Das leise Knistern des Feuers erfüllte den Raum, ihr Herz für eine Sekunde aufhörend zu schlagen.
Wollte sie die Antwort wirklich erfahren? Nach eigener Erfahrung her, erlebte sie, dass es manchmal besser war, im Düstern zu tappen, als der beißenden Wirklichkeit ins Auge zu sehen.
Doch nickte sie, sehnsüchtig auf die Wahrheit wartend, welche sie ebenso verdient hatte.
>>Am Anfang fand ich es reichlich belustigend, wie du dir die Mühe gemacht hast, mich zu verteidigen. Dich mit mir abzugeben. Schließlich war das auch der Grund, warum ich dich an diesem einen Wochenende habe stehen lassen. Ich weiß, das klingt befremdlich für dich Ward, aber ich habe Spaß daran gehabt, dich niederträchtig zu behandeln. Aber inzwischen bin ich erfreut darüber, wie es jetzt zwischen uns ist<< dunkel sah er sie an, sie damit weiter aufmischend.
>>Willst du mir damit weiß machen, dass ich nicht weiter bin als ein neuartiger Zeitvertreib. Bist du der Meinung, du kannst mich behandeln wie ein Spiel, welches du nach Lust und Laune behandeln kannst, wie du es gerade brauchst? << zischte sie aufgebracht, sich sofort von ihm zurückziehend.
>>Ward so meinte ich das nicht<<
>>Doch Malfoy. Genauso hast du es aber gemeint. Verkauf mich bitte nicht für dumm<< knurrte sie, erhob sich und lief in richtung Ausgang.
Sie konnte nicht wahrhaben, was er ihr dort gerade sagte. Unter anderen Umständen wäre ihr dies vielleicht egal, doch die Tatsache, dass sie Gefühle für den Blonden hegte und pflegte, erschwerte es umso mehr, Ruhe zu behüten.
Aufgebracht verließ sie die Räumlichkeiten der Slytherins, setzte sich in einen viel kühleren Teil des Schlosses, schlang die Arme um die Beine, welche sie dicht an ihre Brust herangezogen hatte.
Leicht fröstelte sie nun, sich den Kopf über das Gesagt zerbrechend.
>>Miss Ward? Sie sollten um diese Uhrzeit nicht hier herum streifen<< mahnte Professor McGonagall sie. Sie sah fast Teilnahmslos drein, verstand erst gar nicht, was hier überhaupt geschehen war.
>>Tut mir leid Professor. Es gab lediglich eine unschöne Auseinandersetzung zwischen Malfoy und mir<< murmelte sie nach einiger Zeit des Schweigens, dabei zuhörend, wie ein paar Tropfen auf den kalten, steinernen Kerkerboden prasselten.
>>Nun Gut. Ich werde Sie zu Ihren Freunden bringen. Wenn Sie mir nun bitte folgen würden<< Die ältere Frau stand stramm da, wartete nur darauf, dass sich das ausgelaugte Mädchen erheben würde, was sie schlussendlich tat, ihr zum Raum der Hufflepuffs folgend.
Sie machte sich nicht einmal die Mühe, sich das Passwort in ihren Kopf einzubrennen. Das Portrait schwang zur Seite, bescherte ihr einen recht freudigen Anblick.
Anders als bei den Slytherins war es gemütlich, einladend und kuschelig warm. Manche Schüler waren noch wach, lasen etwas oder sprachen miteinander. Versuchten zu vergessen, was vor ein Paar stunden geschah.
>>Und bitte keine Nächtlichen Wanderungen mehr<< bat McGonagall sie zwar Freundlich, doch mit einem eher weniger Freundlichen Ausdruck auf dem Gesicht liegend.
Sie nickte.
Zu mehr war sie nicht mehr in der Lage.
Sie trat in den Raum hinein, hatte das Gefühl sie könne ohne jegliche Mühe, an die Decke greifen. >>Miso? << Harry sah sie verdutzt an, doch sprang er fast schon auf, als er das Erschöpfte Mädchen sah, welche Mühe hatte, nicht im Stehen einzuschlummern.
Er führt sie zu sich und den anderen Gryffindor Schülern, welche sich in einer Ecke abseits des ganzen Getümmels niederließen. Ohne weiter darüber nachzudenken ließ sich das Mädchen neben Ron nieder, doch beachtete es sie nicht, wandte sich mit all seiner Aufmerksamkeit Lavender zu, welche ihnen allen die Ohren voll jammerte.
Hannah, mit welcher sie zuletzt am Weihnachtsball gesprochen hatte, erblicke das Mädchen, kramte einige wichtige Dinge zusammen und trat näher an Miso heran, ihr eine Wolldecke entgegenstreckend, ein Kissen oben drauf ruhend.
>>Danke<< flüsterte sie, als Misos Hände den Flauschigen Stoff umschlossen hatten, Hannah ein freundliches, recht müdes Lächeln schenkend.
>>Wenn ihr irgendwas brauchen solltet, dann könnt ihr uns ruhig wecken<< gab sie mit einem breiten Lächeln bekannt, auf die anderen Hufflepuffs deutend.
Die Gryffindors nickten.
Hannah ging wieder hinüber, setzte sich an einen kleinen Tisch, an welchem ein paar Schüler mit Karten spielten, ein schwaches Schmunzeln auf den Lippen trugen.
>>Ich dachte, du seist bei Malfoy gut aufgehoben<< sagte Harry etwas verschlafen, sich kurz die Rotunterlaufenen, sehr gereizten Augen reibend. Ein leises seufzten überkam ihre Lippen, zuckte nur mit den Schultern.
>>Du kannst es ruhig sagen. Früher oder später bekommen wir es sowieso heraus<< sprach er Müde, sie ebenso ansehend, wie er klang.
>>Es gab eine kleine Auseinandersetzung zwischen ihm und mir. Nichts Bedeutendes<< log sie schnell, das Lächeln blieb aus.
Sie sah wieder zu den anderen Gryffindors, welche sie kurz ansahen. Manch einer hatte einen wehleidigen Blick, andere sahen sie mit einem solchen Ekel an, als würden sie sich gleich übergeben müssen. War sie dies aber schon vom ersten Tage angewohnt.
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Fantasía[Alte Version] PS: Keine Dramione FF !! Kurz nach dem Halbjahr im 5. Schuljahr, wurde jeder einzelne Zauberer in Großbritannien in den möglicherweise größten Krieg hineingezogen, welchen die Zaubererwelt je gesehen hatte. Angeführt wurde dieser von...
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