumpf berührte. Ich hatte mich also nicht versehen. Ava hatte nur noch ein Bein.
„Sofia raus!" fauchte sie auch sofort.
„Nein." ich trat ein und sah Dr. Graham feste an. „Lassen Sie mich bitte mit meiner Frau alleine."
„Wir sind mitten in einer Behandlung." sagte er.
Ich kniff die Augen zusammen. „Soll ich ihrer Frau petzen gehen, das sie sich heimlich Snacks nehmen, weil sie nicht kochen kann?"
Er wurde rot und murmelte etwas. „Also schön." mit den Worten trat er aus dem Raum heraus und ließ uns alleine.
Ava knurrte. „Geh raus."
Ich sah sie feste an. „Nein."
Hastig zog sie sich die Decke über das linke Bein.
Ich trat auf sie zu und sah sie feste an. „Ist das der Grund, warum du so heftig auf Berührungen an dem Bein reagierst?" Ich deutete auf die Prothese die an ihrer Seite lag.
Sie starrte ins Leere. „Sofia geh einfach."
„Nein, ich werde nicht gehen." ich machte noch einen Schritt auf sie zu. „Wir führen jetzt eine Beziehung, wir müssen ehrlich zueinander sein."
Sie biss sich auf die Lippe und sah mich noch immer nicht an. Und auf einmal hatte ich das Gefühl, einer ganz anderen Seite von Ava gegenüber zu stehen. Eine Seite die Unsicher war.
„Wann ist es mit deinem Bein passiert?" fragte ich leise und legte behutsam die Hand auf ihren Arm. „Ich will nur deine Reaktion verstehen."
Sie seufzte schwer. „Bei einen Bombenanschlag im letzten Krieg den ich mitgekämpft habe. Ich wollte eine Gruppe von Unschuldiger beschützen und wurde erwischt."
„Aber du hast sie gerettet?"
„Ja." sie nickte.
Ich lächelte leicht. „Es ist also kein Grund sich zu schämen."
„Ich schäme mich nicht." fauchte sie auf einmal.
Ich sah sie überrascht an. „Dann zeig mir dein Bein."
„Nein."
„Doch."
„Nein."
„Du wirst es irgendwann müssen. Wir sind zusammen." ich sah auf die Prothese und nahm sie in die Hand. Sie war einem echten Bein nachempfunden und fühlte sich auch so an. Aber es war keine Normalsterbliche Prothese. Diese Prothese wurde aus den Materialien, der Götter zusammengestellt. „Sie sieht aus, wie die meiner Mutter."
„Deiner Mutter?" zögernd sah sie mich an.
Ich nickte. „Herfjǫtur hat ihr Bein bei einem Ausflug im Tartarus verloren. Für ihre Heldentat, haben die Götter ihr eine Prothese geschenkt, die wir ihr originales Bein aussah und sich so anfühlte. Nur das sie selbst kein Gefühl darin hat und das Bein, ab der Prothese eben kühl ist. Aber durch die Göttermagie sieht die Prothese unglaublich echt aus. Kein Sterblicher kann das so genau hinbekommen. Deine sieht genauso aus." ich musterte sie interessiert.
Ich bemerkte ihren Blick auf mir. „Meine Prothese ist ein älteres Modell. Vermutlich der Vorgänger."
„Meinst du?"
Sie nickte. „Es hat noch ein paar Fehler, die die Prothese deiner Mutter vermutlich nicht mehr hat. Ich kann das Bein nicht länger als 48 Stunden tragen, ehe es mir schmerzen bereitet. Deswegen muss ich es ab und zu abnehmen."
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Zuhause für zwei
Storie d'amoreTeil 2 von Herzklopfen für zwei. Sofia kann ihr Glück kaum fassen. Nicht nur hat sie endlich ihr Glück gefunden, nein, gleichzeitig hat sie auch scheinbar die Frau fürs Leben gefunden. Doch aller Anfang ist schwer, dass müssen die beiden schnell fes...
