12.

7K 262 16
                                        

Als Cass und ich eine halbe Stunde zu spät, wie es sich auf solchen Partys gehört, auftauchen, ist das Haus vollgestoft mit Teenagern. Ich gehe durch die Tür und sofort steigt mir der beissende Geruch von Alkohol in die Nase.

Na ganz toll!

Kaum sind wir eingetreten kommt ein ziemlich betrunkener Josh auf uns zu.

"Cass, du siehst toll aus." Murmelt er und schließt Cass in eine Umarmung, dann sieht er zu mir. "Und du bist, wie immer wunderhübsch." Damit zieht er mich ebenfalls in eine Umarmung.

"Dankeschön." Kichere ich, immer noch an seine feste Brust gedrückt. Nach einer halben Minute hat er mich immer noch nicht losgelassen. "Ähm... Josh? Du kannst mich loslassen." Sage ich gerade so laut, dass nur er es hören kann. Verwirrt sieht er mich an und stolpert einen Schritt zurück.

"Sorry, Laur. Du bist nur so klein, ich hab dich total vergessen." Lacht er, ein wenig zu laut, denn umstehende Schüler wenden sich zu uns.

Boah, ey! Muss das jeder tun? Genervt drehe ich mich um und mit einem letzten: "Ich geh die Party erkunden." Dränge ich mich zwischen den Schülern vorbei.

Eine halbe Stunde später bin ich wieder bei Cass, die bei den Jungs steht, weil ich nichts Interessantes entdeckt habe. Die Jungs sind alle ziemlich betrunken, woraufhin ich nur den Kopf schütteln kann, ich trinke selber auch etwas, aber nicht so viel, dass ich komplett betrunken wäre. Doch als mein Blick auf Zack fällt, bemerke ich, dass er nicht so blau ist wie die anderen aus seinem Team.

"Er wartet auf eine Auseinandersetzung mit Collins." Sagt Sean, der ebenfalls gesehen hat, wie sich der fragende Gesichtsausdruck auf meinem Gesicht ausgebreitet hat. Stumm nicke ich. Nach einer Stunde, nach der Cass und ich leicht angeheitert sind, die Jungs noch betrunkener als vorhin schon und mein Bauch schon wehtut vom ganzen Lachen, muss ich mal zur Toilette. Als ich das sage, kommt sofort ein blöder Spruch von Sean.

"Soll ich mitkommen?" Fragt er, wobei er mit den Augenbrauen wackelt.

"Musst du kotzen?" Frage ich ihn gespielt schockiert, was alle zum lachen bringt und Sean rot werden lässt. Damit drehe ich mich um und gehe den beschriebenen Weg zu den Toiletten.

Als ich wenige Minuten ziemlich erleichtert wieder herauskomme, steht ein Junge vor mir, der mir waage als Sam Collins, der Typ bei dem die Party ist, in Erinnerung ist. Seine braunen Haare sind zerstruppelt und seine grünen Augen leuchten gefährlich.

"Ahm... Hallo, oder so." Sage ich verunsichert, da er einen Kopf größer ist als ich, was ja an sich nichts ungewöhnliches ist, doch sein Gesichtsausdruck ist verärgert. Doch als er mich durch den Nebel des Alkohols wahrzunehmen scheint breitet sich ein gruseliges Grinsen auf seinem Gesicht aus.

"Warte, du bist doch die kleine Cheerleaderin von diesen Cougar Schweinen." Sagt er ziemlich langsam.

"Head Cheerleaderin." Verbessere ich ihn "Ja, die bin ich." Sage ich und versuche mutig zu klingen, denn er kommt langsam auf mich zu.

"Besser als erwartet." Murmelt er so leise, dass ich es beinahe nicht verstehe. "Weißt du, dein kleiner Freund, hat mich gerade blamiert vor all meinen Freunden." Sagt er grinsend. Ohne nachzufragen weiß ich, dass er Zack meint. "Naja, und nun werde ich ihn blamieren, indem seine Freundin mit mir fremdgeht." Erschrocken weiten sich meine Augen.

