Irgendwann geht schließlich auch Minho, doch ich achte nicht wirklich darauf und vielleicht denkt er, ich würde schlafen.
Wirklich wichtig ist es mir in diesem Moment nicht, denn auch, wenn ich aufgehört hatte geräuschlos zu weinen, sind die Gefühl in mir in keinster Weise anders.
"Tony?", Taes Stimme ist leise und vorsichtig hebe ich den Kopf.
"Mh?", brumme ich leise lasse mein Gesicht dann wieder ins Kissen sinken.
"Gut, du bist wach.", sagt er allerdings nur und einwenig später spüre ich ihn tatsächlich neben mir.
Sofort drehe ich mich etwas zur Seite, damit er sich, falls er will, richtig hinsetzen kann.
"Hast du geweint?", fragt er verwirrt, als er sich tatsächlich zu mir setzt.
Langsam blinzel ich, da es angenehm ist die Augen zu öffnen, jedoch antworte ich nicht auf seine Frage.
"Wie geht es dir?", frage ich stattdessen aber vermutlich verrät mich meine matte, tonlose, leicht zittrige Stimme, denn sofort spüre ich seine Hand auf meiner Wange, die noch leicht feucht ist.
Zart fährt sein Daumen darüber – bringt meine Lippe wieder zum zittern. Jedoch presse ich diese einfach zusammen, um das Zittern zu unterdrücken.
"Mir gehts gut. Die Schnitte tun ab und an etwas weh, aber es geht."
"I-ich meinte weniger körperlich...", gebe ich bemüht fest von mir, scheiter allerdings kläglich.
"Ich... Es ist einiges passiert... Zum einen will mir deine... Erzählung nicht aus dem Kopf gehen... Schon allein weil ich... ziemlich wütend auf diese... diese... Schüler... bin. Aber vor allem, will ich bei dir sein... Ich will dich im Arm halten, dir nah sein... Zum einen weil... Ich dich liebe und... Du mich auch, was mich unglaublich glücklich macht. Zum anderen aber auch weil ich... Angst habe... oder viel mehr hatte. Ich hatte so unglaublich Angst dich zu verlieren... D-dass du... Es auf irgendeine Weise n-nicht scha-schaffst, da raus z-zu kom-me-men... Und auch, als du einfach zusammen gebrochen b-bist... Auch, wenn die A-anderen meinten, d-du seist wach... Hast du immer geschlafen, wenn ich in deiner Nähe war... U-und vorhin... I-ich wusste n-nicht, das du... Also mit deinem Bein... Ich... Es tut mir so leid Tony... I-ich hätte eher reagieren soll... D-dann wär... D-da-dann-n..."
Es ist offensichtlich, dass er weint und schluckend lege ich meine Hand auf seine.
"Du hast keine Schuld Hyung. In keiner Weise. Ohne dich... Wäre ich nicht hier, ja. Aber ganz sicher auch nicht zu Hause... Ich hätte nicht mal das Fenster aufbekommen. Und es war mir in dem auch Moment bewusst. Ich hatte keine Angst, weil alles, was hätte passieren können, als ich aus dem Fenster gekletert bin, besser sein würde, als dort zu bleiben.
Es tut dir vermutlich weh, wenn ich das so sage... Aber theoretisch habe ich kein Problem damit... Sollte es plötzlich zu Ende sein... Es macht mich mehr fertig, dass ich es nur mit Hilfe geschafft habe... Und auch mein Bein... E-es ist aushaltbar und selbst wenn es eine Narbe wird... Ist es ok... Auf eine mehr... oder weniger kommt es auch nicht mehr an... N-nur... E-erinnert m-mich das G-gefü-fühl an... an meine Augen... Au-auch wenn e-es damals so v-viel schlimmer war... I-ich... Es... Ich will nur bei dir sein, genau wie du bei mir und wenn ich könnte, würde ich die Nacht v-vergessen... A-aber es geht nun einmal n-nicht... E-ebenso wie wir uns hier in keiner Weise nah kommen d-dürfen... Da es zu gefährlich ist. Denke ich..."
