Veränderung

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Circa 1 Jahr

Ich ließ mich aufs Bett fallen.

„Götter, Riles!" erschrocken sah meine Mutter vom Buch auf. Bis eben hatte sie noch auf dem Bett gesessen und war vollkommen vertieft gewesen. Bis ich mich aufs Bett geschmissen hatte und mich an sie kuschelte. Misstrauisch sah sie mich mit silbernen Augen an. „Bist du betrunken?"

„Ja, sehr betrunken." nuschelte ich und kuschelte mich enger an sie. Schlang den Arm um ihren Bauch und legte meinen Kopf ebenfalls dort ab.

„Du solltest weniger trinken."

„Das war einmal." gab ich wieder. „Außerdem hat es Spaß gemacht."

„Du verdrängst nur das deine Verlobte..."
„...Ex-Verlobte!" korrigierte ich sie.

„Du versuchst es zu verdrängen. Alkohol ist nicht der richtige Weg, das musstest du schon mal feststellen, Riles."

„Ich bin erwachsen und brauch keine Predigt, Mamá." sagte ich gedehnt, weil mir das Denken schwer viel.

„Wenn du erwachsen bist, kannst du ja auch abrücken." gab sie kühl wieder.

Ich schnaubte. „Dafür ist man nicht zu alt."

Ich hörte wie sie tief einatmete und seufzte. Sie war definitiv nicht die Person fürs Kuscheln oder Körperkontakt im generellen. Aber sie ließ es zu. Ich wusste nicht ob es daran lag, das sie mich lieber im Auge behielt so benebelt wie meine Gedanken waren, oder ob sie einfach gut gelaunt war. Ich schloss meine Augen, in der Hoffnung das sich alles aufhörte zu drehen. Das war dann doch wohl zu viel gewesen. Sawyer und Lenny konnten einen aber auch unter den Tisch trinken.

Ich wurde beim Dösen unterbrochen, als jemand hereintrat.

„Huch, wer liegt denn da an meinen Platz." hörte ich meine andere Mutter sagen. Herfjǫtur musste auch weg gewesen sein.

„Deine werte Tochter." brummte Snow unter mir.

„Unsere Tochter." korrigiert Herfjǫtur. „Und irgendwie sieht das ja schon niedlich aus."

„Sie ist betrunken und schläft ihren Rausch vermutlich gerade aus."

„Na dann lass ich sie mal." hörte ich Herfjǫtur nun leiser sagen.

„Nimm sie weg!" beschwerte sich Snow, woraufhin Herfjǫtur leise lachte.

„Sie ist deine Tochter, stell dich nicht so an Eisqueen." Herfjǫtur stimme kam nun unweigerlich von neben uns, ehe ich hörte wie sie meiner Mutter einen Kuss gab. „Ich lass euch dann mal. Die Couch klingt verlockend."

Snow brummelte noch etwas, was ich nicht ganz verstand, während ich weg sank und im Rausch nichts mehr mitbekam.

Als ich das nächste Mal erwachte, dann dadurch, das Snow mir in die Seite boxte. Mir war immer noch ein wenig schummrig und die Dunkelheit war auch nicht gerade vorteilhaft. Meine Mutter war tief und fest neben mir am schlafen und schien nicht mal bemerkt zu haben, das sie mich geboxt hatte. Träge setzte ich mich langsam auf, weil ich unwahrscheinlichen Durst verspürte. Ich fuhr mir durchs Haar und torkelte aus dem Bett. Ich wusste nicht wie, aber irgendwie fand ich den Weg in die Küche um mir dort ein Glas Wasser einzuschenken. Ich wollte gerade zum Trinken ansetzten, als ich ein rauschen hörte. Aufmerksam folgte ich dem Geräusch zum Wohnzimmer. Ich fand die Quelle sehr schnell. Es war der Fernseher der noch lief, während meine andere Mutter, auf der Couch eingeschlafen war. Ich trank das Glas leer und stellte es ab, ehe ich zu Herfjǫtur trat. Vorsichtig nahm ich die Decke die an der Seite lag und legte sie über sie. Langsam lehnte ich mich herunter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Das Lied des Geständnis (Ice and Feelings 2)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt