46.

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Die Tage die ich bei Cass verbringe verlaufen ereignisslos. Nur hin und wieder kommt mich Evan besuchen. Bis jetzt hat keiner der beiden Jungs ein Wprt darüber verloren, dass ich hier bin, trotzdem sitze ich auf Nadeln seit mich die Nachricht erreicht hat, dasd Zack einen halben Nervenzusammenbruch durchgemacht hat, als er bemerkt hat, dass ich nicht mehr bei seiner Grandma bin.

Gerade sitze ich den vierten Tag infolge auf Cass Couch und mache die Hausaufgaben, die sie und die Cheerleader mir dankenswerterweise jeden Tag zusammentragen. Ich wäre wirklich aufgeschmissen, wenn ich alle Hausaufgaben nachmachen müsste wenn ich wiederkomme.

Bei diesem Gedanken macht mein Magen einen aufgeregten Hüpfer. Ich werde nämlich nicht einfach wieder kommen, sondern das ganze groß aufziehen, um auf dem selben Wege über Zack hinwegzukommen und ihm zu zeigen, dass ich mich nicht von ihm verarschen lasse.

Langsam aber sicher lässt das drückende Gefühl nach, aber immer wieder hohlt mich die Realität ein, sodass ich einen kleinen Stich im Herzen verspüre. Dann muss ich mich selbst daran erinnern, dass das alles nur geschehen konnte weil ich es zugelassen habe. Ich hasse es, aber ich gebe den Menschen immer wieder die Macht mich zu verletzen. Zuerst mein Dad, dann Zack. Ich muss es irgendwann mal lernen, wie es aussieht auf die harte Tour.

Aber nur noch wenige Tage, dann wird das auch vorbei sein und mein Leben kann weitergehen, so als wäre nie etwas geschehen. Zumindest nach einer Zeit.

Ich werde von dem Geräusch eines Schlüssels in der Tür aus meinen Gedanken gerissen. Draußen kann ich Cass hören, doch auch eindeutig eine zweite Stimme. Cas nestelt am Schloss herum und sagt ziemlich laut: "Zack kein Stress. Ich kann meine Tür aufsperren." Schnell verstehe ich, sie warnt mich, dass er hier ist und verschafft mir mit dem aufsperren Zeit. In einer Eile packe ich meine Sachen zusammen und flüchte die Treppe hinauf. Gerade rechtzeitig, denn Cass öffnet wenig später die Tür.

Mit klopfendem Herzen verstecke ich mich hinter der nächsten Ecke. Das war knapp.

Die nächste Stunde kann ich hören, wie die zwei hitzig über ihre Schulaufgabe diskutieren. Sie müssen wohl gemeinsam an einem Projekt arbeiten und Zack ist ziemlich aufbrausend, sodass Cass fast keine Chance hat gegen ihn anzukommen.

"Es reicht, Zack!" ruft Cass plötzlich aus und daraufhin wird es ganz leise im Wohnzimmer. Leise schleiche ich die Treppe hinunter um ins Wohnzimmer sehen zu können. "Ich weiß, dass du es gerne auf jemanden anderen schieben würdest, aber wenn wir uns ehrlich sind, ist es deine Schuld, dass sie weg ist und dass du sie verloren hast. Also hör auf, deine schlechte Laune an uns auszulassen. Du bist wieder mal auf Elizabeth reingefallen, tu bloß nicht so als wäre es ihre Schuld dass sie sauer ist. DU warst ihr wirklich wichtig und dann tust du so etwas!" kreischt Cass, sodass ich zusammenzucke. Doch kurz darauf überwinde ich meine Angst und luge um die Ecke. Dort sitzt Zack am Boden, das Gesicht in die Hände gestützt. Seine blonden Haare leuchten in der Nachmittgssonne die durch das große Fenster scheint und seine gesamte Körperhaltung strahlt verzweiflung aus. Ich muss merkbar shcluken, damit der Kloß in meinem Hals mich nicht zu ersticken droht.

"Ich weiß, Cass. Es tut mir Leid. Alles tut mir so schrecklich leid. Ich habe sie verletzt, das wollte ich nie. ich weiß auch nicht was in dieser Nacht mit mir los war. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, wie das geschehen konnte. Genrell weiß ich einiges nicht mehr von diesem Abend, was mir jedoch immer im Bewustsein bleiben wird, ist wie sie vor mir weggelaufen ist. Sie hat sich kurz umgedreht und in ihren Augen stand purer Verrat. Sie muss sich so schrecklich gefühlt haben, und ich habe nicht mal versucht sie aufzuhalten. Ich habe klein beigegeben." ein lauter schluchzer lässt mich zusammenzucken. Zack weint. Seine Schultern sacken immer wieder einfach nach unten und in diesem Moment habe ich unendliches Mitleid mit dem Jungen, den ich über alles Liebe, oder geliebt habe. In dessen Nähe ich mich einst so sicher gefühlt habe.

"Ich weiß Zack, glaub mir. Nur ich weiß nicht ob sie dir glauben wird." Bei diesen Worten legt Cass ihre Hand auf Zacks Schulter und sieht mir direkt in die Augen, in denen Tränen stehen. Bevor ich mich versehe entfährt mir ein kleiner Laut, sodass ich mir schnell die Hand vor den Mund halte.

Ich habe genug gehört leise schleiche ich mich die Treppe hoch und lasse mich in Cass Bett fallen, wo mir ungehindert Tränen über die Wangen laufen. Als es wenig später an der Tür klopft, wische ich sie schnell weg und setze mich aufrecht hin.

"Es tut mir so leid, Cass." sage ich als die hübsche Blondine durch die Tür tritt. "Das alles ist wegen mir und ich fühle mich so schuldig."

"Es ist nicht deine Schuld, Lu." sagt sie nun, wobei ihre Stimme zittert. "Du bist die letzte Person die Schuldgefühle haben sollte. Es tut mir Leid, dass du das gehört hast." nun fließen auch ihr Tränen über die Wangen.

Diesen Nachmittag liegen wir nebeneinander im Bett und reden. Gegen Abend machen wir uns nicht mal die Mühe uns umzuziehen. Nach diesem recht ereignisreichen Tag sind wir mit den Nerven am ende, weswegen wir ziemlich bald einschlafen.

Am nächsten Morgen reißt mich Cass Wecker aus dem Schlaf, doch Cass, ist schon wach und im Bad verschwunden. Deswegen mache ich ihn aus um noch etwas zu schlafen, doch durch das Leuten meines eigenen Telefons werde ich eine Stunde später wieder aus dem Schlaf gerissen.

Eine neue Nachricht von Cass *-*

Hab dich eingetragen. Das wird schon. Und es sind nur mehr zwei Tage. Soll ich dein Gitarre hohlen, wenn ich nach Hause fahre? ;)

Schnell tippe ich eine Antwort:
Danke, und ja das wäre klasse. :*

Kurz darauf trudelt noch eine SMS ein, doch diesmal ist sie von Zack.

Hab gesehen, dass du bei der Show mitmachst... Können wir uns vorher kurz treffen? Bitte. Ich hab einen großen Fehler gemacht und möchte es dir gerne erklären.

Etwas überfordert sehe ich auf die Nachricht, doch dann entscheide ich mich ihm zu antworten.

Ich weiß nicht... Zack, du hast mir unheimlich weh getan...

Nach kurzem Zögern schicke ich die Nachricht und bin trotzdem etwas enttäuscht, dass keine Antwort zurück kommt.


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