Kap. 22

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Kim Tony

Es hat ganze 3 Tage gedauert bis man mich schließlich aus dem Krankenhaus entließ und vermutlich jede freie Minute war Jin bei mir. Einmal auch Yoongi, welcher mich dann auch zum Dorm mit genommen hat.

Die Fahrt verläuft, wie eigentlich immer, schweigend. Nur aus dem Radio dudelt leise Musik und ab und an höre ich den älteren sich unterdrückt über andere Verkehrsteilnehmer beschweren.

Die Fahrt dauert gut 20 Minuten, dann parkt er in eine Tiefgarage und schnallt mich schnell ab eh er aussteigt.

Durch meine gebrochene, linke Hand fallen mir momentan selbst diese Tätigkeiten, die ich sonst könnte recht schwer. Wobei das abgurten eigentlich nicht dazu gehört.

Mit leicht getöteten Wangen steige ich also aus und folge Yoongi durch die Halle.

Ich seh es zwar nicht, aber dennoch bin ich mir sicher das Yoongi darauf achtet, wo ich hin laufe. Er kommt mir trotz seiner mir gegenüber sehr stillen und ruhigen Persönlichkeit nicht wie jemand vor, dem das wohl anderer egal ist. Im Gegenteil, er ist einer der am meisten achtgebenden Member.

Am Fahrstuhl legt er mir sanft eine Hand auf die Schulter um mich zu führen, auch das sit eine Eigenart von ihm. Jin nimmt meist meine Hand oder meinen Arm, ähnlich wie Taehyung.

Jimin und Jungkook haben ihre Hand direkt auf meinem Rücken, Hoseok musste mich noch nirgends hin bringen ebenso wie Namjoon.

"Wir haben heute noch eine Dance practice, weshalb du erstmal im Gemeinschaftsraum warten müsstest, ja?"

Verwundert hebe ich den Kopf. "Uhm... OK..." Ehrlich gesagt dachte ich, wir würden zum Dorm fahren, aber scheinbar war dem nicht so.

"Gut~ du kannst dich hier auf Sofa setzen, das Bad ist ein Stück nach rechts die Tür raus, noch mal nach rechts und dann links im Gang."

Leicht nicke ich und folge seiner Handbewegung auf die Couch. Er drückt mir noch ein kleines Kissen in die Hand und geht dann wieder.

Somit bin ich wieder allein irgendwo, wo ich keine Ahnung habe wie alles aufgebaut ist. Zumindest fast, immerhin war ich hier ab und an einmal für eine halbe Stunde.

Müde lehne ich mich also zurück und zieh etwas die Beine an. Immerhin hab ich die Schuhe am Eingang des Raumes ausgezogen und muss mir somit keine Sorgen machen, mit diesen etwas zu beschmutzen.

Eigentlich könnt ich gerade auch Musik hören, immerhin hab ich mein Handy mittlerweile wieder bei mir, aber irgendwie... Ich will hören, was um mich herum geschieht.

Es ist diese immer währende Angst vor dem Unbekannten, die ich eigentlich schon mein Leben lang in mir trage.

Also will ich auch nicht einschlafen, weshalb ich so im halb wegdämmern auf dem Sofa sitze und in meinen Gedanken versunken bin.

Währenddessen versuche ich, mir mein altes Zimmer in Erinnerung zu rufen. Wie sah es aus... Ich hatte Poster an der Wand... Von SHINWHA eins und... Ich glaub von Billie Eilish war ebenfalls eins dabei...

Mein Zimmer hatte eine Dachschräge, an welcher die Poster hingen... Mein Bett stand dort drunter.

Gosh wie oft hab ich mir den Schädel dort angeschlagen...

Egal wie sehr ich mich gerade auf all das fokusiere, die Erinnerungen sind nur Fetzen. Ich schaffe es nicht, ein klares Bild zu schaffen.

Sicher, dass kommt nicht von heute auf morgen, doch viel es mir zuhause deutlich leichter die Bilder zu behalten.

Am Anfang, als ich nach dem Unfall wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte ich noch Siluetten sehen. Allerdings sehr verzogen und das Licht, das auf meine zerstörte Netzhauttraf tat weh.

Wenn ich die Wahl zwischen diesem Zustand und dem jetzigen wählen könnte, ich würde immer wieder diesen wählen...

Ich hatte Albträume, jede Nacht, von den Gestalten die am Tag für mich zu "sehen" waren.

Wie wäre wohl alles gelaufen, hätte ich nicht die vollständige Blindheit gewählt...?

Vermutlich, wäre ich nie hier angekommen. Auf diesem Sofa...

Vermutlich, wäre ich jetzt bei meiner Schwester. Weit weg von all dam was mir weiterhin, Minute um Minute Schmerzen bereitet.

Gut eineinhalb Stunden philosophiere ich über mein Leben und stelle mir vor, wie es wäre, wenn nur ein kleines Detail anders gewesen wäre, bis ich das deutliche Geräusch der Tür höre, was mich aus meinen Gedanken reißt.

"Schläft er?" Namjoons Stimme ist leise und leicht muss ich mir ein schmunzeln verkneifen. Was machen sie wohl, wenn sie denken ich schlafe.

"Scheint so..." bemerkt es auch mein Bruder nicht ganz zu merken und kommt näher zu mir.

Sachte streicht er mir eine Strähne aus dem Gesicht, eh ich merke wie ich hoch genommen werde.

Wobei... Das war nicht Jin. Die Person richt anders als er...

Allerdings ist es sicherlich einer der Member, immerhin stand Jin zumindest ebenfalls im Raum.

Im Brautstil werden ich durch die Gänge getragen und rühre mich dabei nicht.

Sehr vorsichtig setzt mein Träger mich schließlich auf einen Autositz und lässt sich neben mir nieder.

Jetzt schließlich von einigermaßen bekannten Menschen umgeben, bei den ich weiß, dass sie hier gerade auf mich achten, schlafe ich schließlich dann tatsächlich ein.

Das letzte, was ich merke ist wie ich immer weiter in Richtung der neben mir sitzenden Person rutsche, bis mein Kopf schließlich auf ihrer Schulter liegt.

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Way to short ik... und nur ein kleiner Filler, der aber trotzdem seine Bedeutung hat, wie ihr noch sehen werdet ;)

btw hab ich mich während des Schreibens hier von in das Intro von Answer verliebt... oder sgane wir ich glaube Answer: Love youself is das Intro... anyways this song is so amazing... ufff
Why didn't I listen to it way earlier, even so I already were an Army when it came out? Or at least I knew BTS and love a couple of their songs... including their "new" album... ufff ich kannte alle Songs aus Answer außer das :(

Anyways, hope you liked it...

Unüberarbeitet

Trust Me (BTS FF) ✔Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt