Kapitel 16
Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen. - Walt Disney
13. Juli 1996
Obwohl es noch relativ früh war (zumindest für Harrys Verhältnisse) an diesem Morgen, lag Harry schon mit offenen Augen im Bett in seinem Zimmer bei seinen Großeltern. Ron schlief noch tief und fest und seinem Schnarchen zufolge, würde er dies auch noch länger tun.
7:43 Uhr, zeigte die Uhr auf seinem kleinen Nachttisch an. Harry war von einem Traum aufgewacht, der ihn beschäftigte.
Es war ein warmer, sonniger Mittag im Fuchsbau und Harry und Ginny saßen alleine im Garten auf einer Bank. Sie war etwas abgelegen vom Fuchsbau, sodass sie wirklich Ruhe hatten. Eine Stille umgab die beiden, die aber keinesfalls unangenehm war. Harry unterbrach sie trotzdem: „Es gibt etwas Wichtiges, was ich dir sagen muss, Gin."
Die Angesprochene schaute augenblicklich in sein Gesicht, das eindeutig Nervosität widerspiegelte. Sie fragte sich, warum er nervös war. Hatte sie ihm einen Grund dafür gegeben?
„Du kannst mir alles sagen, das weißt du, Harry", sagte sie, um ihren besten Freund zu beruhigen.
Harry lächelte leicht. „Ich weiß", sagte er, „nur ist das für mich alles andere als leicht grade."
Ginny fragte sich, was ihn so beschäftigte.
„Sag es einfach, Harry. Danach wirst du erleichtert sein."
Der Schwarzhaarige atmete tief durch.
„Du warst für mich immer meine beste Freundin, meine aller beste Freundin - seitdem wir uns kennen. Aber ich habe vor einiger Zeit erkannt, dass sich etwas an meinen...Gefühlen verändert hat."
Es war wieder still. Ginny wusste nicht, was sie sagen sollte und Harry spürte Angst. Wie wird sie reagieren?
„Und das heißt?", fragte Ginny zögerlich. Sie konnte nicht glauben, dass das wirklich geschah. Wollte er ihr wirklich sagen, dass er in ihr mehr als eine beste Freundin sah?
„Das heißt, dass ich verliebt in dich bin."
Danach war der Traum zu Ende. Er hatte Ginnys Reaktion nicht geträumt. Warum, das wusste er nicht. Vielleicht wegen dieser Angst, die er auch in der Realität verspürte, nicht nur in dem Traum.
Ein Klopfen riss Harry aus seinen Gedanken. Nochmal schaute er auf die kleine Uhr.
8:18 Uhr.
„Herein."
Seine Grandma streckte ihren Kopf ins Zimmer.
„Guten Morgen. Wollt ihr Frühstücken? Die Mädchen sind schon unten", lächelte sie.
„Morgen, Granny. Ron schläft noch, aber ich komme runter."
„Okay, mach dich ruhig erstmal fertig."
Darauf verschwand Euphemia wieder.
Harry erhob sich aus dem Bett und holte aus seiner Tasche die Klamotten für den heutigen Tag. Dann ging er in das Badezimmer, welches am Ende vom Flur war. Schnell sprang er unter die Dusche und zog sich danach zügig an. Seine Haare versuchter er erst gar nicht zu richten, weil sie sich eh selbständig machten.
Im Zimmer war Ron immer noch am schlafen, was Harry schmunzeln ließ. Das war typisch Ron.
Seinen Schafanzug packte er wieder in die Tasche und ging dann nach unten in die Küche, wo er schon Stimmengewirr hörte.
„Morgen", begrüßte er seinen Grandpa, Hermine und Ginny.
Er ließ sich auf den freien Platz neben Ginny fallen, die ihn fröhlich anlächelte. Er freute sich, dass es ihr hier gefiel.
„Guten Morgen, Harry. Gut geschlafen?", erkundigte sie sich.
„Ja, sehr gut. Und du?"
„Ich auch", lächelte sie.
„Harry, möchtest du einen Pancake?", fragte seine Grandma, „Die habe ich selber gemacht."
„Gerne."
Wenige Sekunden später stand ein Teller mit drei Pancakes und darauf Schokosoße vor seiner Nase. Harry liebte Pancakes. Echt toll, dass die Muggel diese erfunden hatten.
„Sie schmecken wirklich gut, Mia", meinte Hermine.
Harrys Grandma lächelte sie dankend an. „Das freut mich, Hermine."
„Mir schmeckt es auch", sagte Ginny und biss direkt wieder von ihrem Pancake ab, „Wahnsinn, was es bei den Muggeln alles gibt. Vielleicht sollte ich Dad welche mitbringen", lachte sie.
Fleamont schaute sie fragend an.
„Ginnys Dad hat eine Vorliebe für Muggel-Dinge. Er arbeitet im Zaubereiministerium sogar in der Abteilung gegen den Missbrauch von Muggelartefakten", erzählte Harry.
„Interessant", murmelte Harrys Grandpa.
„Morgen", brummte Ron, der verschlafen und noch im Schlafanzug in die Küche kam. Er setzte sich neben Hermine. Diese schaute ihn tadelnd an.
„Ron, du hast deinen Schlafanzug noch an", sagte sie.
Irritiert schaute dieser zu seiner besten Freundin. „Ja und?", fragte er.
Hermine schnappte nach Luft. „Hast du denn keine Manieren, Ronald Weasley? Wir sind hier bei Harrys Großeltern und du-"
„Ganz ruhig, Hermine, das ist schon okay", unterbrach Euphemia Hermines Vortrag.
Die Gryffindor wurde augenblicklich rot und schaute beschämt zu Harrys Grandma.
„Wieso machst du auch gleich so einen Aufstand, Hermine?", murmelte Ron. Seine Schwester wunderte es, dass er dies überhaupt fragen konnte, denn er war vertieft darin, seine Pancakes zu genießen.
Hermine schaute den Weasley böse an.
„Leute, bitte, fangt jetzt nicht an zu streiten", seufzte Harry.
„Oh ja, bitte nicht", stimmte Ginny murmelnd zu und Harry musste wegen ihres genervten Untertons kurz grinsen.
„Von mir aus", seufzte Hermine, schaute aber nicht zufrieden aus.
Ron reagierte gar nicht.
„Was ist eigentlich mit den Zwillingen?", fragte Flemont.
„Die schlafen immer so lange", meinte Ginny, „eigentlich schläft Ron sogar länger als die beiden", grinste sie.
Ihr Bruder schaute sie sauer an.
„Nein, Ron", sagte Harry sofort, der wusste, dass sein Freund eine lange Diskussion begonnen hätte.
„Ist ja gut", brummte der Rothaarige.
„Wir hörten, ihr habt von uns gesprochen", sagte plötzlich eine Stimme vom Eingang der Küche.
Die Weasley-Zwillinge standen mit identischen Grinsen in der Tür.
„Fred, George, guten Morgen. Setzt euch", forderte Harrys Grandma die beiden auf, die dem nachkamen.
Sie platzierte in wenigen Sekunden vor den Brüdern jeweils einen Teller mit drei Pancakes und Schokosoße.
„Lasst es euch schmecken."
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Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen. - Walt Disney
Diesen Spruch habe ich gewählt, aufgrund Harrys Traum. Vielleicht wird dieser Traum wahr werden, er muss nur den Mut haben, Ginny von seinen wahren Gefühlen zu erzählen.
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𝙵𝚊𝚖𝚒𝚕𝚒𝚎 𝙿𝚘𝚝𝚝𝚎𝚛 - 𝙷𝚊𝚛𝚛𝚢 𝚞𝚗𝚍 𝙶𝚒𝚗𝚗𝚢
Fanfiction𝐈𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐇𝐚𝐫𝐫𝐲 𝐏𝐨𝐭𝐭𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐉𝐮𝐧𝐠𝐞, 𝐝𝐞𝐫 𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐁ü𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐉𝐨𝐚𝐧𝐧𝐞 𝐊. 𝐑𝐨𝐰𝐥𝐢𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭. 𝐈𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐚𝐧...