Wie zur Bestätigung geht die Tür auf und sofort zieht er seine Hand zurück.
Doch es sind nur die anderen 5, die eintreten, was man an ihren Stimmen deutlich erkennt.
Sie haben Essen dabei, da Krankenhausessen ja bekanntlich nicht unbedingt gut ist, und gemeinsam essen wir somit.
Sie scheinen alle erleichtert, dass wir beide recht munter sind und ich versuche auch, mir nicht anmerken zu lassen, wie es mir wirklich geht.
Was scheinbar auch gut funktioniert, da keiner etwas dazu sagt und alles so... normal... ist. Fast, wie als wäre nichts gewesen.
Doch es ist passiert und bildet ein weiteres Ereignis in meinem Leben, das ich einfach akzeptieren muss.
So sehr ich es auch hasse...: Ich muss verstehen, dass es nicht rückgängig zu machen geht.
Zudem ist das angenehme Gefühl, als ich mit Taetae allein war verschwunden und die aufgedrehte Sorglosigkeit meiner anderen Hyungs überfordert mich gerade so sehr, dass alles wie an ein Film an mir vorbei zieht.
Irgendwann, müssen allerdings auch sie gehen und wieder kehrt etwas Ruhe ein. Eine Ruhe, die ich eigentlich nicht unterbrechen will, allerdings kann ich nicht anders, als Tae wieder anzusprechen.
"Hyung...?", frage ich leise und bekomme sofort eine Antwort.
"Ja Baby?"
Leicht lächel ich. "Ich hab nachgedacht und... Naja es ist ja eigentlich bekannt, dass wir theoretisch beide gern kuscheln... U-und ich mein.... es ist ja auch generell v-völlig legitim, dass man ku-kuschelt.... Also... Uhm...", unsicher starte ich einen letzten Versuch, von jemanden, an besten natürlich ihm, tröstende, körperliche Nähe zu bekommen.
Und tatsächlich setzt er sich auf das Bett neben mich und unarmt mich.
Sofort kuschel ich mich an ihn und kralle meine Finger regelrecht in seine Sachen.
"Oh Tony... Eigentlich hast du Recht... Aber Army hat jetzt schon viel zu viele Theorien über dich, die nicht sein sollten."
"Solange es dir nicht schadet, dich verletzt, oder halt sowas in der Art, stört es mich. Die Leute reden schon mein ganzes Leben lang über mich und machen dumme Theorien über Sachen, die sie, zumindest in dem Moment, nichts angehen. Jetzt sind es vielleicht mehr, aber solange es nur Theorien sind, hab ich kein Problem damit."
Kaum bin ich fertig, lehnt sich Tae etwas zurück und legt sich bequemer hin.
"Überzeugt.", sagt er nur und scheint genauso wie ich die Nähe zu genießen.
So liegen wir einfach nur da, in meinem Bett, und genießes die Zweisamkeit. Ab und an verändern wir unsere Positionen, doch es ist einfach ruhig.
Zumindest solange bis mich jemand anruft. Verwirrt angel ich mein Handy und höre von Coco, dass es Alex ist.
"Oh... Er wollte ja, dass ich ihn anrufe..."
"Dann nimm ruhig ab und wenn du willst, kann ich auch hier bleiben."
Sofort nicke ich lächelnd und nehme dann den FaceTime Anruf an, während ich mich weiterhin eng an Tae kuschel.
"Hey Alex."
---
Idk ich bin iwie etwas depri und lustlos momentan... Maybe aber auch einfach müde mit einem Schuss an Angst :)
Aber das Kapitel hab ich schon vor einigen Tagen geschrieben, also yoar da steckt ncihts an meinen feelings drinnen XD
DU LIEST GERADE
Trust Me (BTS FF) ✔
Fanfiction"Ein Tag den ich hasse? Meinen Geburtstag, für mich ein Tag der Trauer und verlorenen Chancen." Der 16 Jährige Seong Tony musste bereits einige Hindernisse in seinem Leben meistern, aber da hatte er jedesmal seine Familie und Freunde im Rücken, die...
