Jisung
Nach mal wieder viel zu langer Zeit gehe ich zum Fach meines Briefkastens und öffne dieses. Es ist zum Glück gar nicht soo voll, da ich nicht andauernd nervige Werbung oder so bekomme. Sonderlich leer ist es aber trotzdem nicht.
Seufzend nehme ich den ganzen Inhalt heraus und nehme diesen dann mit in meine Wohnung. Etwas lieblos schmeiße ich den Stapel auf einen Tisch und fange dann an alles durchzusehen.
Das meiste ist natürlich trotzdem Werbung, da werd ich wohl auch nicht drum herum kommen. Aber da meine Eltern den ganzen Kram mit Miete und Steuern und so regeln, bekomm ich von sowas in der Art schon mal nichts an Post.
Ich stocke, als mir plötzlich ein Zettel mit darauf geklebten Buchstaben in die Hände fällt. Man kennt sowas ja aus Krimis, aber selbst hatte ich sowas noch nie vorliegen. Zögernd fange ich an zu lesen, was dort geschrieben steht.
'Nicht mehr lange und du läufst mir zufällig in die Arme. Und weißt du, was dann ist? Dann bist du tot.'
Ich schlucke schwer und lese das Ganze gleich noch mehrmals durch. Was soll das? Es scheint sich hier nicht wirklich um einen Scherz zu handeln, denn dafür wirkt es zu echt. Aber ich habe ja nicht mal ein Problem mit jemandem und verbrochen hab ich auch nichts. Scheiße.
Ich werde -wahrscheinlich zu schnell- ziemlich panisch und greife nach meinem Handy, um Hyunjin anzurufen. Ich weiß einfach nicht, was ich sonst machen soll.
"Hey Ji, was gibt's?", murmelt mir eine verschlafene Stimme entgegen. Als ob der ernsthaft nachmittags pennt? Ist mir jetzt aber auch egal.
"Hyung, sorry wenn ich dich geweckt hab, aber du musst herkommen! Jetzt! Bitte!", sage ich ziemlich verzweifelt ins Telefon.
"Jetzt? Nicht dein Ernst... Was ist denn los?"
"Ich hab Angst!", ist das einzige, was ich ihm nun schon fast entgegen schreie, dann hat er auch schon aufgelegt. Sein Ernst?
Wehe er kommt jetzt wirklich nicht, sonst sterbe ich hier wohl möglich noch an Panik, bevor dieser Typ, von dem die Drohung stammt, mich umbringen kann.
Nervös lache ich kurz. Okay Jisung, das war absolut nicht lustig.
Mein Blick fällt wieder auf das Blatt Papier und ich lese erneut einige Male, was darauf geschrieben steht. Das ist einfach krank, ich kenne niemanden, der sowas machen würde.
Nach gefühlten Ewigkeiten klingelt es an der Tür, weshalb ich dort sofort schnell hinlaufe. Jedoch sehe ich trotzdem zur Sicherheit nochmal kurz durch das Guckloch, erkenne aber, dass es Hyunjin ist, der vor der Tür steht.
"Hyung..! Danke!", meine ich erleichtert und falle dem Älteren um den Hals, nachdem ich die Tür geöffnet habe. Er sieht wirklich müde aus, aber dann muss er halt später weiterschlafen.
"Ist schon gut, Jisung. Was ist denn los? Wieso hast du Angst?", fragt er und ich spüre seinen verwirrten Blick auf mir, als ich mich immer mehr an ihn klammere.
Erst nach ungefähr einer Minute, in der ich absolut kein Wort gesagt hab, löse ich mich wieder von ihm und ziehe ihn mit zum Tisch, auf dem immernoch der Brief liegt.
Hyunjin erkennt so ziemlich sofort, was ich meine, nimmt den Zettel in die Hand und fängt an zu lesen.
"Wie..?", nun wirkt auch er extrem verwirrt, sowie verunsichert.
"Ich weiß es nicht.. Aber das ist gruselig.. Wer soll sowas denn bitte schreiben?"
"Vielleicht Minho?", und damit spricht Hyunjin das aus, was ich die ganze Zeit versucht hab zu verdrängen. Aber trotzdem glaub ich das nicht. So weit würde er nicht gehen, da bin ich mir sicher. Er ist zwar immernoch verletzt, aber mehr nicht.
"Nein. Das würde er nicht machen.", erwidere ich nun relativ entschlossen.
"Er hat auch andere Sachen gemacht."
"Hyunjin.. Sowas macht er nicht, das weiß ich. Aber trotzdem, wer würde sowas machen..? Ich kann nie wieder rausgehen, ohne dass ich Angst hab.."
Der Ältere seufzt leise, nickt dann aber verständnisvoll. "Pack dir mal ein paar Sachen zusammen. Du kommst jetzt erstmal mit zu mir und dann sehen wir weiter, okay?"
Ich nicke ebenfalls und gehe dann in mein Zimmer, um das zu machen, was Hyunjin vorgeschlagen hat. Es ist mir definitiv lieber, jetzt erstmal nicht alleine zu sein.
"Ich hab alles.", sage ich, als ich fertig bin und mit einer Tasche über der Schulter wieder aus meinem Zimmer komme.
Ich ziehe mir noch schnell Schuhe an und mache mich dann gemeinsam mit Hyunjin auf den Weg zu ihm. Ich gehe sehr dicht neben ihm, aber das ist er gewohnt; ich bin so, wenn ich Angst hab. Erleichtert aufatmen tue ich erst, als wir bei ihm zu Hause angekommen sind und die Tür hinter uns geschlossen haben.
×××
this is shit lmao
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poisoned - stray kids
أدب الهواة𝗽𝗼𝗶𝘀𝗼𝗻 /ˈpɔɪz(ə)n/ noun 𝗮 𝘀𝘂𝗯𝘀𝘁𝗮𝗻𝗰𝗲 𝘁𝗵𝗮𝘁 𝗶𝘀 𝗰𝗮𝗽𝗮𝗯𝗹𝗲 𝗼𝗳 𝗰𝗮𝘂𝘀𝗶𝗻𝗴 𝘁𝗵𝗲 𝗶𝗹𝗹𝗻𝗲𝘀𝘀 𝗼𝗿 𝗱𝗲𝗮𝘁𝗵 𝗼𝗳 𝗮 𝗹𝗶𝘃𝗶𝗻𝗴 𝗼𝗿𝗴𝗮𝗻𝗶𝘀𝗺 𝘄𝗵𝗲𝗻 𝗶𝗻𝘁𝗿𝗼𝗱𝘂𝗰𝗲𝗱 𝗼𝗿 𝗮𝗯𝘀𝗼𝗿𝗯𝗲𝗱. verb 𝗮𝗱𝗺𝗶𝗻𝗶�...
