Back to the roots...oder auch nicht

1K 52 0
                                        

„Was wirst du heute machen?" fragend sah Herfjǫtur mich an.

Ich stellte den Kaffee auf die Theke und sah sie nachdenklich an. „Ich habe einen Termin mit einem Architekten und nachher werde ich mich noch mit Taylor und Gustav treffen."

„Wofür brauchst du ein Architekt?" sie zog ihre Augenbrauen hoch.

Ich sah sie einen Moment an. „Bin da an einem Projekt dran, mehr kann ich bis jetzt nicht sagen."

Sie lehnte sich vom Essenstisch zurück. „Also schön, du bist alt genug."

„Allerdings." ich nickte und sah kurz auf mein Handy. „Hey Mom?"

„Ja?" sie sah wieder auf.

„Tätowierst du noch?" fragend sah ich sie an.

Sie sah mir ein wenig verwirrt entgegen, nickte aber. „Klar."
„Dann habe ich einen Auftrag für dich. Eine kleine Herausforderung." erklärte ich. „Wenn ich heute Abend wieder da bin, klär ich dich auf."

„Du sprichst wirklich in rätseln geliebte Tochter." sie schüttelte ihren Kopf.

Ich schmunzelte matt. „Du wirst die Rätsel schon noch lösen."
Sie stand seufzend auf. „Ich muss jetzt los zu Snow. Sie hat mich im Thronsaal angefordert." sie verdrehte die Augen. „Mal sehen wie ihre Laune ist."

Ich wusste sie meinte es eher als Scherz. Meine Eltern, so oft sie sich auch stritten, waren unzertrennlich. Die beiden brachte nichts mehr auseinander. „Viel Spaß."

„Danke, ach und übrigens." sie wandte sich noch einmal an mich. „Deine Schwestern wollen morgen kommen."

Ich konnte nicht verhindern das sich augenblicklich alles in mir verspannte. Ich hatte gewusst das der Zeitpunkt kommen würde, dass ich wieder auf Emma und Jordan treffen würde. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich eine Ladung von Schuld traf. Noch immer konnte ich nicht vergessen was damals uns alle auseinandergerissen hatte. Was mich gebrochen hatte und weshalb ich vom Weg abgekommen war.

„Schön." brachte ich hervor und erschrak mich selbst davor das meine Stimme hart wie Stahl klang.

Meine Mutter runzelte die Stirn. Aber sie sagte nichts, sondern beließ es bei einem Kopfschütteln.

„Ich gehe dann mal." ich stellte den Kaffee ab. „Ich habe noch Termine."

°°°

„Hey, und wie wars beim Architekten?" wurde ich von Gustav und Taylor begrüßt. Die beiden saßen schon im Kaffee, als ich ankam.

Ich umarmte Gustav und strubbelte einmal durch seine rostroten Haare. „Erzähl ich gleich."

Er schmunzelte. „Na das will ich auch hoffen."

Ich sah meinen guten Freund an. Er hatte sich in frühster Kindheit mit uns angefreundet und von da an, waren wir immer zu dritt herumgelaufen. Und er war es gewesen, der uns angeschubst hatte, damit ich und Taylor endlich uns unseren Gefühlen klar wurden. Er war ein sehr guter Freund, dem man vertrauen konnte. Selbst nach der langen Zeit in der ich ihn nicht gesehen hatte.

„Wie hieß der Architekt noch gleich?" fragte Taylor.

Ich sah in ihr schönes Gesicht und lehnte mich schließlich vor um ihr einen Kuss auf die Wange zur Begrüßung zu geben, ehe ich mich an den Tisch setzte. „Aris. Er ist der beste Freund von Jordan, also meiner Schwester."

Taylor lächelte zufrieden über die Begrüßung. „Was hat er denn jetzt gesagt?"

„Neugierig wie immer." ich verdrehte gespielt die Augen, worauf hin sie mich anstieß. Ich schmunzelte. „Ist ja gut. Also ich habe mit ihm meine Vorstellungen besprochen und was ich mir wünsche. Wir haben ein wenig herum diskutiert und jetzt wird er sich hinsetzen und etwas entwerfen. Dann müssen wir uns noch mal treffen. Er meinte irgendwann in dieser Woche."

Das Lied des Geständnis (Ice and Feelings 2)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt