Die nächsten Tage/Wochen verliefen relativ unspektakulär. Lando und ich lernten uns weiter kennen und verbrachten viel Zeit miteinander. Die Midterm Klausur hatte ich auch hinter mich gebracht und jetzt sollte meine Schwester am Wochenende mich das erste mal in London besuchen kommen. Ich war schon etwas aufgeregt, Sie war die erste Person aus meiner Familie, die Lando persönlich kennenlernen würde. Meinen Eltern hatte ich nur erzählt, dass ich jemanden in London kennengelernt hatte und ich sehr glücklich sei und ihn sobald wie möglich meinen Eltern vorstellen würde. Wann das jedoch sein würde, wusste ich überhaupt nicht.
Würden Sie nach London kommen oder besucht Lando mit mir zusammen Deutschland. Lando und ich hatten sowas noch nicht besprochen, aber das hatte ja auch noch Zeit. Wir hatten jetzt Dezember und allzu lang waren wir ja nun auch nicht zusammen.
Aber es sollte jetzt einen Schritt weitergehen. Lando sollte am Wochenende Paula kennenlernen und ich Oliver, Landos Bruder. Ich hatte Lando letzte Woche gesagt, dass Paula vorbeikommen würde und ich nicht das Wochenende komplett mit ihm verbringen werde, da ich die kurze Zeit mit Paula genießen wollte, Paula aber Lando kennenlernen wollte. Daraufhin hatte Lando dann Oliver gefragt, ob dieser nicht auch nach London kommen würde um mich kennenzulernen. Paula würde von Freitag bis Montag bei mir bleiben, was problemlos ging, da am Montag Elternsprechtag von ihrer Schule war und Sie so ein langes Wochenende hatte. Treffen würden wir uns zu viert am Sonntag, was wir jedoch vorhatten wusste ich nicht, da Lando uns damit Überraschen wollte.
So stand ich also an der Bahnhofshalle Liverpool Street und wartete darauf, dass die Bahn von Paula einfuhr. Sie hatte einen Flug von München nach London Stansted genommen und von da aus gab es eine direkt Verbindung nach London. Wenige Minuten später fuhr dann auch der Zug ein, ich stellte mich etwas nach Hinten, sodass ich hoffte, dass Paula mich gut sah. Die Menschenmassen stiegen aus und als der Zug sogut wie leer war, sah ich, dass Paula etwas von mir entfernt ausstieg. Ich ging also zu ihr und als Sie mich erblickte fielen wir uns um den Hals. „Hey Sophie" meinte Paula. „Hi Pauls" sagte ich und nahm Ihr Ihren Koffer ab. Paula hakte sich bei mir unter und wir gingen in Richtung U-Bahn Station um zu meiner WG zu gelangen. Auf den Weg dorthin, erzählte mir Paula was alles so in Deutschland passiert war. In der Kurzfassung hatte sich nicht sonderlich viel Verändert in „Good Old Germany". Das einzige was sich geändert hatte war, dass ich nicht mehr da war und Paula mich und unsere gemeinsamen Abende vermisste. Aber das wollten wir ja an dem Wochenende aufholen und über Weihnachten war ich ja auch wieder in Deutschland.
In der WG angekommen, brachte Paula Ihre Sachen in mein Zimmer und darauf verschwanden wir zusammen in die Küche im uns etwas zu essen vorzubereiten. Dabei besprachen wir auch, was wir das kommende Wochenende so machen wollen. Wir beschlossen, dass wir den heutigen Abend entspannt bei mir verbringen würden und wir einen einfachen Mädelsabend machen. Für Samstag stand shoppen und Sightseeing an und abends wollten wir in einen Pub gehen, und am Sonntag machten wir was mit Lando und Oliver.
Als wir uns mit einer Gurkenmaske bei mir auf dem Bett befanden fragte dann Paula auch die Frage, die ihr die ganze Zeit schon auf der Lippe lag. „Also, erzähl mal, wie hast du Lando kennengelernt und alles". Ich erzählte Ihr also alles von unserem ersten kennenlernen bei Jon, der darauffolgenden Party, unserem Chat verlauf bis hin zu unserem ersten Date, wo ich Paula ja um Rat bat. Dann wie wir zusammen kamen, und Landos Rennen in Macau und seiner Ankunft in England bis heute. „Hach das klingt ja wirklich zu schön. Fast wie die perfekte Geschichte. Gibt es bei Lando auch was, was dir nicht gefällt." fragte Paula. „Puh, gute Frage. Also er ist jetzt nicht grade viel größer wie ich. Aber ansonsten ist bis jetzt alles gut, bzw es gibt nichts was mich stört." meinte ich. „Das klingt gut. Und naja also habt ihr schon miteinander geschlafen?" fragte Sie. „Nein, also das hat sich irgendwie noch nicht ergeben. Aber ich denke allzu lange dauert es nicht mehr" meinte ich leicht verlegen. „Ok, aber das kommt wie es kommt" meinte Paula. „Ja, genau wie damals bei Emil, da hat es ja auch nie geklappt, wenn wir es geplant hatten" sagte ich und lachte, als ich an mein erstes Mal dachte. „Genau, mach dir da bloß keinen Stress wie damals. Ich weiß noch, wie verrückt du dich gemacht hast." meinte Sie. „Ohja, das war wirklich schrecklich. Aber meine Freundinnen haben auch andauernd nachgefragt. Das war wirklich anstrengend und hat einem echt etwas Druck gemacht. Und dann auch noch, dass wenn wir es geplant hatten, immer irgendwas dazwischen kam. Ich dachte irgendwann wirklich, das Universum will mir was sagen" sagte ich. „Ja, das war echt nicht schön. Das ist mir übrigens bis heute noch unangenehm, dass ich da damals bei euch reingeplatzt bin, als ihr im Vorspiel wart" meinte Paula, leicht beschämt. „Ach, ich finds witzig. Dafür haben wir beide was gelernt , immer die Tür abschließen." sagte ich. „Ja, das war eine gute Lektion" stimmte Paula zu. „Und wie schaut es aus, ist da ein neuer Junge bei dir?" fragte ich vorsichtig. „Nein, also ich glaube, dass Flo sich vielleicht in mich verknallt hat, aber ich bin nicht über Jule hinweg und ach, du weißt ja, wie es ausgegangen ist. Tut gut, jetzt mal wo zu sein, wo ich Jule nicht überm weg laufe." meinte Sie. „Ja, das glaub ich dir. Genieß die Tage hier und wenn du es zuhause nicht aushältst, kannst du jederzeit hier her kommen. Ist halt im Nachhinein doch nicht so gut, mit dem Nachbars-Jungen zusammen zu sein. Aber jetzt zum anderen, welcher Flo, also der Hinke oder Rupprecht?" fragte ich sie. „Rupprecht" meinte Paula. „Nein das gibs doch nicht. Das hatte ich Dome, schon mal gesagt, dass der ein Auge auf dich haben könnte, aber Dome verneinte es ja." sagte ich euphorisch. Also hatte der Cousin von einem meiner engsten Freunde doch ein Auge auf Paula geworfen. „Ja, aber naja, Flo ist halt wirklich nicht mein Fall" sagte Sie. „Das versteh ich, er ist schon etwas speziell." Wir redeten noch die ganze Nacht über die Vergangenheit und Gegenwart und dem neusten Gossip, bis wir irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen sind.
So wachten wir am nächsten Morgen auch in untypischen Schlafpositionen auf. Wir machten uns relativ schnell fertig und frühstückten um dann die Stadt zu erkunden. Wir fuhren mit der U-Bahn schnell von A nach B und ich zeigte Paula die typischen Touristen Plätze, den Buckingham Palace, wo wir pünktlich zur Parade ankamen und gute Plätze am Zaun erhaschen konnten, Big Ben, Westminster Abbey, London Tower, Tower Bridge und ich machte natürlich viele Fotos von meiner Schwester, damit Sie genügend Erinnerung an ihrem ersten Trip zu mir hatte. Nachdem wir die wichtigsten Plätze erkundet hatten ließen wir uns in einem Café nieder und stärkten uns mit einem Latte Macchiato und einem Stück Kuchen. „Und wie gefallen dir die Touristen Plätze?" fragte ich Sie. „Das ist schon beeindruckend, dass alles so zu sehen. Aber auch verrückt, wie nah manches beieinander liegt." sagte Sie. „Ja, die meisten Sehenswürdigkeiten liegen ja direkt an der Themse, da kommt man gut und schnell hin. Aber ich muss sagen, wirklich oft bin ich da nicht. Ich genieße halt das City leben" meinte ich. „Klar, wir schauen uns ja in München auch nicht alles an, ist für uns ja Normalität. Aber London ist wirklich eine schöne Stadt" meinte Sie. „Ja, das ist Sie" gab ich Paula recht.
Danach begaben wir uns in die Shoppingpassage und shoppten für uns beide etwas in den einzelnen Boutiquen. Paula bestand hauptsächlich darauf, in Läden zu gehen, die Sie nicht kannte, oder die es bei uns in München nicht gab. Sie wollte halt neue Anziehsachen haben, die man in Deutschland nicht kaufen konnte. Sie fand auch ein paar schöne Pullover und Hosen, die ihr wirklich gut Standen. Was mich jedoch am meisten verwunderte war, dass Paula sich einen Hut mit der Begründung „Das ist das Haupt Accessoires der Briten". Naja, wenn Sie einen Hut haben mag, kann Sie einen haben, mein Geschmack trifft es nicht. Abschließend kehrten wir beim Hard Rock Café ein, wo Paula sich ein T-Shirt kaufte. Das war eine kleine Tradition von unseren Eltern. Immer wenn wir mit Ihnen eine Stadt bereisten, in der es ein Hard Rock Café gab, bekamen wir ein T-Shirt, damit wir uns daran erinnern konnten, wo wir schon waren. Danach ging es dann auch wieder zu mir nach Hause um uns dann für einen Pub-Abend fertig zu machen, bzw hatten wir kurzerhand entschieden, dass wir vorher eine Rundfahrt beim London Eye buchten um die Stadt im dunkeln und von oben zu sehen.
Am London Eye abgekommen, mussten wir auch garnicht so lange warten, bis wir in unsere Kapsel eintreten konnten. Man hatte diese zwar nicht für sich alleine, jedoch gab es genug Platzt um Fotos zu machen. Das machten wir dann auch, ich machte welche von Paula und Sie von mir, und anschließend fragten wir ein Paar, ob es ein paar Bilder von uns machen konnte. Was dieses bejahte. „London von oben sieht wirklich toll bei Nacht aus" meinte ich, als wir standen und die Aussicht genossen. „Ohja, das schaut unglaublich aus" stimmte Paula mir zu, bis wir schweigend die restliche Fahrt genossen. Der Himmel war nicht ganz schwarz, da die vielen Lichter diesen erhellten. Zudem Spiegelten sich die Gebäude in der Themse und es bot sich einem einfach ein spektakuläres Bild. Die Zeit stand die gefühlten 45 Minuten still und so war ich auch überrascht, wie schnell die Fahrt auch wieder zu Ende war.
Danach machten wir und dann auf zum Pub. Dort schauten wir einem Fussball spiel zu, was allem Anschein nach stattfand. Wer da aber nun spielte wusste ich nicht und es war uns auch egal. Wir aßen zusammen was, und danach redeten wir einfach über belangloses und alles was uns so in denn Sinn kam, bis wir uns dann auf dem Weg nach Hause machten. Allzu lange wollten wir nicht bleiben, da Lando uns am Sonntag um 11 bei mir abholen würde, und wir nicht übermüdet sein wollten.
Am nächsten morgen standen Paula und ich gegen 8 Uhr auf, um genügend Zeit zuhaben bis Lando kam. Wir duschten beide, frühstückten gemeinsam und machten uns fertig, bis wir dann am Küchentisch darauf warteten, dass Lando anrief. „Ich bin ja wirklich gespannt, wie dein Lando so ist." meinte Paula. „Er ist wirklich toll. Er ist nett, zuvorkommend, ein Gentleman, also wirklich das was sich jede Frau wünscht" sagte ich. „Jaja, das sagen, alle frisch verliebten über Ihren Partner. Ich werde Lando durch die „Ich bin die Schwester und wenn du sie verletzt, dann verletzt ich dich" Brille sehen, mal schauen, ob er dann noch immer so toll ist" meinte Paula. „Paula! Sei nett zu ihm, ich möchte, das ihr euch einfach normal kennenlernt" meinte ich entrüstet. Da war es dann um Paula geschehen. Sie lachte richtig los, und hatte sich erst nach ein paar Minuten wieder im Griff. „Mein Gott Sophie. Das war ein Scherz." meinte Sie. „Zum Glück" sagte ich. Kurz darauf , war es dann auch soweit und Lando rief mich an, um Bescheid zu geben, dass er da ist.
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Hey, ich hoffe ihr seit gut in die neue Woche gestartet ☺️
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Lovefool - Lando Norris FF
FanfictionDer Traum von Sophie geht in Erfüllung. Sie hat nicht nur Ihr Abitur bestanden und wurde an einer Uni angenommen. Nein, Sie wurde an Ihrer Traum Uni in London angenommen. Jetzt folgt der nächste Schritt. Sie verlässt München und startet in Ihr neues...
