Als ich am nächsten Morgen aufwachte, dröhnte nicht nur mein Kopf, sondern auch meine Faust schmerzte. Ich blinzelte träge und musste feststellen das ich auf der Couch von Trudi eingeschlafen war. Auf dem Wohnzimmertisch stand eine leere Scotchflasche. Und ein Glas. Ich hatte also getrunken. Toll!
Ich fuhr mir durchs Gesicht und merkte dabei den Verband. Meine rechte Hand war eingewickelt. Stirnrunzelnd machte ich ihn ab. Ich erinnerte mich nur verschwommen daran auf irgendetwas eingeschlagen zu haben, meine Fingerknöchel waren aber schon wieder verheilt. Nur noch ein leichter rötlicher Strich war zu sehen, der aber auch schnell wieder verschwinden würde.
Nur langsam kam ich hoch, weil mein Rücken von der unbequemen Couch ebenfalls schmerzte. Schwankend stand ich auf und lief in die Küche. In der schon ein Glas Wasser mit einer Tablette lag. Mit freundlichen Grüßen von Trudi. Das war sehr nett von ihr. Das Wasser lief meinen trockenen Hals herunter, während ich aus dem Fenster sah. Es war fest ein halber Meter Neuschnee gefallen.
Nachdenklich lief ich die Treppen herunter in die Bar, in der Trudi tatsächlich stand und zwei mir unbekannten Gästen etwas zu essen reichte. Ich ließ mich an die Bar fallen und hielt mir den Kopf.
Trudi reichte mir ohne zu fragen ein Wasser. „Hast du die Tablette gesehen?"
„Ja, danke. Das hättest du nicht machen müssen."
„Ach quatsch, das ist eine Kleinigkeit." sagte sie abwinkend, ehe sie mir auf einmal ein fantastisches Frühstück her zauberte. Ich hatte eigentlich nicht viel Hunger, aber ich wollte sie irgendwie nicht zurückweisen, also nahm ich es an und begann zu essen. Und es war wirklich köstlich.
In den Augenwinkel sah ich wie Zaira ebenfalls die Bar betrat. Und am liebsten hätte ich aufgesehen, doch ich zwang mich, mich aufs essen zu konzentrieren. Ich wollte ihre schlechte Laune nicht wieder abkriegen.
„Hör mal tut mir leid, dass ich dich gestern so angeschnauzt habe."
Überrascht sah ich auf, während sie sich neben mir fallen ließ.
„Du bist definitiv kein kleines Kind mehr und ich hatte mich nicht unter Kontrolle." sagte sie weiter und sah mich bittend an. „Verzeihst du mir?"
Götter, dieser Frau würde ich fast alles verzeihen, wenn sie mich so ansah wie sie es jetzt tat. Dabei hatte ich mir vorgenommen ihr noch etwas sauer zu sein.
Ich seufzte. „Was solls. Streit bringt uns nicht weiter."
Erleichtert atmete sie auf. „Danke."
Ich nickte nur und aß wieder mein Frühstück. Ich wollte gestärkt sein, bevor es weiter ging und ich keine Ahnung hatte, wann wir das nächste Mal die Chance zu essen bekamen.
°°°
Die sogenannte Fähre, war ein kleines Schifferboot, das mir nicht gerade sehr Seetauglich vorkam. Es hatte schon Rost angesetzt und war nicht mehr im besten Zustand. Aber Zaira lief einfach aufs Boot ohne zögern und mir blieb nichts anders übrig als mitzukommen. Dort begrüßte uns der Kapitän. Ein relativ junger Sterblicher, der uns mit großen Augen anstarrte. Ich konnte ihn förmlich sabbern sehen.
„Ist dir nicht kalt?" hakte er nach, da ich mitten im kalten Alaska nur in Top dastand.
Ich schüttelte den Kopf. „Bin an Kälte gewöhnt."
Kritisch sah er mich an, sagte aber nichts weiter. „Nun denn, willkommen auf der Fähre. Die See sollte relativ ruhig sein, also kann die Fahrt losgehen. Macht es euch gemütlich." mit den Worten marschierte er pfeifend los um das Schiff loszumachen und zu fahren.
Kritisch sah ich mich um. „Na ob das Teil nicht untergeht."
„Wirds nicht." sagte Zaira bestimmt und lief los und unter Deck. Dort gab es eine kleine Miniküche und zwei Betten in die Wand eingebaut. Es war sehr eng, aber süß. Außerdem war es hier einen kleinen ticken wärmer als dort draußen.
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Das Lied des Geständnis (Ice and Feelings 2)
FantasyRiley und Taylor sind glücklich. Ihre Leben scheinen langsam wieder Normalität zu fassen und Riley lebt sich, nach der Suspendierung bei den Amazonen, langsam wieder in ihrem altes Leben ein. Bis ein Geheimnis von Taylor und eine ungeahnte Wendung d...
