Endlich ist das neue Kapitel fertig. Bei diesem hat es mir besonders viel Spaß gemacht es zu schreiben.
Naja ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Lange Rede gar kein Sinn, viel Spaß beim lesen.~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einen Moment lang starrte ich ihn einfach nur an. Sein eindringlicher Blick schien mich förmlich zu durchbohren. Mein Herz sprang vor Freunde wie wild in meiner Brust. Ich konnte es kaum fassen. Es war wirklich Shu. Eine Welle der Freunde donnerte wie ein Tsunami auf mich ein, ich schloss überglücklich meine Arme um ihn und vergrub meinen Kopf an seiner Schulter. Der süßliche Duft seines Parfüms stieg mir in die Nase und ich atmete ihn ganz tief ein als wäre es mein letzter Atemzug.
“Ich hab dich so vermisst" , meine Worte waren kaum mehr als ein Flüstern doch ich war mir sicher, dass er sie gehört hatte, denn im nächsten Moment löste er seine Umklammerung, legte seine kalte Hand in meinen Nacken und begann mit seinen kalten Lippen meinen Hals hinaufzufahren. Kurz bevor er meinen Mund erreichte, verharrte er unsicher und blickte mich an. Seine Augen glänzten im Licht des vollen Mondes und erinnerten mich an einen Aquamarin. Sie waren so schön, dass ich meinen Blick am liebsten gar nicht mehr von ihm losgerissen hätte.
"Geht mir genauso, es war kaum auszuhalten. Mit jeder Minute die verging, wuchs die Angst in mir, ich würde dich nie wieder sehen.“ Er sprach leise, seine Lippen bewegten sich kaum. Ich merkte wie ich rot im Gesicht wurde und eine unbeschreibliche Hitze jeden Zentimeter meines Körpers eroberte. Verlegen sah ich zu ihm auf. Er lächelte und nahm dann mit beiden Händen mein Gesicht. Er war ganz sanft, fast so als hätte er Angst, dass ich zerbrechen könnte. Seine Hände waren rau und kühl. Wie Feuer brannten sie auf meiner erhitzten Haut. Grade als er sein Gesicht vorbeugte, um meine Lippen mit seinen zu vereinen durchbrach eine laute, fast panische Stimme die Stille. Der Schreck fuhr mir in alle Glieder.
"Hiromu?! Wo bist du?″, die Stimme kam näher und schließlich erkannte ich sie. Es war Ken und er war nicht alleine. Erschrocken stellte ich fest wie spät es bereits geworden sein musste, kein Wunder das sie nach mir suchten. Shu erstarrte vor mir zu einer Statue und umklammerte meine Arme so fest, dass es wehtat. Fieberhaft überlegte ich was ich jetzt tun sollte. Wen die anderen ihn sahen, würden wir auffliegen und alles wäre vorbei. Andererseits wollte ich ihn auch nicht so schnell wieder verlieren. Doch ich hatte keine Wahl.
"Es tut mir leid, ich komm morgen wieder. Warte hier auf mich." Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange, löste mich aus seiner Umklammerung und rannte auf die Stimmen zu. Jede Faser meines Herzens rebellierte gegen diese Entscheidung aber ich zwang mich dazu nicht stehenzubleiben. Kurz darauf durchbrach der Strahl einer Taschenlampe die Dunkelheit. Direkt vor mir stand Ken. Seine Augen waren riesig vor Sorge.
"Hiromu-kun, Gott sei Dank da bist du ja. Wir haben uns solche Sorgen gemacht. Wo hast du denn gesteckt?" Er konnte das Zittern in seiner Stimme nicht verbergen.
"I-Ich hab Katze gesucht. Sie ist vorhin weggelaufen und nicht wiedergekommen. Aber als es dunkel wurde, hab ich mich wohl im Wald verlaufen. Tut mir leid, dass ihr euch meinetwegen gesorgt habt.", log ich eilig und legte meine Hand beruhigend auf seine Schulter. Doch in meinem Kopf war alles wild durcheinander gewirbelt. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Ken atmete erleichtert aus und rief die anderen zurück. Ich entschuldigte mich bei allen, natürlich waren sie nicht begeistert doch auf ihren Gesichtern zeichnete sich Freude ab. Als sich alle wieder beruhigt hatten, gingen sie in Richtung Wohnheim zurück. Ein letztes Mal ließ ich meinen Blick in Richtung der Bäume wandern doch ich erkannte nichts weiter als die knorrigen Stämme der alten Buchen. Mit einem schmerzhaften Ziehen in meiner Brust drehte ich mich um und ging den anderen hinterher.
Auf dem Weg herrschte ein ungewöhnliches Schweigen. Doch mir war einfach nicht nach reden zumute. Auch drehte ich mich kein einziges Mal um, bis ich die Tür zu meinem Zimmer hinter mir geschlossen hatte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es schon fast ein Uhr nachts war. Doch ich fühlte mich kein bisschen müde, nur traurig. Am liebsten wäre ich wieder nach unten gerannt, zu ihm. Doch das konnte ich nicht, ohne alle aufzuwecken. Seufzend ließ ich mich auf die Fensterbank sinken und starrte auf die Einfahrt. Der Platz lag verlassen da. Nur der Mond warf sein Licht gespenstisch auf die bäume und Sträucher.
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Diabolik Lovers - Der Stich der blauen Rose
VampiroAls Hiromu eine Auszeit nehmen soll landet er bei den Sakamkis und muss feststellen das diese mehr als nur ein Geheimnis haben. Aber dort lernt er auch Shu kennen, den ältesten der sechs Brüder und die beiden merken bald das zwischen ihnen mehr ist...