„Liam ist das nicht ein wunderschöner Tag?" lächelnd sah ich erst in die Sonne und dann meinen kleinen Bruder an.
Der einjährige Lockenkopf lachte verspielt und zeigte nach vorne. Ich folgte der Richtung seiner kleinen patsche Händen, in denen er seinen Lieblingsteddy hielt. „Na!" rief er aufgeregt aus.
Ich schmunzelte, wir standen vor dem Krankenhaus. Ich hatte gleich Schichtbeginn und der kleine Mann kam in den Kindergarten für Krankenhausmitarbeiter. Aber es war nicht das was ihn so aufgeregt werden ließ, sondern eine gewissen Chirurgin die mit wehendem Kittel und Krankenhauskleidung auf uns zu marschierte. Im Sonnenlicht wirkte ihre Haut blass und ihre rötlich kurzen Haare extremer. Doch sie waren nichts zu ihren wunderschönen Augen. Diese verdammt intensiv grünblauen Augen, die mich ständig um den Verstand brachten.
Ich grinste mindestens genauso wie Liam. „Da ist ja Tante Ava."
„Na!" rief er erneut aus.
„Hey ihr zwei." Avas raue so vertraute Stimme war Musik in meinen Ohren.
„Na!" Liam streckte seine kleinen pummeligen Arme aus.
Ich zog eine Grimasse, als Ava ihn seufzend auf ihren Arm nahm. Sofort war der kleine zufrieden und spielte mit dem sorgfältig geglätteten Kittelkragen. Ava strich ihm sanft durch seine Locken, ehe sie sich mir zuwandte. „Ich kann dich gleich bei einem neuen Patienten gebrauchen."
„Ein Kind?"
„Frisch Geboren um genau zu sein. Hat vermutlich einen Herzfehler. Wir müssen Operieren, aber ich brauche eine kompetente Kinderchirurgin."
„Na wo du die wohl herbekommst?" neckte ich sie und unterdrückte den Drang ihr einen Kuss auf diese wirklich wunderschönen Lippen zu geben. Wir standen vor dem Eingang und hier liefen Patienten und Besucher herum.
Ihre kühle Miene, durchzog ein kurzen zucken ihrer Lippen, als sie versuchte ein lächeln zu unterdrücken. „Das war gar nicht so schwer. Ich kenne da nämlich eine Kinderchirurgin. Sie kann zwar nicht mit meinem Genie mithalten aber...aua." Sie rieb sich den Arm, an dem ich sie sanft geschlagen hatte.
„Du bist eine Idiotin, Ava Hope." mahnend sah ich sie an.
Nun lächelte sie doch, zwar nur kurz, aber wunderschön. „Na komm, bringen wir den kleinen Kerl hier in die Spielgruppe, damit du arbeiten kannst."
„Du hast gut reden, du hattest Nachtschicht."
„Ja und ein 18 Stundenschicht. Das heißt ich habe heute Abend mit dir aus und wir können gemeinsam nach Hause. Falls nicht noch ein Notfall reinkommt." erklärte sie sachlich, während wir in das Krankenhaus eintraten und mir sofort der Vertraute Geruch nach Desinfektionsmittel entgegen schlug.
„Du bist ja gut gelaunt." stellte ich mit schmunzeln fest.
„Na ja, heute ist Operationstag. Die Tage liebe ich. Eine OP nach der anderen..."
„...und kaum Kontakt mit den Angehörigen der Patienten, weil du fast die ganze Zeit im OP stehst." führte ich für sie aus.
Zufrieden nickte sie, während ich die schiefen Blicke vom Krankenhauspersonal an der Rezeption bemerkte.
Ich seufzte. „Es wird immer noch wegen Liam über uns geredet."
„Dann lass sie doch reden, Liebling. Außerdem glaube ich das es eher weniger wegen uns ist, als deswegen, dass ich ein kleines Baby halte."
Nun musste ich wieder schmunzeln. „Stimmt, du bist ja das gefühllose Biest. Eine OP-Maschine. Da passt es nicht in deren Köpfen, dass du ein kleines Kind halten kannst und eigentlich gar nicht so gefühllos bist."
„Für letzteres wäre ich dir dankbar, wenn das unter uns bleibt."
„Natürlich, Dr. Harrisson." ich sah sie todernst an.
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Zuhause für zwei
RomanceTeil 2 von Herzklopfen für zwei. Sofia kann ihr Glück kaum fassen. Nicht nur hat sie endlich ihr Glück gefunden, nein, gleichzeitig hat sie auch scheinbar die Frau fürs Leben gefunden. Doch aller Anfang ist schwer, dass müssen die beiden schnell fes...