"Ich bi..." weiter komme ich nicht in meinen Ausführungen, dass ich nicht Zacks Freundin bin, da presst dieser blöde Typ auch schon seine Lippen auf meine. Ich winde mich unter ihm, doch sein Griff an meinen Hüften ist zu stark. Er drängt mich gegen eine Wand, sodass ich keinen Fluchtweg habe. Seine Zunge drückt sich in meinen Mund und er presst sich an mich. Ich schlage mit den Händen nach ihm, doch er nimmt nur beide und drückt sie über meinem Kopf an die Wand. Er drückt so fest zusammen, dass ich Angst habe, er bricht mir die Handgelenke. Dann beginnt er meinen Körper anzutatschen.

"Hör sofort auf." Kreische ich, als er sich kurz von mir löst. Doch keine Chance, denn nur Sekunden später küsst er mich erneut. Ich spüre seine Hand, die an meinem Rücken unter mein Crop Top fährt und wie er versucht meinen BH zu öffnen. Ich sehe meine Chance, denn er ist abgelenkt, mit einer schnellen Bewegung lasse ich mein Knie hochfahren, zu einer Stelle an der es richtig weh tut. Zu meinem Leidwesen bin ich zu klein, sodass ich ihn verfehle.

'Shit' fluche ich in Gedanken. Doch ich höre nicht auf mich unter ihm zu winden, auch wenn, dass durch seine Lippen auf meinen shwierig ist. Plötzlich wird er von mir weggezogen und ich sacke erleichtert am Boden zusammen.

"Collins!" Donnert die Stimme von Zack durch den Gang in dem wir uns befinden. "Was soll das werden?" Damit drückt Zack ihn an die Wand gegenüber von mir.

"Na, eifersüchtig, Bennet?" Fragt der braunhaarige Junge und versucht einen Blick auf mich zu erhaschen, doch ich ducke mich hinter Zack.

"Du wolltest ein unschuldiges Mädchen nötigen, um mich eifersüchtig zu machen?" Fragt Zack ungläubig, seine Stimme tief und bedrohlich.

"Hat doch funktioniert, auch wenn ich zu dem lustigen Part noch nicht gekommen bin." Lacht Collins nun.

"Miller, möchtest du ihn eine reinhauen, oder soll ich?" Fragt mich Zack. Plötzlich nicht mehr so klein, trete ich hinter Zack hervor und klebe dem Jungen der an die Wand gedrückt ist eine. Fest.

Dann zische ich: "Er ist nicht mal mein Freud, Vollidiot." Und trete einen Schritt zurück. Zack lässt ihn los und mit einem letzten Blick zu mir, geht er zurück als wäre nichts gewesen.

"Alles okay, Lauren?" Fragt mich Zack. Als ich nicke schiebt er mich vor sich her, zu den anderen.

"Was war denn gerade los?" Fragt Josh und mit einem Schaudern erzähle ich ihnen was gerade geschehen ist.

"Dieses Schwein." Schnaubt Cass. Einige andere wütende Ausrufe, die ich nicht wiederholen möchte, der Jungs folgen Cass Beschimpfung.

Zu meiner großen Überraschung beginnt Zack zu sprechen: "Ich bringe Lauren nach Hause." Bevor ich wiedersprechen kann zieht er mich hinter sich her aus dem Haus.
"Oh, Bennet. Bringst du die kleine schon nach Hause. Ich wollte doch noch meinen Spaß mit ihr haben." Meldet sich eine Stimme hinter uns. Zack sieht so aus, als würde er gleich auf Collins losgehen, doch nun bin ich diejenige die ihn weiterzieht.

Nach gut drei Minuten Schweigen, breche ich die Stille. "Du musst mich nicht begleiten. Ich finde alleine nach Hause..." langsam verliert sich meine Stimme in der Dunkelheit, doch Zack reagiert nicht.

Pfffft... na dann, Pech!

Wenig später stehen wir vor unserem Haus. "Danke. Für alles." Sage ich noch bevor ich ins Haus gehe.

Like Any Other Bad Boy Story?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt