Kap. 7

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"Sie sind wunderschön." Seine Stimme klingt unglaublich sanft und lässt meine Dämme Risse bekommen. Ich spüre, wie mir langsam eine Träne über die Wange läuft.

"I-ich-", schwer schlucke ich und versuche meine bebenden Lippen zu beruhigen. Mein Kopf ist wie leer gefegt und ich starre einfach blicklos in seine Richtung. "Bitte lüge nicht.", hauche ich schließlich tonlos und mit erstickter Stimme, eh ich mich umdrehe und so schnell es mir möglich ist davon gehe.

Mein Abgang muss im allgemeinen echt peinlich ausgesehen haben, aber ändern kann ich es jetzt auch nicht. Auch meine Antwort war das wahrscheinlich dümmste was ich hätte sagen können.
Ein kleiner Teil in mir will zurück gehen, sich entschuldigen, doch was sollte ich sagen?
Ich bat ihn nicht zu lügen, doch hätte ich selbst die Eier, ihm die Wahrheit zu sagen?
Könnte ich zugeben, was für eine Angst ich hab?
Ihn fragen wie er aussieht?

Ich kann sie alle überhaupt nicht einschätzen. Ich weiß nicht für was sie bekannt wurden, wer sie sind.
Sie machen Musik, sehr gute sogar, das weiß ich.
Ebenso weiß ich, das es jetzt 7 Jahre waren. Verdammt, wann darf ich endlich aufwachen?!
Was hab ich getan, um dass das Leben mich so hasst?

"Tony." Noch ist seine Stimme sanft, doch hat sie diesmal wieder etwas drängendes. Schluckend bleibe ich auf halben Weg in mein Zimmer stehen, drehe mich aber nicht um – er soll die Tränen auf meinen Wangen nicht sehen.

"Bitte gib mir die Chance für dich dazu sein. Ich weiß es ist nicht leicht für dich gerade und trotzdem kann ich mir sicher nicht vorstellen, was alles in dir abgeht. Aber sag mir, wenn ich etwas falsch mache, wenn du etwas brauchst, egal was. Gib mir die Chance der Bruder zu sein, den du brauchst, der ich bisher nicht sein konnte. Lass es mich zumindest versuchen. Gib mir die Chance dich kennzulern, dir nah zu kommen..."

"Mach ich doch. Was hast du erwartet, wie ich mich verhalten würde? Worann denkst du liegt es, dass mich niemand bei sich haben wollte?

Ich bin nicht fair. Ich bin es ganz sicher nicht und ich weiß gerade nicht ob es mir wirklich leid tut. Ich weiß überhaupt nichts mehr wirklich. Nur das meine Stimme sich sicher genauso angehört hat, wie ich mich fühle. Unfassbar verletzt.

Zwar nicht von ihm, wie er jetzt vielleicht denkt. Ihm selbst bin ich eigentlich dankbar, immerhin darf ich hier leben.

Gerade als ich weiter gehen will, höre ich noch seine leisere Antwort, die mir im Herz weh tut. SIe versetzt mir einen Stich, ein Stich der Reue.

"Ich hab nicht gelogen, warum sollte ich?"

Ich mache dennoch die ersten Schritte um mich in Jungkooks Zimmer zu verstecken und aus dieser Situation zu fliehen. Allerdings bleibt es auch bei diesen wenig Schritten, da ich direkt danach bekanntschaft mit einer muskulösen Brust mache.

Überrascht keuche ich auf und murrmel direkt ein verwirrtes: "Uhm, Hi?"

"Oh Hi~" kommt es allerdings genauso zurück und noch verwirrter entferne ich mich ein Stück von Taehyung.

Was zur Hölle geht gerade ab?

"Sorry hab dich nicht gesehen... alles ok bei dir?"

"Bin ich echt so viel kleiner als ihr alle?" geb ich beinah schmollen dvon mir, was er zum Glück nicht sehen dürfte, da ich den Kopf wieder leicht gesenkt halte.

"Deshlab bin ich zwar nicht gegen dich gestoßen, aber ja du bist schon mit ein wenig Abstand der kleinest hier."

Leicht nicke ich. "Kay... Was auch immmer- gute Nacht Taehyung." Damit schiebe ich mich vorsichitg an ihm vorbei und verschwinde endlich in dem Zimmer von Jungkook.

Trust Me (BTS FF) ✔Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt