Kapitel 10: London Eye und erste Annäherung

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Kapitel 10

Die höchste Annäherung, welche möglich ist, zwischen zwei Wesen - ist die schnelle, ununterbrochene, liebevolle Wahrheit gegeneinander. - Friedrich von Schiller

05. Juli 1996

Nach ihrem Restaurant-Besuch beschlossen Harry und Ginny an der Themse spazieren zu gehen. Viele Menschen liefen am Ufer entlang und genossen das tolle Wetter. Familien, Menschen mit Hunden oder Jogger kamen den beiden entgegen oder liefen an ihnen vorbei.

Harry und Ginny gingen entspannt und mit vollen Mägen mit Blick zum London Eye an dem Fluss entlang.

,,Bist du schon mal mit dem London Eye gefahren?", fragte Harry.

,,Nein." Ginny schüttelte den Kopf.

,,Hast du Lust?"

Ginny schaute mit großen Augen und einem überdimensionalem Grinsen zu ihrem besten Freund, der die Frage alleine wegen ihrem strahlendem Grinsen nochmal stellen würde.

,,Das fragst du noch, na klar!", rief Ginny aufgeregt.

Harry lachte. ,,Oh, entschuldige, Madam, ich werde es nie wieder tun."

,,Ich verzeihe Ihnen, Mr. Potter, aber nur dieses eine Mal."

,,Wie gnädig von Ihnen, Miss Weasley."

Harry und Ginny fingen beide schallend an zu lachen, sodass einige Menschen sich zu ihnen umdrehten. Aber die beiden ignoerierten die Blicke. Es war ihr Tag und den sollten sie genießen.

Fröhlich liefen sie zum London Eye und stellten sich an. Die Schlange war sehr lang, aber Harry wusste, dass es sich lohnen würde.

Als Ginny die Preise sah, kamen Zweifel in ihr hoch.

,,Willst du wirklich fahren?", fragte sie Harry.

Dieser schaute sie verständnislos an. Grade hatte sie sich noch so gefreut und jetzt fragte sie ihn das.

,,Aber natrülich, Gin, du nicht?"

Ginny zuckte mit den Schultern.

,,Ginny, was ist?", fragte Harry. Er merkte, dass etwas nicht stimmte.

Die Angesprochene blickte ihn zögernd an.

,,Ginny, du kannst mir alles sagen, erhlich. Vertrau mir", flüsterte er sanft und schaute fest in ihre Augen. Er wollte ihr das Gesagte richtig vermitteln. 

Beide blendeten die Menschen um sich herum komplett aus, so versunken waren sie in den Augen des anderen. Die Stimmen wurden leiser und irgendwann war es still. Es gab nur sie beide - hier und jetzt.

Am liebsten würde ich sie küssen, dachte Harry.

Am liebsten würde ich ihn küssen, dachte Ginny.

Dass beide den gleichen Gedanken hatten, wussten sie nicht.

,,Die Preise sind hoch, Harry", seufzte Ginny.

Harry hielt kurz die Luft an. Damit hätte er gar nicht gerechnet. Obwohl er es sich hätte denken können. Ginny war, was Geld angeht, sehr empfindlich, weil sie genau wusste, wie wertvoll es war, weil ihre Eltern nie viel hatten. Es reichte aus, um die ganze Familie zu versorgen und für Kleinigkeiten zwischendurch, aber nie könnten sie von dem Geld mit dem London Eye fahren. Ginny war sparsam.

,,Ich weiß, aber ich kann das zahlen, so blöd das auch klingt."

,,Ich weiß, aber ich nicht."

𝙵𝚊𝚖𝚒𝚕𝚒𝚎 𝙿𝚘𝚝𝚝𝚎𝚛 - 𝙷𝚊𝚛𝚛𝚢 𝚞𝚗𝚍 𝙶𝚒𝚗𝚗𝚢Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt