Leichte, recht angenehme Sonnenstrahlen brachen durch die Wolkendecke, einen fröhlicheren Eindruck vermitteln, obwohl die Umstände alles andere als Erfreut waren.
Die sonst so Majestätische, verzauberte Deckenwand war verschwunden, ließ den Raum dadurch nur noch größer, unfreundlicher erscheinen.
Ruhe herrschte in der Großen Halle, keiner traute sich auch nur einen Ton von sich verlauten zu lassen. Snape sah auf die Schüler hinab, mit seiner altbekannten, Mürrischen und barschen Art, wie man die alte Fledermaus eben kannte.
Keiner wusste genau, was vorging, wieso Dumbledore nicht da war, was mit der Decke los war, geschweige denn, weshalb Snape vor ihnen Stand, wo normalerweise ER stand.
>>Professor Dumbledore hat die vergangene Nacht nicht überstanden<< gab er bekannt, seine Stimme brach zum Ende hin fast ab, ein Verhalten, was man von ihm nicht kannte.
Dies führte dazu, dass jeder Verstand, wie ernst die Situation doch war. Harry liefen Stumm die Tränen über die Wange, Hermine hatte das Gesicht mit ihren Händen bedeckt, schluchzte leise, wie manch anderer Schüler.
Das Mädchen mit den rotbraunen Haaren, strich sich vergossene Tränen weg, einen stechenden, kaum auszuhaltenden schmerz in sich spürend.
Sie gab sich die Schuld, obwohl sie nicht das geringste dafürkonnte. Sie gab sich die Schuld für etwas, was unweigerlich hätte geschehen müssen.
Miso zwang sich stark zu bleiben, versuchte einen weiteren, recht vorhersehbaren, Tod zu verkraften, hoffend, es wäre alles ein Traum.
>>Ich übernehme Fortan seinen Platz<< sprach Snape wieder, brachte wieder Schweigen über die Schüler. Einige konnten es nicht fassen, andernfalls würden sie die Fledermaus nicht so geschockt, hasserfüllt oder gar ängstlich ansehen.
Einige der Slytherins grinsten nur, als wäre es ein Sieg für sie gewesen, Dumbledore endlich los zu sein, Snape an der Macht zu sehen.
Völlig niedergeschlagen, den Tränen nah, ließ sich das Mädchen auf dem Innenhof nieder, sah in den Himmel hinauf, welcher von Sekunde zu Sekunde bedrohlicher, gefährlicher wurde. Die Wolken welche heranzogen, waren schon fast tiefschwarz, warteten nur darauf, sich über Hogwarts auszuschütten, einen Sturm aufkommen lassend.
>>Ward. Bei solch einem Wetter solltest du nicht hier sein<< sprach Draco, welcher sofort zu ihr hinübereilte, ohne zu zögern die Arme um sie herumschlang.
Doch erwiderte sie die plötzliche Umarmung nicht. Es war ihr gleich, ob es nun Draco gewesen wäre, oder aber Harry, welcher seine Arme um sie schlang.
Es war so surreal, als würde sie einen ihrer schlimmsten Tage immer und immer wieder durchleben. Hinein geworfen in einen Teich, der gefüllt war mit schmerzerfüllten Erinnerungen. Grausamen anblicken.
>>Ward komm jetzt bitte<< flüsterte er ihr ins Ohr hinein, doch erreichten sie diese Worte nicht.
Sie starrte in die Leere, versuchte zu verstehen was um sie herum vorging. Nicht einmal im Traum dachte sie daran, von etwas so mitgenommen, so verletzt zu sein, wie sie es jetzt nach dieser erschütternden Nachricht war.
>>Miso<< flüsterte er bedrückt, sich etwas von ihr lösend. Er versuchte etwas in ihren Augen zu finden. Etwas, wobei er an diesem Tag niemals fündig werden würde.
Langsam griff er an ihre Wange, mit dem Daumen achtsam darüberstreichend, sie bedrückt ansehend.
Ihr Gehirn Realisierte und reagierte erst jetzt auf sein Handeln, eine Auffassungsgabe, welche bis gerade eben ausblieb.
Ihre Augen waren rot, verquollen. Die Wangen von ihren Tränen bedeckt, die Lippe leicht aufgeplatzt, durch den immer wieder aufkommenden Druck, welchen sie mit ihren Zähnen ausübte.
>>Mich nimmt das auch mit Miso. Aber du darfst nicht vergessen, dass wir weiter machen müssen<< sprach er leise, seine Stimme war begleitet von Trauer.
Sie nickte behutsam, nochmal zum Himmel emporblickend, welcher nun kurz davor war, Schwarz wie die Nacht zu sein.
Große und Schwere tropfen prasselten nun auf den steinernen, ließ die zwei Schüler nass werden. Hell erleuchtete der Himmel, Blitze breiteten sich über den ganzen Himmel aus, ein lauter, unangenehmer schlag ertönte schlagartig nach dem erleuchteten Himmel.
Draco griff nach der Hand des Mädchens, diese fest in seiner Umschlossen, sie langsam mit ins Innere des Schlosses führend.
>>Draco<< hauchte sie jedoch, als sie stehen blieb, hinauf zum Himmel schauend. Sie vermochte es kaum, ihre Gedanken auszusprechen als sie wieder in seine Augen blickte, ein Gefühl von aufkommender schwäche in sich aufbrodeln erlebte.
>>Ich lass dich jetzt sicher nicht allein, geschweige denn dort stehen<< sprach er ernst, solch einen Druck auf sie ausübend, dass Miso nichts Geringeres mehr übrigblieb, als langsam zu ihm hinüber zu schreiten, die Arme um seinen schlaksigen Körper zu schlingen. Ihren Tränen endlich freien Lauf lassend.
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Breathe [Outdated Version]
Fantasy[Alte Version] PS: Keine Dramione FF !! Kurz nach dem Halbjahr im 5. Schuljahr, wurde jeder einzelne Zauberer in Großbritannien in den möglicherweise größten Krieg hineingezogen, welchen die Zaubererwelt je gesehen hatte. Angeführt wurde dieser von...
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