Kapitel 8.1

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Mit dröhnendem Kopf kam ich langsam zu mir. Ich hatte das Gefühl, ein Auto wäre über meinen Schädel gefahren. Ich wollte die Hand heben und an meinen Kopf fassen, doch irgendwie waren sie fest. Ich blinzelte und stöhnte schmerzhaft bei dem grellen Licht, das auf mich gerichtet war. Blinzelnd versuchte ich mich zu Orientierung. Ganz langsam hob ich meinen schmerzenden Kopf. Ich saß in einer Art Zahnarztstuhl. Meine Arme waren auf den Armlehnen mit Metallringen fest gemacht. Ich riss daran, doch nichts passierte. Und auch meine Beine waren unbeweglich gemacht worden. Verdammt.

Meine Kleidung war noch voller Blut, aber meine Wunde war am heilen und blutete nicht mehr. Das war schon mal gut.

„Na sieh mal an, wer wach ist." ertönte Davids Stimme.

Ich blinzelte und sah mich um. Ich war in einen dunklen Raum. Den Geruch und der schattenhaftigen Umgebung nach zu urteilen, ein Bunker oder Fabrikgelände. Ein einziges grelles Licht war auf mich gerichtet, sowie eine Kamera. Sie stand direkt vor mir und nahm auf. Ich runzelte die Stirn und versuchte das beunruhigende Bauchgefühl zu ignorieren.

„Was hast du mit Angel und Emma gemacht?" brachte ich hervor.

David lachte und trat aus den Schatten. Jetzt wo ich ihn genauer sah und ohne dicken Wintermantel, wirkte er noch beängstigender. Er war mindestens zwei Köpfe größer und breit wie ein Türsteher. Durch seine kurzen Ärmel, seiner schwarzen Rüstung, platzen seine breiten Arme fast. Er war viel zu muskulös. Ich schluckte, als ich seinen hasserfühlten Blick aus den Augen begegnete. Augen, die Ava so ähnlich waren. Alles an ihm, brachte meine Instinkte zum toben. Als wüssten sie ganz genau, dass das dort ein Drachenjäger war.

Sein widerliches grinsen machte es nicht besser. „Ich? Gar nichts. Das war nur die Arbeit deiner geliebten Tante. Wie war noch mal ihr Name? Callista?"

„Unmöglich!" brachte ich hervor.
Er grinste. „Ach komm schon, sie hat dich selbst gewarnt, dass sie böse ist. Und du hast ihr trotzdem geglaubt. Du bist ein naives kleines Kind. Sie musste nur den perfekten Moment abwarten und bumm." er vollführte eine Geste. „Du hast den Eispfahl in Emmas Brust doch gesehen."

Ich konnte ihm nicht glauben. Es ging nicht. Callista konnte das nicht gemacht haben. Sie würde uns das nicht antun. Sie wollte doch nur Vergebung.

David beugte sich zu mir herunter. „Du armes kleines Drachenbaby, hast nicht auf die Warnung deiner eigenen Mutter gehört. So dumm und naiv. Ich musste nur einen Zeitpunkt abwarten in dem Ava mal nicht die ganze Zeit um dich herumschwirrt und schon war der Plan geschaffen." er lächelte auf unheimliche Weise. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal eine Tochter der berühmt berüchtigten Snow Blake vor meine Finger bekomme und sie quälen darf. Ich würde dich ja töten, aber ich habe noch Verwendung für dich."

Ich bekam eine Gänsehaut. „Was für eine Verwendung?"

Er stellte sich auf. „Das wirst du noch sehen."

„Du lügst." brummte ich.
Er zog die Augenbrauen hoch. „Was? Das Callista deine Schwester umgebracht hat?"

Ich schnappte nach Luft. War Emma Tod?

Mein Herz zog sich schmerzlich zusammen.

Er wirkte amüsiert. „Schau doch nicht so entsetzt. Niemand ändert sich. Callista wird immer die Böse sein."

„Sofia!!! Hör nicht auf dieses Arschloch!"

„Carli?" ich riss den Kopf hoch.
Sie schrie schmerzerfüllt auf und fluchte dann.
„Carli!" ich versuchte mich loszureißen. Jemand tat ihr weh.
„Mach dir keine Sorgen Nervensäge. Nichts kann schlimmer sein, als von meiner Lieblingsschwester nieder gemacht zu werden..." die fluchte schmerzerfüllt auf. „Du Arschloch, nimm den Elektroschocker weg. Sofia, hör nicht auf...aua...auf Dumpfbolzen dahinten. Er versucht dich zu manipulieren."

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