Kapitel 16 - Forever (Finale)

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Hey, tut mir leid das dieses Kapitel so lange gedauert hat. Ja, ihr lest richtig, das hier ist das letzte Kapitel. Wieso, weshalb warum und alles was es sonst noch gibt findet ihr gleich nach diesem Kapitel.

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- Ein Jahr später-

Wenn ich eine Sache in meinem Leben verändern könnte, dann wäre es wohl der Punkt an dem ich mir einmal gewünscht hatte, ich würde sterben. Sterben war etwas sehr einfaches. Man geht, kommt nicht zurück und lässt einfach alle Probleme und Aufgaben liegen. Irgendjemand wird sich schon darum kümmern. Doch was hätte mir das gebracht? Was hatte ich vom Tod erwartet? Diese Frage stellte ich mir immer wieder. Auch heute noch. Denn wenn ich eines aus meinem Leben gelernt hatte, dann war es die Tatsache dass das Leben etwas wundervolles sein kann. Etwas so schönes das man es am liebsten auf ewig in eine Glaskugel stecken und betrachten möchte. Auf das es niemals vergeht. Klar, es gibt immer Momente die man am liebsten vergessen möchte. Doch statt gegen sie anzukämpfen sollte man versuchen das positive darin zu sehen. Das Leben besteht aus lernen. Wer nicht lernt, egal ob von anderen oder sich selbst, der wird ein trauriges Leben führen. Deshalb hatte ich mich entschieden alles, egal ob traurig oder fröhlich, ein Teil von mir werden zu lassen. Ich wollte Leben.

Diese Erkentnis hatte ich vor knapp einem Jahr erlangt. Es war ein gutes Gefühl sich dessen bewusst zu werden. Doch von alleine wäre ich wohl nie darauf gekommen. Ich hatte es der Person zu verdanken, die ich über alles liebte.

Ich saß auf einem der weichen Sofas in dem riesigen Wohnzimmer. Mein Lieblingsort im ganzen Haus. Ein Feuer knisterte leise im Kamin vor sich hin und füllte den Raum mit Wärme. Mein Blick war auf mein Telefon gerichtet welches kurz zuvor mit einem freundlichen Klingeln einen Nachrichteneingang angekündigt hatte. Die schwere Holztür glitt leise auf und Shu kam herein. Seine blonden Locken standen im Kontrast zu seinen Meerblauen Augen und machten einen makellos schönen Mann aus ihm. Den Mann, denn ich über alles liebte. Er lächelte mich sanft an. Dann setzte er sich zu mir. Er schlug ein Bein über das andere und legte seinen Arm auf die Rückenlehne. Ich ließ mich sogleich ein wenig zur Seite fallen und kuschelte mich an seinen Körper. Ein feiner Duft nach Parfüm und Rosen drang in meine Nase und zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen.

"Du bist früh wach.", sagte ich leise und blickte zu ihm hoch.

"Du aber auch. Hast du nicht gut geschlafen?"

"Doch hab ich. Aber ich war einfach nicht wirklich müde. Deshalb bin ich aufgestanden. Ich war extra leise um dich nicht zu wecken." Mein Blick ging wieder zu dem Display meinen Handys zurück. Es zeigte ein Foto von einem Jungen Mann der strahlend in die Kamera lächelte. Eine Skyline war im Hintergrund zu sehen.

"Wer ist das?"

"Oh stimmt, du kennst ihn ja gar nicht. Das ist Mikki. Er ist mein bester Freund seit ich damals ins Heim gekommen bin. Wir waren fast wie Brüder. Ich hab ihm zu verdanken das ich mich damals so gut einleben konnte. Letztes Jahr ist er ausgezogen und studiert. Er möchte einmal Fotograf werden. Grade macht er ein Auslandssemester in Amerika. Schau, das Foto hat er mir geschickt."

Shu betrachtete das Bild kurz. "Wenn er wieder in Japan ist werde ich ihn mal besuchen. Dann kann ich ihn dir vorstellen. Du wirst ihn bestimmt mögen." Shu nickte verständnisvoll und glitt mit seiner kühlen Hand durch meine Haare. Ich trug sie nicht mehr so lang wie früher, sondern hatte mich ein einen kurzen Schnitt gewöhnt.

"Ich liebe es wenn du lächelst." sagte er plötzlich. Sofort schoss mir die Röte ins Gesicht. So etwas machte er seit neustem ständig und wusste dabei sehr genau wie peinlich mir das wahr. Beschämt wandte ich mich ab und nörgelte vor mich hin. Doch Shu schien das zu ignorieren. Er zog mich weiter in seine Arme.

Diabolik Lovers - Der Stich der blauen RoseWo Geschichten leben. Entdecke jetzt